Forum


 

Ariane Friedrichs Selbstjustiz: Der Spießrutenlauf

DPAAriane Friedrich hat den Namen und Wohnort eines Mannes bekannt gegeben, der ihr eine obszöne Mail geschickt haben soll. Mit der Veröffentlichung will sie sich aus der Opfer-Rolle befreien. Fraglich, ob ihr das so gelingt.

http://www.spiegel.de/panorama/leute...829286,00.html
  1. #10

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ariane Friedrich hat den Namen und Wohnort eines Mannes bekannt gegeben, der ihr eine obszöne Mail geschickt haben soll. Mit der Veröffentlichung will sie sich aus der Opfer-Rolle befreien. Fraglich, ob ihr das so gelingt.

    Ariane Friedrichs Selbstjustiz: Der Spießrutenlauf - SPIEGEL ONLINE
    Die Frau hat sich gut gehalten und zeigt zudem Courage. Keine Ahnung was Lafontaine plötzlich an Sarah Wagenknecht findet.
  2. #11

    find ich gut

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ariane Friedrich hat den Namen und Wohnort eines Mannes bekannt gegeben, der ihr eine obszöne Mail geschickt haben soll. Mit der Veröffentlichung will sie sich aus der Opfer-Rolle befreien. Fraglich, ob ihr das so gelingt.

    Ariane Friedrichs Selbstjustiz: Der Spießrutenlauf - SPIEGEL ONLINE
    Die Reaktion finde ich richtig, wenn alle Angaben stimmen. Sollte Frau Friedrich aber auf einem gefälschten Namen aufsitzen und diesen zu Unrecht bekannt geben, dann gelten ihr gegenüber die gleichen harten Maßstäbe.
  3. #12

    Zuviele John-Wayne-Filme gesehen? Obendrein Charles-Bronson-Fan? Das kann aber ganz, ganz böse ins Auge gehen! Und zwar ins eigene.

    Die Identität des Stalkers kann (1.) schlicht ein Fake sein - und (2.) kommen offensichtlich mehrere namensgleiche Personen in Frage.

    Will heißen: falsche Anschuldigung und ein heftiger Fall von Verleumdung, respektive "Rufmord" (nämlich in aller Öffentlichkeit).

    Damit wären wir mitten im StGB - und zwar im Bereich "Freiheitsstrafe nicht unter...".

    Die Dame ist Polizeischülerin gewesen? Amüsant....
  4. #13

    Wenn man angegriffen wird, darf man sich verteidigen...damals gehörte dies zu den Grundrechten eines Menschen... vorrausgesetzt man setzt halbwegs "verhältnismäßige" Mittel ein..Der erste Satz unseres Grundgesetzes ("die Würde des Menschen ist unantastbar") legetimiert daher sogar sich mit "körperlicher" Gewalt gegen "verbale" Attacken zu währen....Meines erachtens befand sich die Frau Friedrich einem Angriff ausgesetzt und hat sich verteidigt..meiner Meinung nach ohne die Verhältnismäßigkeit der Mittel zu ignorieren..

    ..Aber wir sind ja in Deutschland... hier gilt scheinbar Täterschutz vor Opferschutz....
  5. #14

    Es ist doch einem Betroffenen piepegal wie man solche Idioten nennt, ich würde solche Individuen einfach als psychisch gestört bezeichnen. Aber wieder einmal ruft eine sogenannte Expertin das oder die Opfer solcher Attacken zur Vernunft. Es ist mal wieder unsere verkehrte Welt die hier dargestellt wird, wiedereinmal kommen die Personen an den Pranger und die Täter gedeckt oder gepixelt....würde mir wünschen daß auch die " Experten " mal in ähnliche Situationen geraten und dann erfahren , ob Sie dann auch so cool reagieren und so schlaue Sprüche ablassen.
  6. #15

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ariane Friedrich hat den Namen und Wohnort eines Mannes bekannt gegeben, der ihr eine obszöne Mail geschickt haben soll. Mit der Veröffentlichung will sie sich aus der Opfer-Rolle befreien. Fraglich, ob ihr das so gelingt.

