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Armenier-Konflikt: Erdogan wünscht Sarkozy ein Wahldebakel
Der türkische Premier Erdogan tobt, weil Frankreich die Leugnung des Völkermords an den Armeniern unter Strafe stellt. Doch ernste Konsequenzen wird es nicht geben - dafür ist die wirtschaftliche Verflechtung zwischen den Ländern zu eng. Stattdessen spekuliert Ankara*auf Sarkozys Abwahl.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...811116,00.html
- #60 24.01.2012 17:53 von
So...
Wo stehen wir denn ?
Sysop ich darf mal ?
Innenpolitik: Gute Noten für Korruptionsbekämpfung in Deutschland - Deutschland - FOCUS Online - Nachrichten
Sicherlich gibt es bei uns auch Korruption,aber von den
Verhältnissen sind wir noch ein paar Jahre entfernt. - #61 24.01.2012 17:54 von
Hier handelt es sich nicht um ein Gesetz, dass nur die Leugnung des Völkermordes an den Armeniern unter Strafe stellt, sondern jeden Völkermord betrifft. Wer also der Meinung ist, so etwas sollte man nicht unter Strafe stellen, fordert natürlich auch Straffreiheit für die Leugnung anderer Völkermorden. Kann man machen, das ist Ansichtssache.
Wenn die Türkei aber unter Hinweis auf Meinungsfreiheit die Straffreiheit der Leugnung des Völkermordes an den Armeniern fordert, müsste sie logischerweise auch erlauben, dass in der Türkei von einem Völkermord an den Armeniern geredet werden darf und dies nicht verboten wird.
Im übrigen wird Sarkozy nicht wegen, sondern trotz dieses Konfliktes mit der Türkei die Wahlen verlieren. Und die neue französische Regierung wird das Gesetz nicht ändern, weil sie damit auch den Holocaust-Leugnern Straffreiheit zusichern müsste. Man kann der Türkei nur empfehlen, etwas cooler und lockerer zu werden - #62 24.01.2012 17:54 von
Klappe
Bitte nehmt die Türkei sofort in die EU auf, lasst sie alle anderen EU-Mitglieder beleidigen, sie verachten und sich selbst als einzigen und allwissenden Heilbringer verehren!
Sorry, das ist natürlich in keiner Weise auf die gesamte Bevölkerung gemünzt, aber auf alle, die hinter dem türkischen Diktator stehen. - #63 24.01.2012 17:57 von
Und (je nach Schätzung) ~ 4 Mio. Moslems, die Erdogan mit seinem Spökes zu beeinflussen versucht.
Im Vergleich wohl eher nicht.
Davon ab bindet Erdokhan auch Wähler in seiner Heimat.
Genau das, was er anderen vorwirft:
"Innenpolitisch kann ihm das französische Vorgehen nur nutzen. Seine harschen Worte in Richtung Paris werden in der Türkei bis auf eine kleine Gruppe von linken und linksliberalen Intellektuellen weitgehend geteilt. Verglichen mit dem Vorsitzenden der rechtsnationalistischen MHP, Devlet Bahçeli, äußert sich der Ministerpräsident sogar gemäßigt." - #64 24.01.2012 17:59 von
- #65 24.01.2012 18:02 von
- #66 24.01.2012 18:08 von
- #67 24.01.2012 18:10 von
Genozid oder nicht?
Diese Behauptung ist jetzt wirklich vermessen.
Die UN-Völkerrecht-Konvention definiert Völkermord in Artikel II als „eine der folgenden Handlungen, begangen in der Absicht, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören:
a) das Töten von Angehörigen der Gruppe
b) das Zufügen von schweren körperlichen oder seelischen Schäden bei Angehörigen der Gruppe
c) die absichtliche Unterwerfung unter Lebensbedingungen, die auf die völlige oder teilweise physische Zerstörung der Gruppe abzielen
d) die Anordnung von Maßnahmen zur Geburtenverhinderung
e) die gewaltsame Überführung von Kindern der Gruppe in eine andere Gruppe“
Das bedeutet, a-e) muss erfüllt sein, wenn die Absicht, eine der genannten Gruppen ganz oder teilweise zu zerstören vorhanden ist. Das war ja wohl bei der Judenvernichtung ganz klar und bewiesenermaßen der Fall.
