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Ariane Friedrichs Selbstjustiz: Der Spießrutenlauf

DPAAriane Friedrich hat den Namen und Wohnort eines Mannes bekannt gegeben, der ihr eine obszöne Mail geschickt haben soll. Mit der Veröffentlichung will sie sich aus der Opfer-Rolle befreien. Fraglich, ob ihr das so gelingt.

http://www.spiegel.de/panorama/leute...829286,00.html
  1. #70

    Zitat von horstschmitzberger Beitrag anzeigen
    Wer jemanden stalkt ist ein Verbrecher, viel zu oft kommen solche Scheißkerle mit nem Klapps auf die Finger davon, während die Opfer jahrelang traumatisiert sind, ihre Heimat aufgeben müßen und anonym in Angst in ner Großstadt untertauchen..
    In diesem Fall geht es aber nicht um einen Stalker.

    Zitat von horstschmitzberger Beitrag anzeigen
    Der Arsch ist noch sehr gut weggekommen und soziale Ächtung für sein tun ist ne sehr angemessene Strafe, da braucht es nicht immer den Profijuristen, wenn die auch gerne mit allem zwischenmenschlichen Geld verdienen.
    Und der garantiert unschuldige Arsch mit dem gleichen Namen? Ist es für den auch angemessen? Vielleicht braucht der jetzt eine "Profijuristen".

    Zitat von horstschmitzberger Beitrag anzeigen
    Sich selber helfen ist jederfraus/manns Recht und sollte nicht durch dümmlich Rechtsstaatlichkeitshinweise von Forenschreibern die sich hinter Porno Pseudonymen verstecken angegeifert werden
    Sich selber helfen und möglicherweise Unschuldigen die Existenz ruinieren? Was ist wenn Sie mal dieser Unschuldige sind? Dann pochen Sie auf den "dümmlichen" Rechtsstaat.
  2. #71

    Zitat von centifolia Beitrag anzeigen
    Sie hat keine Selbstjustiz verübt; sie hat auch nicht zu Selbstjustiz aufgerufen. Sie hat im Gegenteil geschrieben, dass sie den rechtsstaatlichen Weg einschlagen wird (Anzeige). Ansonsten hat sie dem Betreffenden rein gar nichts angetan. Weshalb also wird ihr die (potenzielle) Verantwortung geschwind schon mal vorab und prophylaktisch in die Schuhe geschoben für den Fall, dass sich ein (potenzieller) Lynchmob vor der Tür eines oder mehrerer (zu Recht oder Unrecht verdächtigter) Herren dieses Namens einfinden sollte? Sollte sich tatsächlich jemand in der Folge des Facebook-Eintrags von Frau Friedrichs bemüßigt fühlen, das Recht selbst in die Hand zu nehmen, dann trägt dieser Mensch die Verantwortung, nicht sie. Der Vergleich mit Emden hinkt vorne und hinten - dort wurde sehr wohl eindeutig zu Selbstjustiz aufgefordert, hier in keiner Weise.

    Meinen Respekt hat sie. Öffentlichkeit schaffen ist das Beste, womit man solchen unangenehmen Zeitgenossen Paroli bieten kann.
    Sie hat als ausgebildete Polizistin, die Vorgehensweise kennend, gegen geltendes Recht verstoßen. Dies ist ihr zuzugestehen. Allerdings trägt sie auch die Konsequenzen ihres Handelns.

    Sollte beispielsweise aufgrund ihrer falschen Anschuldigungen ein Unschuldiger zu Schaden kommen, hat sie diesem einen Ausgleich zukommen zu lassen, wenn dieser dahingehend Ansprüche erhebt.

    Beschuldigen können sie jeden in Deutschland. Je nach Ausgang des Verfahrens haben sie aber die unterschiedlichsten Konsequenzen zu tragen.
  3. #72

    hier wird vielleicht eine Haarspalterei betrieben. Der Beruf der Betroffenen hin und her, die Echtheit des Namens des Verursachers hin und her...
    Frau Friedrich hat das einzig richtige getan und hier einen exzeptionellen Mut bewiesen,der nur bewundert werden kann. Man fragt sich allen Ernstes, warum nicht jeder, der schon etwas ähnliches erlebt hat, sich mit derselben Entschlossenheit gewehrt hat. Hier noch Partei zu ergreifen für den "armen" nun blossgestellten Täter, grenzt schon an Perversion.
  4. #73

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    ...denn Sie sagen nichts anderes, als das Frau Friedrich sich nicht wehren darf. Und sie machen den Täter zum Opfer, das ist lächerlich!

    Komisch, dass ich im Internet immer damit rechnen muss, dass jemand einen falschen Namen benutzt. Nein, das muss ich nicht! Gerade bei Facebook kann ich mir sicher sein, dass ich den richtigen Namen vorfinde... machen die nicht sogar Werbung damit... LOL

    Übrigens, wer lesen kann ist im Vorteil, oder wissen Sie mehr: "Friedrichs Trainer und Manager, Günter Eisinger, sagt, man habe inzwischen Klage bei der Staatsanwaltschaft eingereicht."
    Nicknapping und Identitätsdiebstahl sind eine der "Boombranchen" online.

    "Klage einreichen" kann man in Übrigen nicht bei StA, das nennt sich "Anzeige erstatten", Klagen muss man privat.
    Aber egal, praktisch wird das so abgelaufen sein, das man mit der Mail etc. dahin gegangen ist und Anzeige wegen "aller in Betracht kommenden Straftatbestände" erstattet hat.

