Sarkozy steht kurz vor seiner Abwahl. Die Solidarität der Franzosen gegen die türkische Reaktion könnte ihn doch noch einmal ins Amt spielen (der "Waldheim-Effekt").
Der türkische Premier Erdogan tobt, weil Frankreich die Leugnung des Völkermords an den Armeniern unter Strafe stellt. Doch ernste Konsequenzen wird es nicht geben - dafür ist die wirtschaftliche Verflechtung zwischen den Ländern zu eng. Stattdessen spekuliert Ankara*auf Sarkozys Abwahl.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...811116,00.html
Sarkozy steht kurz vor seiner Abwahl. Die Solidarität der Franzosen gegen die türkische Reaktion könnte ihn doch noch einmal ins Amt spielen (der "Waldheim-Effekt").
"Selbst linke und linksliberale Interlektuelle Gruppen stärken Erdogan
den Rücken." Interessant
Laut Hurriyetdailynews und Transparency International steht die Türkei
von 178 Ländern auf Rang 138,das ist irgendwo zwischen Singapur
und Äthopien auf der Liste korruptionsbekämpfender Länder.
Optimale Beitrittsbedingungen für die EU.Weiter so.
Man kann die Ermordung Hunderttausender Armenier mit guten Gründen als Genozid bezeichnen, die Bezeichnung aus ebenfalls guten Gründen auch ablehnen.(Neben der Türkei tun dies u.a. etwa die UN ,Grossbritannien und Israel).Die Bezeichnung jedoch gesetztlich festzulegen und andere Meinungen unter Strafe zu stellen ist m.E. ziemlich daneben. Die Festschreibung der Kriegsschuldfrage im Versailler Vertrag war ähnlich dämlich.
"Der Streit zwischen beiden Ländern schwelt seit Monaten."
/Zitat ende
Es gibt keinen gar keinen Streit zwischen beiden Länder! Die Ankaraner toben rum! So wie es auch nie einen Streit zwischen der Türkei und Israel gab. Die Ankaraner haben erst provoziert und dann herum getobt.
Auf Zypern das selbe, Zypern forscht nach Gas und die Ankaraner toben herum. Wo daraus ist ein Streit entstanden? Deutschland hat auch keinen Streit mit der Türkei, die Ankaraner tobten herum und erklärten die Integration von Türken in der deutschen Gesellschaft als Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Türken hier wurden gar nicht gefragt, die Ankaraner heben die Stimmung auf Knopfdruck und wer aus der Linie tanzt sieht sich in einer endlosen U-Haft mit gleichgesinnten Freidenker wieder. Die Mehrheit schweigt nicht aus Freude!
Ich mache mir um die türkische Bevölkerung langsam große Sorgen.
Ich finde solche Beschlüsse lächerlich von Ländern die nichtmal mit der eigenen Geschichte aufgeräumt haben.
Genau das gleiche gilt für die USA falls sie sich damit beschäftigen sollten.
Die Algerier geben die Anzahl ihrer Opfer mit 1,5 Millionen an, die Franzosen sprechen von knapp einer halben Million. Was für ein Deja-Vu...
Ein Zehntel der algerischen Bevölkerung waren damals französische Siedler die zusätzlich zur französischen Armee Terror ausgeübt haben. Es gab zig Massaker in Algerien und auch eins in Paris 1961, wo Polizisten eine friedliche Demo niedergeschossen haben und einige Leichen in der Seine entsorgt worden sein sollen...
Der französische Staat reagierte auf dieses Thema mit starker Zensur.
Was mir bis dato nicht bewusst war und ich heute erst gelesen habe ist zudem der Fakt dass erst seit 1999 in Frankreich die Nationalversammlung den Begriff "Algerien-Krieg" erlaubte. Frankreich war lange Zeit also nichtmal bereit die Geschehnisse als Krieg zu bezeichnen bzw. es zu gestatten sie so zu bezeichnen.
Wenn man wie Deutschland so mit seiner Vergangenheit aufräumt(auch wenn man den Eindruck gewinnt dass vermehrt Deutsche die Lehren aus der Vergangenheit vergessen) kann man sich von mir aus auch zu anderen Ländern äussern, ansonsten ist es halt Doppelmoral und lächerlich aber wäre ja im Westen nichts neues.
Der Imperialist Erdogan leugnet den Völkermord an den Armeniern. Das ist (im mittlererweile 21. Jh.) etwa so, als ob Deutschland den Völkermord an den Juden leugnen würde.
Eins ist klar, egal, wie man es dreht und wendet: die Armenier haben dafür bezahlt, dass sie Christen sind. Wenn der Moslem Erdogan sich entschuldigt, gesteht der Moslem Erdogan eine Schuld, ein Verbrechen an den Christen ein. Das ist der eigentliche Grund für die Lüge. Der Imperialist möchte sich nicht bei den Christen entschuldigen. So einfach und klar.
Nicht einmal für das, was bald 100 Jahre her ist, will man eine Schuld eingestehen, eine Barbarei. Und darum wird die Türkei - auch wenn sie neuerdings demonstrativ vor sich herträgt, dass sie "jetzt" ja gar nicht mehr zu Europa dazugehören will (weil dem Fuchs die Trauben zu hoch hängen) auch tatsächlich nie zu Europa gehören - und das ist auch gut so. Erdogan der Aufgeblasene. Mögen seine schlechten Wünsche ihn selbst treffen. In Berlin sagt man: "ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte."
Mit welchen Methoden die türkische Regierung arbeitet, konnte man anlässlich des Ringens um die Stiftung LEPSIUSHAUS POTSDAM erkennen:
Wikipedia: 2001/2002 kam es deswegen zu einem politischen Konflikt mit der Botschaft der Türkei, die jegliches Gedenken an Johannes Lepsius zu verhindern trachtet. Die offiziellen Stellen in der Türkei leugnen den Völkermord an den Armeniern und möchten daran anschließend auch die Erinnerung an die Zeugen dieses Verbrechens verhindern, und zwar nicht nur in der Türkei, sondern auch in anderen Ländern.
So sah sich der damalige Potsdamer Oberbürgermeister Matthias Platzeck mit einer Welle zentral gesteuerter türkischer Protestbriefe überflutet, die alle das Lepsius-Haus verhindern wollten. Die türkische Botschaft drohte indirekt mit Unruhen in der türkischen Bevölkerung Berlins. Der Vorstand des Lepsius-Haus-Fördervereins wurde zu einem Gespräch zum türkischen Botschafter geladen, der im Gespräch behauptete, dass das Lepsius-Haus zur Destabilisierung der Türkei beitragen würde.
Die ganze Handhabung des Aghet durch die türkische Regierung und des zahlenmäßig weit überwiegenden Teil der Bevölkerung demonstriert, dieses Land gehört nicht in die EU. Wenn es in Deutschland eine vergleichbare Reaktion auf den Holocaust geben würde, wüsste jedermann, wo diese Reaktion herkommt, wie sie einzuordnen ist und unsere Medien würden endlich einmal deutlich Stellung beziehen.