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Astronomisches Modell: Milchstraße hat Milliarden erdähnliche Planeten

AFP/ ESO/ L. CalcadaEin europäisches Forscherteam hat neu abgeschätzt, wie viele lebensfreundliche Planeten es in unserer kosmischen Nachbarschaft geben könnte. Die Zahl fällt extrem hoch aus - auch wenn viele der Himmelskörper wohl regelmäßig von Strahlungsblitzen geröstet werden.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...824575,00.html
  1. #60

    es gibt kein Problem und keine Antwort

    Zitat von spiegelzelt Beitrag anzeigen
    Warum?
    Es gibt unzählige variable Faktoren, die passen müssen, um Leben zu ermöglichen, gesichert viel mehr als Milliarden mal Milliarden.

    Und selbst wenn sich irgendwo so etwas wie Leben entwickelt haben würde, wäre es wiederum extrem unwahrscheinlich, daß die dortige Natur dieselben Eskapaden wie auf der Erde durchführt, zeitgleich ohnehin nicht.

    Und dann haben wir noch das Problem, daß wir das nie erfahren können, es sei denn in ein paar Milliarden Jahren, und dann wird es eine Erde nicht mehr geben, und auch keine Sonne.
  2. #61

    Zitat von Izmi Beitrag anzeigen
    Das Problem dabei: Es gibt etwas das sich aus sich aus dem "Nicht-Sinn" entwickelt hat und nun nach einem Sinn sucht. Nämlich uns. Wie ist das möglich, wenn es keinen Sinn gibt?
    Ersetzen Sie "Sinn" durch "fliegendes Spaghettimonster". Ergibt mehr Sinn!
  3. #62

    ...

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Es gibt unzählige variable Faktoren, die passen müssen, um Leben zu ermöglichen, gesichert viel mehr als Milliarden mal Milliarden.
    Hmm, diese riesigen Zahlen werden im Bezug auf die Entstehung von Leben ja recht gerne durch die Gegend geworfen, allerdings habe ich so eine Schätzung noch nie in einer seriösen Quelle gelesen. Und selbst wenn es "Milliarden mal Milliarden" sind, was genau 10 hoch 18 wäre, gibt es im beobachtbaren Universum in etwa 300 Trillionen Sterne (3 mal 10 hoch 23). Das gibt, auch konservative Schätzungen zur Häufigkeit von Planeten zugrunde gelegt, eine ganze Menge potentielle Lebenshorte, meinen Sie nicht? Dazu muss betrachtet werden, dass die Begebenheiten auf den Planeten dieser Sterne sich immer ein wenig unterscheiden und sich zusätzlich ständig ändern.
    Es sollte daher auch nicht verwundern, warum Schätzungen der Wahrscheinlichkeit außerirdischen Lebens meist nicht seriös sind:
    Das Universum führt quasi zu jedem Zeitpunkt Versuche durch, neues Leben zu erschaffen (schließlich könnte bei vielen zufälligen chemischen Reaktionen plötzlich Leben entstehen) und das in einer Häufigkeit, die nicht bekannt, aber astronomisch, phänomenal, unfassbar gigantisch ist. Die "Zahl der Versuche" ist nicht abschätzbar und solange sie es nicht ist, ist jede Angabe von "Wahrscheinlichkeiten" oder "Voraussetzungen" bedeutungslos für die eigentliche Frage, ob außerirdisches Leben existieren könnte.

    Hinzu kommt, dass die Biologie bisher nur in der Lage ist, zu sagen, welche Umstände die Bildung irdischen Lebens verhindern würden, was der Grund ist, weshalb die Suche nach erdähnlichen Planeten bisher am erfolgversprechendsten ist. Wenn aber einmal außerirdisches Leben gefunden würde, wäre, wie es Sagan ausdrückte, "die Biologie auf einen Schlag deprovinzialisiert" und Angaben wie Ihre könnten möglicherweise einmal sinnvoll werden.

    Ob wir solches Leben aber finden oder es sogar intelligent ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt, aber ich kenne keinen seriösen Wissenschaftler, der sich versteigen würde, seine Existenz kathegorisch auszuschließen.
  4. #63

    Ein weiterer Schritt

    Endlich mal eine Nachricht, die den Strom wert ist, den SPON verbraucht.
    Ich wage hier mal eine Prognose in zukünftigen Headlines, wie es weitergeht:
    3.1.2018: Astronomen weisen mittels Spektralanalyse ausserirdisches Leben in 40 Lichtjahren Entfernung nach.
    25.2.2024: Sonde finden Leben auf dem Jupitermond Europa
    3.1.2052: Alte Spuren von Ausserirdischen im Asterioden Gürtel entdeckt
    28.3.2055: Islamischer Führer in Diskussion über die Einzigartigkeit des Menschen mit Eiern beworfen

    1.2.2060: Buchtitel: Wir bleiben standhaft, Untertitel. Warum der Creationismus trotz allem siegen wird.