    Wenn es dann aber der Falsche war und schon ein Misserfolg bei der Aufklärung kann dafür reichen, kann der Schuss GEWALTIG nach hinten losgehen... und das ist dann das Risiko. Denn dann hat sie sich eben nicht nur gewehrt sondern gegen einen Unbeteiligten einen Angriff, "Rufmord" (auch kein Rechtsbegriff, da gibt es einen Strauss von Paragraphen), begangen.
  5. #74

    Ich kann als Psychiater und Psychoanalytiker Frau Friedrich zu ihrem Verhalten nur gratulieren. Jeder Patientin, der so etwas passiert wie ihr, würde ich ihren Schritt empfehlen und sie ohne jede Frage darin unterstützen, notfalls auch öffentlich.
    Wer die Möglichkeiten des Internet in so übler Form benutzt, hat nachher auch die Folgen zu tragen. Ich finde den Schritt von Frau Friedrich bewundernswert und vorbildhaft.
  6. #75

    sie hat es richtig gemacht

    [QUOTE=sysop;10069908]Ariane Friedrich hat den Namen und Wohnort eines Mannes bekannt gegeben, der ihr eine obszöne Mail geschickt haben soll. Mit der Veröffentlichung will sie sich aus der Opfer-Rolle befreien. Fraglich, ob ihr das so gelingt.

    [url]http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,829286,00.html[/urlwwenn adriane friedrich's handlung rechtlich falsch ist, dann muessen wir unser rechtsystem aendern. sie ist ohne grund angegriffen worden, wenn sie den angreifer oeffentlich macht ist das ein hilfeschrei. die deutsche justitz hat beim opferschutz schon immer versagt .. es ist an der zeit das zu aendern. es wird der tag kommen wo ein lauter hilferuf verboten wird, weil die persoenlichkeitsrechte des angreifers geschuetzt werden muessen..
  7. #76

    Der richtige Schritt ?

    Zitat von PsyDyn Beitrag anzeigen
    Ich kann als Psychiater und Psychoanalytiker Frau Friedrich zu ihrem Verhalten nur gratulieren. Jeder Patientin, der so etwas passiert wie ihr, würde ich ihren Schritt empfehlen und sie ohne jede Frage darin unterstützen, notfalls auch öffentlich.
    Wer die Möglichkeiten des Internet in so übler Form benutzt, hat nachher auch die Folgen zu tragen. Ich finde den Schritt von Frau Friedrich bewundernswert und vorbildhaft.
    Was raten sie demjenigen, der vielleicht unschuldig mit dem gleichen Namen ausgestattet, nun Probleme in der Familie, im Beruf, oder sonst wo bekommt.

    Auf ihre sicherlich höchst psychoanalytische Antwort wartend, ein zu unrecht Beschuldigter.
  8. #77

    ...

    Tja, der Mann, der solche Mails schreibt, ist ein Idiot und gehört durchaus angezeigt. Aber deswegen muß man ihn nicht an den Pranger stellen, schon gar nicht als Polizistin. Ich frage mich sowieso, warum es diese Privilegierung von Sportlern gibt, bei der Polizei oder Bundeswehr? Aber das ist ein anderes Thema. Interessant wäre andererseits, ob es nicht einfach eine sinnlose Aktion war. So, als ob ich meinen Spamordner durchgehe und jeden Spammer veröffentliche. Vielleicht ignoriert man einfach alle Mails, die von Absendern kommen, die man nicht kennt? Ist auch die sicherere Alternative. Vor allem bei Facebook mit seinen Millionen Pseudofreunden. Mal ehrlich, was erwartet eine bekannte Sportlerin denn, wer sich da alles meldet? 10 bis 20 % Spinner sind bei solchen halböffentlichen Foren doch immer dabei. Und die einzige Währung, auf die solche Leute abgehen, ist Aufmerksamkeit. Das ist das letzte, was man denen geben sollte. Mal ganz davon abgesehen, daß es wohl mehrere Leute mit dem Namen gibt und auch mehrere Orte und daß im Zweifel noch nicht mal sicher ist, daß der Accountinhaber selbst solche Mails verschickt, wenn das Postfach entsprechend missbraucht wird.
  9. #78

    Zitat von PsyDyn Beitrag anzeigen
    Ich kann als Psychiater und Psychoanalytiker Frau Friedrich zu ihrem Verhalten nur gratulieren. Jeder Patientin, der so etwas passiert wie ihr, würde ich ihren Schritt empfehlen und sie ohne jede Frage darin unterstützen, notfalls auch öffentlich.
    Wer die Möglichkeiten des Internet in so übler Form benutzt, hat nachher auch die Folgen zu tragen. Ich finde den Schritt von Frau Friedrich bewundernswert und vorbildhaft.
    Als "Psychiater" und "Psychoanalytiker" empfehlen Sie, potentiell unschuldige Menschen fertigzumachen? Menschen die vielleicht Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden sind oder die zufällig den gleichen Namen haben, wie ein mutmaßlicher Täter? Per Internetpranger möglicherweise deren Existenz zu ruinieren?
    Frau Friedrich nutzt das Internet in übler Form. Als Polizistin sollte sie klüger handeln.
  10. #79

    Wieso durfte sie das nicht machen (jetzt von Rechts wegen)?

    Meiner Meinung nach haben Täter auch Rechte, aber sie sind Täter und sollten die Konsequenzen Ihrer Vergehen tragen. Hier wurde der Betreffende namentlich genannt. Na und? (Wieder Rechtsfrage?) Wie soll man sich denn effektiv dagegen wehren? Jedes Mal die unterbesetzte Polizei (von Polizeibeamten jedenfalls so behauptet) in Anspruch nehmen, mit dem Ergebnis, dass sich ganz, ganz, ganz vielleicht in fünf Jahren ein ordentliches Gericht damit befasst?








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