Vielleicht haben Sie registriert, dass die zwei Bier monatlich nicht mehr zum Paket zählen. Kokain ist ausserhalb jeder Diskussion, es sei denn als Derivat vom Zahnarzt, und, Viagra wird m.W. im Falle mangelnder Lebensfreunde durch Behinderungen wie Impotenz zweimal im Monat von der Krankenkasse übernommen.
Allerdings wird heute Diabetikern die notwendige Diät verweigert, so daß die früher ableben, zugunsten der öffentlichen Kassen. Damit kommen wir auch gleich zum Sozialbewußtsein, von Ihnen als Anachronismus Nächstenliebe umschrieben.
Es handelt sich nicht, wie von Ihnen behauptet, um Nächstenliebe, sondern um ein generelles Konzept. Nur pathologischen Soziopathen mangelt es an Emphatie. Wie wir Deutschen aus unserer Geschichte wissen, ist dieser Mangel durchaus in breiten Bevölkerungsschichten vorhanden.Damals, vor langer langer Zeit, gab es mal die Idee, dass es doch Christenpflicht sei, seine Mitmenschen nicht verhungern zu lassen.
Wollen Sie eine Märchenstunde abhalten? Je nachdem, um wen es sich handelte, wurde Unterkunft für eine Nacht im Stall gewährt, vielleicht. Zur Ernte-Zeit konnte sogar ein Minijob abfallen, als Helfer.Dann bot man aus Menschenfreundlichkeit auch noch eine, wenn auch bescheidene Bleibe.
Wenn breite Bevölkerungsschichten um Ihre Rechte als Menschen betrogen werden, ist ja wohl eine Entschädigung für den Betrug angemessen. Ansonsten verweise ich auf den Bezug zur Geschichte. Soll ich Ihnen erklären, wie es zur Definition dieser Rechte gekommen ist? Kennen Sie den westfälischen Frieden?Mittlerweile sind diese Grundgedanken der Nächstenhilfe aber regelrecht verkommen zu dem ganz anderen Grundgedanken, dass ich als Bedürftiger genau so gut leben möchte wie jemand, der sein Leben aus eigener Kraft bestreitet.
Warten wir es ab, bis es Sie trifft, oder Ihren nahen Angehörigen.Nein, da bin ich gegen.
Selbst das geschieht immer häufiger. Wir hatten seit Einführung von Hartz-4 Hungertote und die Zahl der Obdachlosen nimmt zu.Ich möchte nicht, dass in unserem Land jemand Hunger leiden oder unter der Brücke schlafen muss.
Mit welchen Arbeitern vergleichen Sie denn hier? Unsere Arbeiterelite verdient noch immer besser als Assistenzärzte im Klinikum.Aber wenn es solchen Leuten schon genau so gut geht oder besser als einem Arbeiter, der jeden Tag seine Überstunden ableistet, das finde ich geht zu weit.
Keinem Hilfe-Empfänger geht es gleich gut oder besser, als einem Arbeiter. Sollte es einem Arbeiter auf Grund krimineller Lohnzahlung oder verdeckter Subventionen an parasitäre Arbeitgeber per Minijob-Lohn etc. schlechter gehen, hätte der Anspruch auf Beihilfen, die ihn immer wirtschaftlich besser stellen werden, als jemanden ohne Beschäftigung.