    20.8.2063: Warum der Terrorismus keine Chance mehr hat.
    Kurz, jeder Dollar, Yen, Euro, ... hier investiert, ist ein Guter!
    Die abgesicherte wissenschaftliche Erkenntnis ist der einzige Motor, der bisher die Eigenverantwortlichkeit des Menschen voranbrachte und immer noch voranbringt; jene Eigenschaft, die den Mensch vom Tier unterscheidet und deren Stärke wir unbedingt brauchen, wenn wir in Zukunft auf diesem Planeten leben wollen.
    Die Grössenwahnsinnigen, die glauben, Gut und Böse für sich gepachtet zu haben und dafür einen moralischen Gott erfinden müssen, damit sie die Einfältigen, Ungebildeten hinter sich scharen können, müssen gestoppt werden.
  5. #64

    Sind wir allein

    Die Voraussetzungen
    1
    Es müssen genügend Sterne vorhanden sein, um die sich Planeten bilden konnten. Die Hälfte der Sterne fällt weg, weil es sich um Doppelsterne handelt. Es gibt kaum stabile Umlaufbahnen für Planeten und damit auch keine Lebensmöglichkeiten in Doppelsternsystemen.
    2
    Diese Planetensysteme müssen sich um Sterne gebildet haben, die lange genug existieren, damit sich eventuell auf einem Planeten, der im richtigen Abstand um den Stern rotiert, Leben entwickeln kann.
    3
    Der Planet muß einigermaßen sicher vor kosmischen Katastrophen (ständige Bombardements von Meteoriten, nahe Sternexplosionen von großen, jungen Sternen) sein. Sein Sternsystem darf nicht zu nahe an Sternentstehungsgebieten liegen, und sollte während seiner Umrundung der Milchstraße solche Gebiete auch nicht durchkreuzen
    4
    Die biologische Entwicklung sollte eine technologische Zivilisation hervorbringen, die dann hoffentlich lange genug existiert, damit sie mit der kosmischen Umwelt Kontakt aufnehmen kann.

    1
    Der Planet darf nicht zu schwer sein, denn eine zu starke Schwerkraft verhindert die Entwicklung komplizierter Strukturen und gast zuviel Kohlendioxid aus, was einen verschärften Treibhauseffekt hervorruft.
    2
    Er darf nicht zu leicht sein, denn er muss eine Atmosphäre halten können.
    3
    Der Planet sollte sich schnell genug drehen, damit er rundum gleichmäßig bestrahlt wird.
    4
    Außerdem muss das Wetter zumindest eine Zone mit gemäßigten Temperaturen erlauben.
    5
    Seine Umlaufbahn muss fast kreisförmig sein, damit die Jahreszeiten nicht zu starke Temperaturschwankungen hervorrufen.
    6
    Seine Position in der vergleichsweise winzigen bewohnbaren Zone im Bannkreis seines Sternes ist unabdingbar.

    Fazit:
    „Es gibt keinen Hinweis darauf, dass anderswo andere Naturgesetze gelten als bei uns auf der Erde. Obwohl hier alle physikalischen Vorgänge nach denselben Regeln ablaufen wie überall im Universum ist unser Platz etwas Besonderes. Er ist nicht durchschnittlich, wie anfangs angenommen. Unglaublich komplexe physikalische Mechanismen mussten sich im richtigen Moment, in der richtigen Reihenfolge abspielen, damit das Universum an diesem Ort über sich und seine Bewohner nachdenken kann.
    Mein Vortrag schließt mit folgendem Fazit: Je mehr Erkenntnis wir über die Bedingungen für hochentwickeltes Leben gewinnen, um so geringer wird die Wahrscheinlichkeit von außerirdischem Leben - bereits unsere Existenz muss uns völlig unmöglich erscheinen.
    Ein jeder möge daraus seine Schlüsse ziehen.“

    Mehr dazu hier von Prof. Dr. Harald Lesch:
    Sind wir allein im Universum
  6. #65

    .

