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Arme Akademiker: Frau Lehrerin hat ein Loch im Schuh!

Bildung zahlt sich nicht aus: Obwohl sie jahrelang studiert haben, verdienen Dozenten an Sprachinstituten und Volkshochschulen oft weniger als Hilfskräfte auf dem Bau. Viele arbeiten nah am Sozialbetrug. Schuld sind die magere staatliche Förderung, das Rentenversicherungsgesetz - und die Liebe zum Job.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...774265,00.html
  1. #180

    Honorarübersicht DozentInnen

    Der Artikel zeigt plastisch, wie dramatisch die Einkommenssituation für selbstständige Lehrkräfte und DozentInnen ist. Wer hier konkrete Beispiele lesen (und am besten auch eintragen) will, findet eine Honorardatenbank für den Bildungsbereich unter http://www.mediafon.net/empfehlungen...e_bildung.php3
    Dort gibt es auch einen Link zur Auswertung dieser Datenbank.
  2. #181

    Der Witz an der Geschichte....

    Zitat von LimaFox Beitrag anzeigen
    Gerade unter den Akademikern, die ein geisteswissenschaftliches Studium absolviert haben gibt es viele Arbeitslose oder sehr gering bezahlte Beschäftigte.

    Leider sind diese Personen.....
    Argumente wie Ihre sind ja geläufig und verbreitet. Allerdings ein grandioser Trugschluss. Denn ist es tatsächlich so, dass "produktivere" Tätigkeiten im Sinne von Produktion von Gütern besser bezahlt werden?
    Ich frage Sie und alle hier ganz konkret, ist es so?
    So weit ich weiss ist die meisste Produktion nach China ausgelagert, selbst die Ingenieure werden nach China geschickt.
    Landwirtschaftliche Produktion ist ungefähr genauso gewinnbringend wie ein Hobby wenn man nicht gerade als Großbauer ganze Bundesländer beackert.

    Banken verdienen sich dumm und dämlich, aber was Bitte produzieren die ausser Computerdaten und Papier und heisse Luft??

    Und produzieren Lehrer nicht Bildung an Kindern, was wiederum ungeheuer wichtig ist für das Land und dessen Zukunft?

    Ausserdem kann ja wohl bitte jeder für sich entscheiden, was ihm wichtig ist im Leben. Es gibt Menschen, die machen jeden Dreck, denen geht es aber eher darum ein schönes Familienleben zu haben. Und andere möchten sich halt in irgendwelchen Fächern verwirklichen, die von manchen gerne als brotlos bezeichnet werden.

    Aber woher will man das wissen?? Ausserdem ist ein Uni-Studium nicht zu vergleichen mit einer Berufsausbildung (selbst mit diesem unsäglichen optimierten Bachelor-Quatsch nicht), wodurch ein Abschluss die Möglichkeiten nicht einschränkt sondern erweitert.

    Also, wer produziert nun mehr? Ein Banker, der Aktien kauft und Verkauft oder eine Lehrerin, die Kindern rechnen und lesen beibringt?
  3. #182

    Bitte

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Zwei Sachen:

    1. Meine (ex) Klassenkameradinnen sind Frauen. Ich sehe da keinen Widerspruch.

    2. Das zweite Zitat ist nicht von mir.
    schildern Sie mir Ihr Leseproblem, vielleicht kann ich Ihnen dann helfen, dass Sie es auch verstehen.
    SIE haben aber die Aussage zitiert (nicht selber von sich gegeben - hatte ich auch nie behauptet).
  4. #183

    Meine Sicht

    Zitat von mr_supersonic Beitrag anzeigen
    Allerdings ein grandioser Trugschluss. Denn ist es tatsächlich so, dass "produktivere" Tätigkeiten im Sinne von Produktion von Gütern besser bezahlt werden? Ich frage Sie und alle hier ganz konkret, ist es so?
    Ja!
    Der Prozess -Ing. bekommt mehr Geld, als ein Lehrer.
    Zitat von mr_supersonic Beitrag anzeigen
    So weit ich weiss ist die meisste Produktion nach China ausgelagert, selbst die Ingenieure werden nach China geschickt.
    Dann ist dieses Wissen falsch.
    Welche Produktion ist denn gemeint?
    Kleidung?
    Ausland...

    Maschinenbau?
    Inland...

    Und welche Ing. werden denn ins Ausland geschickt?
    Bei Inbetriebnehmern ist es wohl zwingend, dass die die Maschine Vorort in Betrieb nehmen...


