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Ariane Friedrichs Selbstjustiz: Der Spießrutenlauf

DPAAriane Friedrich hat den Namen und Wohnort eines Mannes bekannt gegeben, der ihr eine obszöne Mail geschickt haben soll. Mit der Veröffentlichung will sie sich aus der Opfer-Rolle befreien. Fraglich, ob ihr das so gelingt.

http://www.spiegel.de/panorama/leute...829286,00.html
  1. #240

    Oha

    Zitat von raven_wolf Beitrag anzeigen
    die Gerichte sollten schneller handeln.
    dafür brauchen wir mehr Beamte in der Justiz und dann sind sie der Erste der schreit... :-)
  2. #241

    Skandal

    ...sie hätte ja wohl warten können bis die Polizei etwas tut, NACHDEM der Täter sie trotz Vorwarnung erwürgt hat.
  3. #242

    Quo vadis?

    Zitat von SpieFo Beitrag anzeigen

    So erschreckend das alles ist, es zeigt eines auf:
    Das Rechtssystem hat für einige Sachverhalte keine Lösungen,
    so z.B. bei Stalking/Mobbing/Drohungen.
    Das rechtssystem hat keine Lösung???
    Sehr wohl - was fehlt ist die wahrnehmung dieser Straftaten als das was sie sind zum einen. Und zum anderen an der entsprechenden Verfolgung.
    D.h. zum einen brauchen wir ein besseres Bewusstsein in der Bevölkerung hierzu. zum anderen wird in dieser Richtung auch von der Exekutiven mehr Zeit aufgebraucht wenn es eben vermehrt ein Thema wird...also das öffentliche Interesse größer ist und damit der Druck steigt.

    nur ist ein Thema wie z.B. Mobbing sehr schwer nachweisbar und der Grundsatz der Unschuldsvermutung ist IMMER gegeben. Das machts eben schwer. Also wo wollen sie hin? Zum Denunziantentum ?
    Bitte nicht mehr ins Mittelalter!
  4. #243

    Mit zunehmenden Wohlstand ab der späten 50-er Jahre
    nahmen auch auch die Anträge von Telefonschhlüssen zu.
    Begleiterscheinungen war es, dass ab den 70-er Jahren ein Anstieg von Straftaten zu verzeichen war, die mit der Benutzung des Telefonan-schlusses in Verbindung standen, wie
    sexistische Anrufe, auch bei Kindern, Bombendrohungen, Mißbrauch
    von Norrufeinrichtungen, Betrugsdelikte usw.
    Der Gesetzgeber hat durch Strafgesetze darauf reagiert.
    Heute haben wir das Internet.
    Der Gesetzgeber ist dringend gefordert, die Gesetzeslage Straftatbestände auf die Möglichkeit auszuweiten oder neu auszustalten, die heute durch die Nutzung des Internet möglich sind.

    Früher stand ein notorischer Exobinist vor dem Schwesternhaus und erschreckte die Schwesternschülerinnen, indem er den Mantel öffnete und an seinem Glied spielte.
    Heute verschickt er Bilder unter einem Fake.
    Der Tatbestand des § 183 StGB ist nicht nachweisbar.
    Freitheit ist ein hohes Gut.
    Wir müssen aber nicht alles tolerieren, was uns das Internet anbietet-
    Der Gesetzgeber muss handeln.
    Die Onlineportale müssen mehr überprüfen, ob die Beiträge nicht gegen Straftaten verstoßen und weniger ob sie auf der Linie der Forenbetreiber liegen.
  5. #244

    Zitat von Whitejack Beitrag anzeigen
    Ja, sie ist falsch. Es kommt auf den Inhalt des Briefes an.

