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Armenier-Konflikt: Erdogan wünscht Sarkozy ein Wahldebakel

Der türkische Premier Erdogan tobt, weil Frankreich die Leugnung des Völkermords an den Armeniern unter Strafe stellt. Doch ernste Konsequenzen wird es nicht geben - dafür ist die wirtschaftliche Verflechtung zwischen den Ländern zu eng. Stattdessen spekuliert Ankara*auf Sarkozys Abwahl.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...811116,00.html
  1. #1

    Glückspilz Sarkozy

    Sarkozy steht kurz vor seiner Abwahl. Die Solidarität der Franzosen gegen die türkische Reaktion könnte ihn doch noch einmal ins Amt spielen (der "Waldheim-Effekt").
  2. #2

    Wohl den Nerv getroffen ...

    "Selbst linke und linksliberale Interlektuelle Gruppen stärken Erdogan
    den Rücken." Interessant
    Laut Hurriyetdailynews und Transparency International steht die Türkei
    von 178 Ländern auf Rang 138,das ist irgendwo zwischen Singapur
    und Äthopien auf der Liste korruptionsbekämpfender Länder.

    Optimale Beitrittsbedingungen für die EU.Weiter so.
  3. #3

    Soll er toben

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der türkische Premier Erdogan tobt, weil Frankreich die Leugnung des Völkermords an den Armeniern unter Strafe stellt. Doch ernste Konsequenzen wird es nicht geben - dafür ist die wirtschaftliche Verflechtung zwischen den Ländern zu eng. Stattdessen spekuliert Ankara*auf Sarkozys Abwahl.

    Armenier-Konflikt: Erdogan wünscht Sarkozy ein Wahldebakel - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Die Reaktion zeigt, dass das Gesetz goldrichtig ist. Und die Türkei in der EU wollen eh nur die USA und die Briten. Von daher: ciao Erdogan, wir werden dich nicht vermissen.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der türkische Premier Erdogan tobt, weil Frankreich die Leugnung des Völkermords an den Armeniern unter Strafe stellt. Doch ernste Konsequenzen wird es nicht geben - dafür ist die wirtschaftliche Verflechtung zwischen den Ländern zu eng. Stattdessen spekuliert Ankara*auf Sarkozys Abwahl.

    Armenier-Konflikt: Erdogan wünscht Sarkozy ein Wahldebakel - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Man kann die Ermordung Hunderttausender Armenier mit guten Gründen als Genozid bezeichnen, die Bezeichnung aus ebenfalls guten Gründen auch ablehnen.(Neben der Türkei tun dies u.a. etwa die UN ,Grossbritannien und Israel).Die Bezeichnung jedoch gesetztlich festzulegen und andere Meinungen unter Strafe zu stellen ist m.E. ziemlich daneben. Die Festschreibung der Kriegsschuldfrage im Versailler Vertrag war ähnlich dämlich.
  5. #5

    Bin da anderer Meinung

    "Der Streit zwischen beiden Ländern schwelt seit Monaten."

    /Zitat ende

    Es gibt keinen gar keinen Streit zwischen beiden Länder! Die Ankaraner toben rum! So wie es auch nie einen Streit zwischen der Türkei und Israel gab. Die Ankaraner haben erst provoziert und dann herum getobt.
    Auf Zypern das selbe, Zypern forscht nach Gas und die Ankaraner toben herum. Wo daraus ist ein Streit entstanden? Deutschland hat auch keinen Streit mit der Türkei, die Ankaraner tobten herum und erklärten die Integration von Türken in der deutschen Gesellschaft als Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Türken hier wurden gar nicht gefragt, die Ankaraner heben die Stimmung auf Knopfdruck und wer aus der Linie tanzt sieht sich in einer endlosen U-Haft mit gleichgesinnten Freidenker wieder. Die Mehrheit schweigt nicht aus Freude!

    Ich mache mir um die türkische Bevölkerung langsam große Sorgen.
  6. #6

    .

