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Artenvielfalt: Wilde Insekten sichern die Ernte

DPAAllein die Honigbiene kann es nicht leisten. Wilde Insekten müssen über Felder schwirren, damit die Ernte in voller Pracht gedeiht. Eine weltweite Studie zeigt: Wilde Bienen finden die besseren Pollen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-886291.html
  1. #1

    Einfach mal in der Suchmaschine nach "Wildbienenhaus" suchen.
    Kann man ganz einfach selber basteln und die funktionierten sogar in der Stadt. Nebenbei bemerkt, Wildbienen stechen nicht! Sie bilden auch keine riesigen Nester wie z.B. Wespen, sind also absolut sozial verträgliche Gartenuntermieter.
  2. #2

    Wildbienen sind echt wichtig

    Zitat von troy-mc-lure Beitrag anzeigen
    Einfach mal in der Suchmaschine nach "Wildbienenhaus" suchen.
    Kann man ganz einfach selber basteln und die funktionierten sogar in der Stadt. Nebenbei bemerkt, Wildbienen stechen nicht! Sie bilden auch keine riesigen Nester wie z.B. Wespen, sind also absolut sozial verträgliche Gartenuntermieter.
    Wir haben einen Pfirsichbaum direkt vor dem Küchenfenster und da
    konnten wir im vergangenen Jahr beobachten, daß während der
    Blütezeit, witterungsbedingt, absolut keine keine Honigbienen unterwegs
    waren. Aber Wildbienen und Hummeln der verschiedensten Arten.
    Die siedeln bei uns in Altholz und in altem Mauerwerk.
    Sie haben uns eine prächtige Pfirsichernte beschert.
  3. #3

    Hionigbiene schon länger als schlechte Bestäuber bekannt

    Beeindruckender Datensatz, nettes Paper, treffende conclusions wie:

    "Although honey bees are generally viewed as a substitute for wild pollinators ([Quellenangaben]), our results demonstrate that they neither maximize pollination, nor fully replace the contributions of diverse, wild-insect assemblages to fruit set for a broad range of crops and agricultural practices on all continents with farmland."

    Warum zitiert die Studie da eigentlich nicht das hier?
    Westerkamp, Christian. "Honeybees are poor pollinators—why?." Plant Systematics and Evolution 177.1 (1991): 71-75.

    Dass Apis mellifera kein guter Bestäuber ist, weiss man eben schon lange. Hat sich nur kaum jemand 'drum geschert.
  4. #4

    Ein eindrucksvoller Beleg dafür,

    wie wichtig und unersetzlich natürliche Artenvielfalt auch für den Menschen selbst ist. An den Betonköpfen des weltweit agierenden agro-industriellen Komplexes, der unbelehrbaren Asphalt-Apostel und der anderen Umwelt-Ignoranten, die sich hier sonst in nicht unbeträchtlicher Zahl in den diversen Foren tummeln, werden diese Erkenntnisse gleichwohl auch weiterhin abprallen. Aber diese verirren sich ohnehin nur höchst selten in die Rubrik "Wissenschaft"...
  5. #5

    Was schon meine Großmutter wusste ist nun eine gesponserte Sensation der Wissenschaft.

    "50 Wissenschaftler haben weltweit etwa 600 Anbauflächen inspiziert oder Studien darüber ausgewertet. Dabei untersuchten sie vor allem, ob die Honigbiene allein die Bestäubung von Mais, Raps, Obstbäumen und Co. gewährleisten kann - oder ob auch andere Insekten eine Rolle spielen. "
    Was einfache Naturbeobachtung, mit ein wenig staunender Betrachtung hergibt, sollte nicht unbedingt als Sensationserkenntnis der Wissenschaft verkauft werden. - Es sei denn, die ausgestorbenen oder beim aussterben befindlichen Insekten können bei unseren Gerichten Klage einreichen und diese würden dann auch tatsächlich das Vermögen der Umweltzerstörer zum Wohle der Insekten einziehen, und nicht zum Wohle ihrer Gerichtswissenschaft. -
    Ich kenne da sogar eine staatliche Behörde welche gerade diese Tatsache als ein Gegenargument von Umeltschützern gegen eine Atomtransitleitung ins Feld geworfen hat, nach dem diese unter vielen anderen Punkten zu belegen begannen, dass sich Bienen unter Hochspannungsleitungen nicht behaglich fühlen. Sinngemäß sagen die Vertreter des Staates: "Die Behörde könne ja ein Gesetz erlassen das Honigbienen unter Hochspannungsleitungen verbiete, weil diese ja nicht unbedingt für die Bestäubung alleine verantwortlich wären. "
  6. #6