    Ariane Friedrichs Selbstjustiz: Der Spießrutenlauf - SPIEGEL ONLINE
    Ich warte darauf, dass überbesorgte BürgerInnen eine Webseite aufmachen, wo jeder Hinz und Kunz hyperventilierend eintragen kann, dass XY ein Stalker, Kinderschänder, Perverser, Kranker, Homosexueller oder sonst was, was dem kleinbürgerlichen Hirn nicht gefällt, ist.

    Kann mir dann schon vorstellen, dass da sowas steht wie "Thorsten Wagner aus Großstadt hat heute auffällig oft am Spielplatz gesessen - kann da mal jemand besuchen gehen?"

    Das wird in diesem Land noch böse enden, der durchschnittliche Mensch ist nicht reif genug für den Rechtsstaat, vielleicht brauchen wir wirklich einen König / Kaiser, der dem Grós der Leute Ansagen macht, wenn mal wieder Ausbrüche wie "Todesstrafe!!!111" kommen...
  7. #16

    hätte Ariane Friedrich im realen Leben das Recht zu einer Ohrfeige gegen den Beleidiger gehabt?

    Ja - meine ich. Wenn nicht jetzt, wann dann?

    Und wer sich seinen Account hacken lässt, muss die Konsequenzen tragen, ist nix anderes, als wenn mann mit Folgen rechnen muss, wenn man seine Brieftasche auf dem Tresen vergisst.
  8. #17

    Zitat von xfor Beitrag anzeigen
    ..Aber wir sind ja in Deutschland... hier gilt scheinbar Täterschutz vor Opferschutz....
    Immer derselbe Spruch.

    Wenn man also eine Tat begeht, ist man vogelfrei und verliert sämtliche Recht, genießt keinen staatlichen Schutz? Wollen sie solche Zustände? Und inwiefern wird Frau Friedrich nicht geschützt? Lebt sie derzeit in Angst und Schrecken, weil sie keinen staatlichen Schutz genießt? Sind Exekutive und Judikative außer Kraft gesetzt?
  9. #18

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Wenn es nicht der Mann mit diesem Namen und diesem Ort ist,
    dann kann er sich doch locker bei der Polizei nackig machen, damit
    sein Name sofort wieder reingewaschen wird.
    Warum macht er das nicht und warum wurde dann sein Name noch
    nicht rehabilitiert?
    Man muss seine Unschuld nicht beweisen, das sollte auch Ihnen bekannt sein. Und sollen jetzt alle Männer die auf die veröffentlichte Daten passen, und es sind ja mehrere, den von Ihnen vorgeschlagenen Weg gehen?

    Bis jetzt sehe ich nur einen Täter und zwar Frau F. und viele Foristen haben wieder mal Recht, über die Opfer spricht keiner.
  10. #19

    Ja, gegen Selbstjustiz...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ariane Friedrich hat den Namen und Wohnort eines Mannes bekannt gegeben, der ihr eine obszöne Mail geschickt haben soll. Mit der Veröffentlichung will sie sich aus der Opfer-Rolle befreien. Fraglich, ob ihr das so gelingt.

    Ariane Friedrichs Selbstjustiz: Der Spießrutenlauf - SPIEGEL ONLINE
    ...bin ich auch. Aber was Ariane Friedrich gemacht hat, war keine Selbstjustiz. Sie ist nicht zu dem Mann gefahren und hat ihm dort geschadet. Sie hat Anzeige erstattet und ihm damit der Justiz übergeben.
    Sie hat zudem lediglich den Namen des Mannes öffentlich gemacht, der sie belästigt hat. Völlig legitim! Wenn mich einer betrügt und ich ihn anzeige, darf ich doch darüber reden, auch öffentlich.

    Bravo, endlich wehrt sich jemand. Auch das Internet ist kein rechtfreier Raum!


TOP



TOP