    Beispiel: In einem Brief gesteht Ihnen einer Ihrer Freunde, dass er schwer krank ist. Leukämie.
    Sie gehen nun auf Facebook und posten den Brief samt Namen und Adresse und sagen: "Hilfe, XY ist schwer krank. Bitte denkt daran, eine Knochenmarkspende kann Leben retten!"
    Obwohl Sie es in diesem .....
    Damit hier Klarheit besteht, ich stelle diesen Brief kommentarlos ins Netz und nichts anderes.
    Wer mir etwas mitteilt, ohne eine Anweisung auf Vertraulichkeit, muss immer damit rechnen, dass auch die Nachbarschaft es von mir erfährt und die Nachbarschaft ist nun mal das Netz, oder etwa nicht.
  6. #245

    Zitat von SpieFo Beitrag anzeigen
    So erschreckend das alles ist, es zeigt eines auf:
    Das Rechtssystem hat für einige Sachverhalte keine Lösungen,
    so z.B. bei Stalking/Mobbing/Drohungen.
    wie ich hört gibt es eine einrichtung namens "polizei" wo man wenn man von straftaten betroffen ist anzeige erstatten kann.
    womöglich hat frau friedrich -sie ist übrigens polizistin- davon ja noch nichts gehört.
  7. #246

    Zitat von ColynCF Beitrag anzeigen
    Haben Sie überhaupt die Diskussion verfolgt? NIEMAND bestreitet, dass diese Mail an die Frau herabwürdigend, sexuell belästigend und höchst peinlich für den Verfasser selbst ist. Es geht auch nicht darum, dass man sich dagegen nicht wehren darf. Nein, man soll es sogar. Aber die Frage ist: Wie?
    Und nochmal: Frau F. wußte überhaupt nicht, ob sie.....
    Um dieser Argumentation einmal zu folgen:
    selbst wenn der Mann selbst tatsächlich der Verfasser war. Und wenn er womöglich psychisch labil ist, dann weiß die Frau auch überhaupt nicht, welche Reaktionen sie mit der Bloßstellung bei dem Mann auslöst - im Schlimmsten Fall packt er eine Knarre und läuft Amok.

    Das kann natürlich auch auf jeden Kriminellen zutreffen und nach Ihrer Meinung muss man ihn dann schützen.
    Ich möchte Sie nur an den Täter in Norwegen erinnern, der hat auch unschuldige Eltern, aber wollen Sie den deswegen wirklich schützen?
  8. #247

    Zitat von deccpqcc Beitrag anzeigen
    wie ich hört gibt es eine einrichtung namens "polizei" wo man wenn man von straftaten betroffen ist anzeige erstatten kann.
    womöglich hat frau friedrich -sie ist übrigens polizistin- davon ja noch nichts gehört.
    Und die Polizei steht dann vor der gleichen Problematik, aus vielen möglichen Personen, den richtigen heraus zu suchen.
    Die Polizei wird dann, wie immer. eine Sonderkommision "Geschlecht" einrichten, denn sie hat ja sooo viele unbeschäftigte Beamte und der Täter lacht sich ins Fäustchen und übt schon mal für die nächste Mail.

    Sie haben sicher schon viel Erfahrung mit solchen Anzeigen gehabt.
  9. #248

    Zitat von ewspapst Beitrag anzeigen
    Und die Polizei steht dann vor der gleichen Problematik, aus vielen möglichen Personen, den richtigen heraus zu suchen.
    Die Polizei wird dann, wie immer. eine Sonderkommision "Geschlecht" einrichten, denn sie hat ja sooo viele unbeschäftigte Beamte und der Täter lacht sich ins Fäustchen und übt schon mal für die nächste Mail.

    Sie haben sicher schon viel Erfahrung mit solchen Anzeigen gehabt.
    lassen sie mich raten:

    anzeige bei der polizei zu erstatten erübrigt sich also (was ja auch frau friedrich gar nicht erst getan hat).
    man nimmt die dinge besser selbst in die hand.

    richtig so ?
  10. #249

    Haben sie immer noch nicht

    Zitat von deccpqcc Beitrag anzeigen
    wie ich hört gibt es eine einrichtung namens "polizei" wo man wenn man von straftaten betroffen ist anzeige erstatten kann.
    womöglich hat frau friedrich -sie ist übrigens polizistin- davon ja noch nichts gehört.
    begriffen, daß Frau F. als Privatperson gemoppt wurde.
    Sie hat die gleichen Bürgerrechte wie jede andere Frau auch.
    Sie ist Opfer und entscheidet selbst, ob sie Anzeige erstattet
    oder nicht.
    Eine verwaltigte Polizeibeamtin , kann keiner zu einer Anzeige zwingen, wenn die Tat nichts mit ihrem z.Z. anhängigen Aufgabenbereich zu tun hat.


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