    Zitat von heutemalich Beitrag anzeigen
    Sarkozy steht kurz vor seiner Abwahl. Die Solidarität der Franzosen gegen die türkische Reaktion könnte ihn doch noch einmal ins Amt spielen (der "Waldheim-Effekt").
    kann man bei einer Wahl mit einem Thema, über das im Prinzip überparteilicher Konsens herrscht, punkten?
  7. #7

    Leichen im Keller

    Zitat von heutemalich Beitrag anzeigen
    Sarkozy steht kurz vor seiner Abwahl. Die Solidarität der Franzosen gegen die türkische Reaktion könnte ihn doch noch einmal ins Amt spielen (der "Waldheim-Effekt").
    Ich finde solche Beschlüsse lächerlich von Ländern die nichtmal mit der eigenen Geschichte aufgeräumt haben.
    Genau das gleiche gilt für die USA falls sie sich damit beschäftigen sollten.

    Die Algerier geben die Anzahl ihrer Opfer mit 1,5 Millionen an, die Franzosen sprechen von knapp einer halben Million. Was für ein Deja-Vu...

    Ein Zehntel der algerischen Bevölkerung waren damals französische Siedler die zusätzlich zur französischen Armee Terror ausgeübt haben. Es gab zig Massaker in Algerien und auch eins in Paris 1961, wo Polizisten eine friedliche Demo niedergeschossen haben und einige Leichen in der Seine entsorgt worden sein sollen...

    Der französische Staat reagierte auf dieses Thema mit starker Zensur.

    Was mir bis dato nicht bewusst war und ich heute erst gelesen habe ist zudem der Fakt dass erst seit 1999 in Frankreich die Nationalversammlung den Begriff "Algerien-Krieg" erlaubte. Frankreich war lange Zeit also nichtmal bereit die Geschehnisse als Krieg zu bezeichnen bzw. es zu gestatten sie so zu bezeichnen.

    Wenn man wie Deutschland so mit seiner Vergangenheit aufräumt(auch wenn man den Eindruck gewinnt dass vermehrt Deutsche die Lehren aus der Vergangenheit vergessen) kann man sich von mir aus auch zu anderen Ländern äussern, ansonsten ist es halt Doppelmoral und lächerlich aber wäre ja im Westen nichts neues.
  8. #8

    Der Aufgeblasene

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der türkische Premier Erdogan tobt, weil Frankreich die Leugnung des Völkermords an den Armeniern unter Strafe stellt. Doch ernste Konsequenzen wird es nicht geben - dafür ist die wirtschaftliche Verflechtung zwischen den Ländern zu eng. Stattdessen spekuliert Ankara*auf Sarkozys Abwahl.

    Armenier-Konflikt: Erdogan wünscht Sarkozy ein Wahldebakel - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Der Imperialist Erdogan leugnet den Völkermord an den Armeniern. Das ist (im mittlererweile 21. Jh.) etwa so, als ob Deutschland den Völkermord an den Juden leugnen würde.
    Eins ist klar, egal, wie man es dreht und wendet: die Armenier haben dafür bezahlt, dass sie Christen sind. Wenn der Moslem Erdogan sich entschuldigt, gesteht der Moslem Erdogan eine Schuld, ein Verbrechen an den Christen ein. Das ist der eigentliche Grund für die Lüge. Der Imperialist möchte sich nicht bei den Christen entschuldigen. So einfach und klar.
    Nicht einmal für das, was bald 100 Jahre her ist, will man eine Schuld eingestehen, eine Barbarei. Und darum wird die Türkei - auch wenn sie neuerdings demonstrativ vor sich herträgt, dass sie "jetzt" ja gar nicht mehr zu Europa dazugehören will (weil dem Fuchs die Trauben zu hoch hängen) auch tatsächlich nie zu Europa gehören - und das ist auch gut so. Erdogan der Aufgeblasene. Mögen seine schlechten Wünsche ihn selbst treffen. In Berlin sagt man: "ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte."
  9. #9


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