Dabei ist die Kombinierbarkeit der Substanzen bei insgesamt weniger NW der große Vorteil. Die Auflistung ist daher vollkommen überflüssig.
DPAEin neues Medikament ist besser als eines, das schon auf dem Markt ist? Ein Irrglaube. Der Arzneiverordnungsreport 2012 belegt: Nur 14 von 23 neuen Medikamenten des vergangenen Jahres hatten einen Zusatznutzen für Patienten.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-858390.html
Dabei ist die Kombinierbarkeit der Substanzen bei insgesamt weniger NW der große Vorteil. Die Auflistung ist daher vollkommen überflüssig.
Denn im benachbarten Ausland verkaufen die gleichen Arzneimittelhersteller die gleichen Mittel zu teilweise drastisch geringeren Preisen!
In der gleichen Währung, für die gleichen Euro, wie bei uns.
Und auch ohne den Hungertod sterbender ApothekerINNEN.
Der finanziell gigantische Zusatznutzen, den vom Pharmahersteller bis zur Apotheke und dem Fiskus per Mehrwertsteuer alle beim quälenden Melken des dummen Deutschen Michels ganz alleine aufgrund der Nationalität "Deutscher" ihres Kunden zusätzlich zu ihrem bereits im Ausland sicheren Einkommen generieren, ist der wirkliche Skandal!
Ein von deutschen Politikern bereits jahrzehntelang fortgesetzt sanktionierter Skandal, der kürzlich von Fr. Merkels Truppe wieder einmal zuungusten Deutscher Bürger erheblich verschärft wurde:
Medikamente aus Internet-Apotheken könnten teurer werden - SPIEGEL ONLINE
Sicher per gelangweitem Handzeichen, aber nichtdestoweniger in einer Kampfabstimmung.
Im ewigen Kampf Fr. Merkels um das Geld in den Taschen deutscher Bürger.
MfG
Medikamente müssen alles: billig sein, hundertprozentig verträglich und jede Neuerung muss natürlich mindestens eine bahnbrechende Innovation darstellen. Begreift eigentlich niemand, dass die Herstellung von Pharmaka ganz üblichen marktwirtschaftlichen Gegebenheiten folgt: Verschiedene Firmen forschen an ähnlichen Substanzen, bringen sie auf den Markt und verdienen Geld damit. Eine Evolution in der Entwicklung und Verbesserung erfolgt nur schrittweise durch die Konkurrenz unter prinzipiell gleichen Produkten. Kein Mensch würde erwarten, dass das nächste Handy, die nächste Nuss-Nougat-Creme oder der nächste Flat-Screen alle zuvor existierenden Produkte in den Schatten stellte. Insofern ist der Anspruch, dass gefälligst jede neue medikamentöse Therapie ein Quantensprung zu sein hat, auch unrealistisch. Entwicklungen werden erst nach längeren Zeiträumen sichtbar...
Ich habe in den Niederlanden eine Blasenentzündung gehabt und bin zum Arzt gegangen. Der verschrieb mir 12 Antibiotikakapseln. Der Apotheker zählte mir die ab und gab sie mir zusammen mit einem 4seitigen Nachdruck des Beipackzettels. Ich habe auch nur die 12 Kapseln bezahlt. Warum also wie bei uns immer volle Packungen, wenn die Hälfte auch reicht? So kann man auch enorm Kosten einsparen.
Die Nutzenbewertung mag gut gemeint sein, schadet aber zumindest in einigen Fällen den Patienten erheblich. So z.B. beim Präparat Retigabin, das gegen Epilepsie eingesetzt wurde. Der GBA hat es mit anderen Antiepileptika verglichen und keinen Nutzen festgestellt. Doch das Problem ist: Die Epilepsietherapie ist höchst individuell, bei gleicher Diagnose kann ein bestimmtes Medikament bei einem Patienten anschlagen und beim anderen nicht. Genau das ist bei Retigabin der Fall. Patienten, denen zuvor kein einziges Antiepileptikum half, wurden erfolgreich auf Retigabin eingestellt, und dann wurde das Präparat auf Verheiß des GBA vom Markt entfernt. Die Patienten sind die Leidtragenden. Wird bei diesen Menschen das Retigabin abgesetzt, setzen die Anfälle wieder ein bzw. werden stärker. Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Epilepsie: http://www.dgfe.info/cweb2/cgi-bin-noauth/cache/VAL_BLOB/4450/4450/1174/Stellungnahme zu Retigabin-03-2012-DGfE-DGN.pdf Und hier Äußerungen Betroffener: http://forum.epilepsie-netz.de/index.php?topic=13888.0
Die Nuntzenbewertung von Medikamenten ist in allen Fällen, die ich im Detail kenne, nur durch finanzielle Interessen getriggert. Invoative Mittel sind dann mittel der Wahl und den anderen überlegen, sobald sie generisch werden (sihe Arzneitelegramm etc.). Komisch oder.
So hat das IQwiG, zB. bei einer Substanz im Jahr 2006, bei seiner Bewertung nur Studien bis 1996 zu gelassen. Alles was später kam wurde nciht mehr mit eingeschlossen. Auch wieder komisch, das gerade in diesen letzten 10 Jahren sog. Milestone-Studien publiziert wurden, die die gute Wirksamkeit belegten.
Leute bleibt mir bitte mit einfachen Antworten weg, wenn man nicht ganz tief in der Materie steckt. Danke