    Zitat von mr_supersonic Beitrag anzeigen
    Ausserdem kann ja wohl bitte jeder für sich entscheiden, was ihm wichtig ist im Leben. Es gibt Menschen, die machen jeden Dreck, denen geht es aber eher darum ein schönes Familienleben zu haben. Und andere möchten sich halt in irgendwelchen Fächern verwirklichen, die von manchen gerne als brotlos bezeichnet werden.
    Richtig.
    Aber wieso beschweren die sich dann?
  5. #184

    Meine Sicht

    Zitat von mr_supersonic Beitrag anzeigen
    Allerdings ein grandioser Trugschluss. Denn ist es tatsächlich so, dass "produktivere" Tätigkeiten im Sinne von Produktion von Gütern besser bezahlt werden? Ich frage Sie und alle hier ganz konkret, ist es so?
    Ja!
    Der Prozess -Ing. bekommt mehr Geld, als ein Lehrer.
    Zitat von mr_supersonic Beitrag anzeigen
    So weit ich weiss ist die meisste Produktion nach China ausgelagert, selbst die Ingenieure werden nach China geschickt.
    Dann ist dieses Wissen falsch.
    Welche Produktion ist denn gemeint?
    Kleidung?
    Ausland...

    Maschinenbau?
    Inland...

    Und welche Ing. werden denn ins Ausland geschickt?
    Bei Inbetriebnehmern ist es wohl zwingend, dass die die Maschine Vorort in Betrieb nehmen...


    Zitat von mr_supersonic Beitrag anzeigen
    Ausserdem kann ja wohl bitte jeder für sich entscheiden, was ihm wichtig ist im Leben. Es gibt Menschen, die machen jeden Dreck, denen geht es aber eher darum ein schönes Familienleben zu haben. Und andere möchten sich halt in irgendwelchen Fächern verwirklichen, die von manchen gerne als brotlos bezeichnet werden.
    Richtig.
    Aber wieso beschweren die sich dann?
  6. #185

    Arme Akademiker

    Neben geringen Stundenlohn hat mein Auftraggeber auch noch eine ganz andere nette Masche. Die Arbeit wird so verdichtet, dass sie objektiv gar nicht zu schaffen ist. Dies wird dann als Unfähigkeit des Mitarbeiters dargestellt. Das System baut darauf, dass die Kollegen diverse Stunden im Monat umsonst arbeiten. Es ist auch nicht zu verstehen, dass die Arbeitsagenturen nicht einmal überprüfen welche Kollegen in den Maßnahme wie oft krank sind und Urlaub haben und wer dann eigentlich die Arbeit erledigt. Hier kommt man so auf deutlich mehr als auf einen 12 Stunden Arbeitstag. Zwar wird ein Honorar zwischen 16 und 18 Euro gezahlt für 8 Stunden gezahlt. Wenn man das aber mit der tatsächlichen Arbeitszeit umrechnet, dann landet man auch nur bei einem Stundensatz von 10 bis 12 Euro und dieser Stundensatz ist wohlgemerkt Brutto !!!!, denn Vorsorgeleistungen müssen hiervon auch erbracht werden.

    Die Geschäftsführung und die Führungskräfte schaufeln sich die Taschen voll und drücken die Dozenten immer mehr. Aber wer es mit sich machen läßt hat es wohl auch nicht besser verdient.

    Übrigens, in der Führung der Arbeitsagentur sitzen auch Vertreter der Gewerkschaften, nicht nur der Arbeitgeberverbände
  7. #186

    Kv

    Zitat von noatron Beitrag anzeigen
    Wir Kinder gingen auf die Realschule, mein Bruder wurde Ver-und Entsorgungsmeister und ich Unternehmerin mit 52 Mitarbeitern. Habe auf dem 2. Bildungsweg Kunst studiert, nachdem ich mir das Geld dafür selbst verdient hatte. Und ja es war ein Kampf, aber kämpfen sollte man schon können, das bringen sie einem in gar keinem Studiengang bei.
    Gratuliere, im Grunde haben Sie alles richtig gemacht. All die Akademikerinnen die hier laut aufjammern haben dagegen offenbar die Vorstellung, selbst der absurdeste Orchideen-Studiengang müsse zu einer Verbeamtung führen. Aber genau solche TraumtänzerInnen können wir uns nicht mehr leisten.

