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Asylantrag des WikiLeaks-Gründers: Assange preist Ecuador als Hort der Wahrheit
AFPFrieden, Wahrheit, Gerechtigkeit? WikiLeaks-Gründer Assange lobt Ecuador -ein Land, in dem Journalisten wegen Präsidentenbeleidigung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt werden. Ecuadors Präsident zeigt sich beeindruckt von diesen Worten, man prüfe Assanges Asylantrag ausführlich.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...840110,00.html
- #140 21.06.2012 21:14 von
Offenbar haben Sie so einiges nicht ganz verstanden:
Die Wahrscheinlichkeit für Assange, von GB aus in die USA augeliefert zu werden, ist sehr viel größer als von Schweden aus. In GB gibts nämlich keine "blaue Wundertüte" in Form eines solchen Gesetztes, sondern ein Auslieferungsabkommen und Ende.
Was ihm in Schweden droht ist also nicht die wahrscheinlichere Auslieferung in die USA - das ist eine Nebelkerze, die seit Beginn der Affaire von den fanatischen Fans Assanges mit direktproportional zum Ausmaß der Peinlichkeit ihres Verehrungsobjektes wachsender Begeisterung herumgeschwenkt wird - sondern eine mögliche Anklage wegen Vergewaltigung bzw. Nötigung.
Und da SChwenden nicht zu den Ländern gehört, die für Schauprozesse bekannt sind, könnte er dem gelassen entgegen sehen.
Wenn... ja wenn da nicht was wäre... Hybris? - #141 21.06.2012 21:45 von
Einer der interessantesten Aspekte dieser ganzen Affaire ist zweifellos die psychologisch aufschlußreiche Angstlust, mit der die Fans von Assange ihr Idol leidend in Guantanamo evozieren.
Allerdings ist alles was ihm vorerst droht, eine unter Märtyreraspekten eher unglamouröse Anklage wegen Vergewaltigung in einem Land, das man getrost als Rechtsstaat bezeichnen kann. - #142 21.06.2012 21:47 von
Schlechtes Argument. Schweden und die gesamte EU haben ebenfalls solche Abkommen abgeschlossen.
Im Moment besteht von GB aus gar keine Gefahr da es keinen Haftbefehl von Interpol auf Basis einer US-Anklage gibt. Das wid sich ändern sobald die "Sache" in Schweden "erledigt" ist.
Gründe hierfür wurden genug genannt. Die einzige Gegenargumentation ist meistens "Assange Jünger denken sich das aus weil Assange ja nich der Böse sein kann etc. pp.". D.h. es fehlen tatsächliche Argumente dafür das Schweden Assange 100%ig niemals an die USA "weiterreichen" wird. Das wird auch im Artikel genannt.
Assange kann auch durchaus als politisch verfolgter gelten. In fast jedem Land dürfte die Offenlegung von Informationen welche "unbequem" für die Regierung sind strafbar sein. Wenn durch Lücken des Schweigens herauskommt das in China/Nordkorea/Iran/Irak etc. Menschen gefoltert werden ist es für D ein Skandal, bei den USA (selbst getan oder geduldet, spielt keine Rolle)... naja, da gehört der Veröffentlicher natürlich hinter Gitter.
Typisch deutsche Doppelmoral. - #143 21.06.2012 21:57 von
Die "klassische" Vergewaltigung - das können Sie in polizeilichen Statistiken nachlesen - ist nicht im klassischen Sinne "gewaltbehaftet" sondern geschieht unter Ausnutzung eines Vertrauensverhältnisses. Das kann bedeuten, daß sich Täter und Opfer schon länger kennen - oder daß jemand, den man z. B. aus politischen Gründen unterstützt sich menschlich als nicht ganz so nobel heraus stellt.
- #144 21.06.2012 22:45 von
Warum ist es eigentlich für einige Leute so schwer zu ertragen, daß jemand, der mal eine ganz gute Idee hatte, ansonsten sehr banal und schäbig sein kann?
Und naiv sind natürlich auch all jene, die die Kaution für Assange aufgebracht haben - die jetzt flöten ist, wie man so sagt.
Sie hätten natürlich wissen müssen, daß Assange seinen "Hintern rettet" - ohne falsche Sentimentalitäten. Naiv ist Mme. Khan, die allen Ernstes twittert, daß sie erwartet hätte, Assange würde sein weiters Handeln mit ihr oder irgendwem sonst abstimmen.
Die Geschichte ist voll von Leuten, die "gar keine andere Wahl hatten". - #145 21.06.2012 23:33 von
- #146 21.06.2012 23:47 von
So ist es.
Wie es aussieht muß man sich schon sehr ausgesuchte Beleidigungen ausdenken und sich obendrein noch einer elaborierten Fäkalsprache bedienen, um für eine Anklage auf Grund diesens ominösen § in Frage zu kommen.
Im GEgensatz zu Ecuador, wo es offensichtlich reicht, Korruption einfach mal Korruption zu nennen, um in den Knast zu kommen.
Aber diese Diskrepanz haben die Relativierer schon längst rationalisiert. - #147 21.06.2012 23:48 von
- #148 22.06.2012 01:20 von
Da gebe ich Ihnen recht, jedoch konnte Wikileaks diese Unmengen von Daten ja nicht alleine auswerten und hat daher unter Anderem den Spiegel mit eingebunden. Das die Presse ja nicht nur ausschließlich Relevantes gebraucht um die Leser zu bespaßen liegt wohl auch auf der Hand. Im Großen und Ganzen hat es sich aber gelohnt, da eine Menge Schweinereien sonst wohl nie ans Licht gekommen wäre...
Kriegsverbrechen gehören nun einmal aufgeklärt und bestraft - völlig egal wer Diese begeht... - #149 22.06.2012 07:46 von
@2023
Naja man sieht schon welche politische Orientierung die Presse hat. CDU Politiker, die in die Wirtschaft gehen sind nur auf ihren Vorteil bedacht - aber Herr Schröder der den Gasdeal einplompt um dann zu Gazprom zu gehen nicht. Wenn dann bitte alle kritisieren und nicht nur das politische Lager, das einem nicht allzu nahe steht.
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