    Zitat von tschili Beitrag anzeigen
    .....
    Mein Vortrag schließt mit folgendem Fazit: Je mehr Erkenntnis wir über die Bedingungen für hochentwickeltes Leben gewinnen, um so geringer wird die Wahrscheinlichkeit von außerirdischem Leben - bereits unsere Existenz muss uns völlig unmöglich erscheinen.
    Ein jeder möge daraus seine Schlüsse ziehen.“
    Wenn ich so nachdenke und mich erinnere dass zu meiner Jugend allein schon die Existenz von Planeten "woanders" beinahe vollkommen ausgeschlossen wurde....
    Auch wenn die Entstehung von Leben unwahrscheinlich sein mag, auszuschließen ist es nicht.
    Allerdings glaube ich nicht dass wir die Möglichkeit haben werden anderes Leben zu treffen, bzw. wenn überhaupt wird es noch eine sehr sehr lange Zeit dauern...
    :-)
  7. #66

    Zitat von tschili Beitrag anzeigen
    Die Voraussetzungen
    1
    Es müssen genügend Sterne vorhanden sein, um die sich Planeten bilden konnten. Die Hälfte der Sterne fällt weg, weil es sich um Doppelsterne handelt. Es gibt kaum stabile Umlaufbahnen für Planeten und damit auch keine Lebensmöglichkeiten in Doppelsternsystemen.

    .......


    Mehr dazu hier von Prof. Dr. Harald Lesch:
    Sind wir allein im Universum
    Gerade diese Argumentation ist doch durch die unglaubliche Menge der im Artikel genannten "roten Zwerge" ins Wanken geraten.

    Auch Herr Prof. Dr. Harald Lech, den ich übrigens sehr schätze und von dem ich alle Beiträge gesehen habe, müsste in dieser Hinsicht jetzt neu denken.

    Zitat von tschili Beitrag anzeigen
    Mein Vortrag schließt mit folgendem Fazit: Je mehr Erkenntnis wir über die Bedingungen für hochentwickeltes Leben gewinnen, um so geringer wird die Wahrscheinlichkeit von außerirdischem Leben - bereits unsere Existenz muss uns völlig unmöglich erscheinen.
    Ein jeder möge daraus seine Schlüsse ziehen.“
    Gerade diese neue Erkenntnis erhöht doch die Wahrscheinlichkeit um Grössenordnungen..

    Insofern ist dieser Standpunkt jetzt schon überholt
  8. #67

    Plutimikation

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Es gibt unzählige variable Faktoren, die passen müssen, um Leben zu ermöglichen, gesichert viel mehr als Milliarden mal Milliarden.
    Unzählige? Und gesichert? Wer hat die "gesichert"? Und wie sichert man "unzählige"?
    Zahlenspiele wie diese sind beliebt ... aber eben auch nicht mehr als Zahlenspiele. Mit praktisch beliebig wählbarem Ergebnis, denn tatsächlich verfügen wir bei keiner Variablen der Drake-Gleichung über verlässliche oder auch nur vernünftig abschätzbare Werte!
  9. #68

    Zitat von tschili Beitrag anzeigen
    Mein Vortrag schließt mit folgendem Fazit: Je mehr Erkenntnis wir über die Bedingungen für hochentwickeltes Leben gewinnen, um so geringer wird die Wahrscheinlichkeit von außerirdischem Leben - bereits unsere Existenz muss uns völlig unmöglich erscheinen.
    Ein jeder möge daraus seine Schlüsse ziehen.“

    Mehr dazu hier von Prof. Dr. Harald Lesch:
    Sind wir allein im Universum
    Das sehe ich völlig anders. Bei der extremen Anzahl von Himmelskörpern multipliziert sich die allergeringste Wahrscheinlichkeit fast zwangsläufig zur Gewissheit.
    Meine Voraussage ist, dass wir schon in der nächsten kosmischen Umgebung in absehbarer Zeit primitives Leben finden werden und dass sich zweitens die These von der Panspermie bestätigen wird, nach der Lebensbauteile auf Asteroiden etc. durchs Weltall reisen.
  10. #69

    100 000 000 000 Galaxien

    Zitat von tschili Beitrag anzeigen
    ...
    "...Mein Vortrag schließt mit folgendem Fazit: Je mehr Erkenntnis wir über die Bedingungen für hochentwickeltes Leben gewinnen, um so geringer wird die Wahrscheinlichkeit von außerirdischem Leben - bereits unsere Existenz muss uns völlig unmöglich erscheinen.
    Ein jeder möge daraus seine Schlüsse ziehen.“

    Mehr dazu hier von Prof. Dr. Harald Lesch:
    Sind wir allein im Universum
    Ein mehr als 10 Jahre alter Text, den Herr Lesch heute so nie wiederholen würde.


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