    Übrigens, müssen Sie auch 200 Euro KV bezahlen? Echt schlimm, was der Staat Akademikern so alles zumutet!
  8. #187

    Die Lohn- und Preisdrückerei muß enden

    Zitat von Meta Beitrag anzeigen
    Die Rentenversicherung ist Schuld. Aha. Interessanter Ansatz. Ich hätte ja auf die allgemeine Lohn- und Preisdrückerei getippt.
    Die Rentenversicherung hat die KSK geschaffen. Viele wissen gar nicht, dass sie berechtigt wären über die KSK versichert zu sein.

    Ein Mindeststundensatz von 10 EUR muß her!

    Für 15 EUR/Std. kann keiner selbständig tätig sein. Nach Abzug der Ausgaben verbleiben doch nur etwa 5 EUR /Std.
  9. #188

    Eure Jammerei ist für die Müllabfuhr..

    Zitat von jane Beitrag anzeigen
    Im Semester, nicht pro Monat. Man bekommt 23-26 Euro pro Stunde, aber nur für die zwei Stunden pro Woche, die man unterrichtet. Ein Handwerker kostet nicht unter 30 Euro die Stunde; als Lehrkraft sollte man dafür promoviert sein.
    Was glauben Sie wohl, wie viele Handwerker heute für 5 Euro die Stunde arbeiten müssen?

    Ich finde es im Spiegel-Artikel und auch in dieser Diskussion geradezu obszön weltfremd, daß einige Akademikerinnen hier meinen, jeder noch so unnütze Studienabschluß müsse dann hinterher in ein lebenslang vom Steuerzahler finanziertes Beamtenverhältnis münden.

    Jeder Arbeitnehmer ist vom Gesetz her verpflichtet, jede Arbeit anzunehmen um für seinen Lebensunterhalt zu sorgen, bevor irgendeine staatliche Alimentierung fließt. Ich wüßte nicht, daß Akademiker einen Anspruch auf ein Beamtenverhältnis gepachtet hätten, während Millionen Menschen in Deutschland - die meisten davon ebenso mit beruflicher Ausbildung - keinen Job haben.

    In den USA verdienen Lehrer unter Umständen weniger als Müllmänner - und das ist nur gerecht, denn für die eklige Drecksarbeit finden sich schwieriger Leute als für den Morgens-hab-ich-Recht-und Mittags-hab-ich-frei-Job in der warmen Grundschulklasse.

    Also liebe Ägyptologinnen und Soziologinnen: Wenn Ihr tatsächlich Arbeiten wollt (was ich Euch nicht wirklich abnehme), schaut mal bei der Bundeswehr, im freiwilligen Dienst, bei der Müllabfuhr, oder saisonal beim Spargelstechen. Ist gesund an der frischen Luft und ein wenig Praxis im richtigen Leben kann nicht schaden.


    .
  10. #189

    ganz schön eingleisig, die dampflok

    [QUOTE=Dampflok;8333841]Was glauben Sie wohl, wie viele Handwerker heute für 5 Euro die Stunde arbeiten müssen?
    .......
    Also liebe Ägyptologinnen und Soziologinnen: Wenn Ihr tatsächlich Arbeiten wollt (was ich Euch nicht wirklich abnehme), schaut mal bei der Bundeswehr, im freiwilligen Dienst, bei der Müllabfuhr, oder saisonal beim Spargelstechen. Ist gesund an der frischen Luft und ein wenig Praxis im richtigen Leben kann nicht schaden.

    Liebe Dampflok,
    Sie sollten zusehen, nicht auf dem Abstellgleis zu landen, denn Ihr Beitrag ist nicht sehr reflektiert. Es geht doch nicht um Beamtenverhältnisse, sondern darum, dass Leute nicht nur nicht ihrer Ausbildung entsprechend bezahlt werden, sondern für Ihren Einsatz und Idealismus bis ins Alter bestraft werden. Diese Eigenschaften tragen unser System, oder glauben Sie, dass sonst noch irgendjemand in die Alten- oder Krankenpflege gehen würde?
    Sie sind auch voller Vorurteile, denn man muss gerade in Orchideenfächern vollen Einsatz bringen, weil die Konkurrenz so hoch ist und die Arbeitsfelder knapp. Wer in einem solchen Bereich tätig ist, hat den Großteil seines Beruflebens sogar für weniger als 5 Euro mit vollem Einsatz gearbeitet.
    Aber vielleicht wäre es Ihnen ja lieber, man würde diesen ganzen geisteswissenschaftlichen Quatsch abschaffen, am besten, um Spargel zu stechen. Ganz schön eingleisig!


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