    Die Fähigkeiten der Honigbiene werden also überschätzt

    Viel interessanter wäre jetzt aber zu wissen, was unser Haustier-Insekt denn eigentlich "falsch macht". Zu empfindlich ("bei so einem Sauwetter verlassen wir den Bau nicht")? Zu anspruchsvoll ("wegen einem halben Tropfen Honig machen wir uns den Rüssel nicht krumm, solange es woanders zwei Tropfen auf einmal gibt")? Vielleicht liegt es aber auch daran, daß die Honigbiene einen viel größeren Aktionsradius hat als die anderen Bestäuber mit der Folge, daß sie nur die Rosinen herauspickt.
    Verzeihen Sie die vermenschlichte Ausdrucksweise, aber das ist verständlicher als Biosprech.
  7. #7

    Biosprit macht Heuschnupfen

    Es ist schon zynisch, dass das größte Massensterben von Bienen und anderen Insekten ausgerechnet durch "Biosprit" verursacht wid. Die dafür nötigen Rapsfelder werden nämlich mit Pestiziden, wie sie für den Nahrungsmittelanbau verboten sind, nur so vollgepumpt.
    So sterben nicht nur die Insekten und Vögel, sondern auch die Blütenpflanzen - zur Freude der sie ersetzenden Gräser und der Allergiemittel-Erzeuger!
  8. #8

    Die Masse machts!

    Im Artikel wird die Gleichung aufgemacht
    100 Honigbienen 50 Wildbienen = bessere Bestäubung als 150 Honigbienen allein
    Sicher, wenn ich nur 100 Bienen auf dem Acker finde dann machen 50 Wildbienen aufgrund ihrer besseren Sammeltätigkeit einen Unterschied im Vergleich zu 50 Honigbienen.
    Aber ein Bienenvolk hat im Sommer mindestens 10000 bis 15000 Sammlerinnen. Wie viele Tiere gibt es denn in den "Wildbienenvölker"?
    In Deutschland gibt es meines Wissens keine welche Staaten bilden, außer Hummeln, und dort handelt es sich im besten fall um ein paar hundert tiere.

    Aber es gibt noch ein gutes Argument für die Honigbiene, gerade bei der Bestäubung von Kulturpflanzen wie Kern- und Steinobst aber auch Raps, Luzerne, Sonnenblume etc.
    Honigbienen sind Blütensteht. d.h. sie besuchen eine Sorte Blüten (wenn diese Nektar und Pollen bieten) solange bis es sich nicht mehr lohnt, also die Blühphase der jeweiligen Kultur zu Ende geht und auch kein Nektar oder Pollen mehr vorhanden ist. Das ist gerade im Obstbau wichtig weil der Imker seine Bienen dort abrückt bevor zu viele Fruchtansätze gebildet wurden. Diese überzähligen Fruchtansätze muss der Obstbauer wieder auschneiden da zu viele Fruchtansätze pro Baum am Ende kleinere Äpfel bedeuten.
  9. #9

    Zitat von -æ- Beitrag anzeigen
    Beeindruckender Datensatz, nettes Paper, treffende conclusions wie:

    "Although honey bees are generally viewed as a substitute for wild pollinators ([Quellenangaben]), our results demonstrate that they neither maximize pollination, nor fully replace the contributions of diverse, wild-insect assemblages to fruit set for a broad range of crops and agricultural practices on all continents with farmland."

    Warum zitiert die Studie da eigentlich nicht das hier?
    Westerkamp, Christian. "Honeybees are poor pollinators—why?." Plant Systematics and Evolution 177.1 (1991): 71-75.

    Dass Apis mellifera kein guter Bestäuber ist, weiss man eben schon lange. Hat sich nur kaum jemand 'drum geschert.


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