Nimmt man die UN-Konvention als Maßstab, dann sind die Atombombenabwürfe über Japan 1945 ebenso klar nicht als Genozid zu werten, jedoch die Greueltaten der Türken an den Armeniern. Jedenfalls sieht letzteres die Mehrheit der Geschichtswissenschaftler so. - #68 24.01.2012 18:13 von
Westliche Verlogenheit
Es ist schon richtig, dass es damals ein Massaker an den Armeniern gab. Aber das Gesetz ueber den Voelkermord in Frankreich hat eine zusaetzliche Dimension, die provoziert und die ungerecht ist. Wie wuerde man in Deutschland darauf reagieren, wenn Israel oder Polen ein aehnliches Voelkermord-Gesetz gegen Deutschland verabschieden wuerde. Dabei hat Deutschland mehr Polen und mehr Juden im zweiten Weltkrieg umgebracht als die Tuerken Armenier. Franzosen haben inm 19-ten Jahrhundert die Bevoelkerung auf Haiti massakriert. Es ist typisch fuer den Westen: die groessten Voelkermorde zu begehen, und erste zu sein, die anderen als Barbaren darzustellen.
- #69 24.01.2012 18:14 von
was ist daran falsch? Haben Sie an den schieren Fakten etwas auszusetzen?
unbestritten - und?Es gab damals so etwas wie Genfer Konventionen oder die
Ächtung wenn Zivilisten unter dem Kriegsgeschehen verletzt
oder gar zu Tode kommen.
ich zweifle an Ihrer Lesekompetenz. Es geht in meinem Post um die Frage, ob es sich bei den Bombenwürfen um einen "Genozid" gehandelt habe, das ist ein Begriff aus dem Völkerrecht mit definierten Inhalten, auf die ich hingewiesen habe. WENN Sie schon auf die Nürnberger Prozesse abstellen, sollten Sie zumindest DAS berücksichten. Oder überfordert Sie das?Dinge die schließlich auch mitunter die Basis der Nürnberger
Urteile darstellte.
Und darüberhinaus wurde in den Nürnberger Prozessen NICHT über die bedauerlichen Folgen kriegsnotwendiger Handlungen gerichtet, sondern über darüber hinausgehende Verbrechen. Die Genfer Konventionen ächten nämlich nicht den Krieg als solchen, sondern setzen ihm "Regeln", vor allem zum Schutz der Zivilbevölkerung (aber nicht nur!). Denken Sie, daß Sie den Unterschied verstehen?
hat das jemand in Abrede gestellt? Es mag unter die Rubrik von "Kriegsverbrechen" fallen, das will ich nicht beurteilen, aber mit "Genozid" hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun.Sie können versuchen es zu begründen wie Sie wollen.Tatsache
ist und bleibt das man wohlwissentlich hauptsächlich mit dieser
Atombombe Zivilisten getötet hat,und nicht gerade aus Versehen.
Es hat ohne Frage tausenden von G.I.s das Leben gerettet,aber
dafür hunderttausenden Zivilisten.
Nein. Wenn Sie hier mit juristischen Begriffen um sich schmeißen, sollten Sie sich um Verständnis des Inhalts und korrekte Anwendung bemühen. Eine moralische Ächtung, und das ist doch wohl Ihr eigentliches Anliegen, kommt ohne aus.Ob Genozid,Holocaust,Massaker,verhungern oder verdursten lassen,
mit ansteckenden Krankheiten ausrotten oder zu Tode arbeiten,alles
das gleiche.
Ihr Problem besteht darin, Fakten, historische Tatsachen, mit moralischer Wertung zu vermischen, dabei kommt stets nur Unfug heraus. Gerade, daß Sie mir nicht unterstellen, wegen der Klärung des Begriffs Genozid und seine Nichtanwendbarkeit auf die Bombenabwürfe diese zu bestreiten. Aber da können Sie ja noch nachlegen.
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