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Ariane Friedrichs Selbstjustiz: Der Spießrutenlauf

DPAAriane Friedrich hat den Namen und Wohnort eines Mannes bekannt gegeben, der ihr eine obszöne Mail geschickt haben soll. Mit der Veröffentlichung will sie sich aus der Opfer-Rolle befreien. Fraglich, ob ihr das so gelingt.

http://www.spiegel.de/panorama/leute...829286,00.html
  1. #170

    Selbstjustiz gefällig?

    Zitat von jahiro Beitrag anzeigen
    ... das in allen Medien jetzt auf Fr. Friedrich herumgehackt wird, als ob es darum ging, ob sie sich schuldig gemacht hätte.

    Was wollen wir denn? Das wenn .....
    Oh man, wie kann man nur so engstirnig sein? Wie wäre es damit, wenn Sie erst den Artikel durchlesen und dann ihre unausgereiften Gedanken äußern würden.
    Stellen Sie sich mal vor, wenn Ihr Facebook Account gehackt würde (oder falls nicht vorhanden, einfach eins mit ihrem Namen eingerichtet würde), von dem aus dann Penisbilder an Fr.Friedrich geschickt werden. Dann würde jetzt Ihr Name in der Welt rumgeistern und Ihre Nachbarn würden Sie misstrauisch beäugen, obwohl Sie vollkommen unschuldig sind.
    Wir leben nun mal in einem Rechtsstaat, wofür wir gemeinhin sehr dankbar sind, und da gibt es nun mal eine Unschuldsvermutung und keine Selbstjustiz. Natürlich kann man Friedrichs Reaktion voll und ganz nachvollziehen, aber Sie hätte wenigstens den Namen weglassen können und stattdessen gehässig schreiben, dass eine Anzeige folgt. Den Angreifer hätte dies erreicht und kein Unschuldiger wäre zu Schaden gekommen.
  2. #171

    Zitat von spon-facebook-10000098199 Beitrag anzeigen
    Ein wundervolles Beispiel, wie ein Opfer von Web-Atacken, den Spieß umdreht und einen anderen Menschen, den vermeintlichen Täter, zum Opfer macht. Opfer haben scheinbar alle Rechte! Während Täter überhaupt keine Rechte haben!

    Nur, hierbei gibt es keine Grenze mehr zwischen Opfer und Täter.
    Schön gesagt!
  3. #172

    Wenn meiner Frau oder meiner Tochter...

    Zitat von deccpqcc Beitrag anzeigen
    man geht zur polizei und erstattet anzeige.

    falls die polizei den fall "liegenlässt" (was in der realen welt bei sexuellen belästungen über die wir hier reden nicht vorkommt) gibt es weitere .....
    ...jemand eine solche Mail schickt, dann kann es durchaus passieren, dass ich an der Adresse des Bilderschickers auftauche und wir uns mal ausführlich unterhalten. Wenn dabei rauskommt, dass der Account gehackt wurde, ist er bestimmt dankbar für die Info, zeigt das Ganze an und die Polizei ermittelt, ob das so stimmt.
    Und wenn er's war... naja, vielleicht ist so ein Outing doch gar nicht so schlimm
  4. #173
  5. #174

    Verständnis und kopfschütteln

    Auch mein erster Reflex war:

    Gut gemacht! - Endlich ein Opfer das sich wehrt und dass den Täter so richtig an den Eiern packt :)
    Doch nach einem Moment der Reflektion muss ich das revidieren

    Ich kann die Reaktion menschlich sehr gut nachvollziehen!
    Ich kann auch die Reaktion eines Vaters menschlich verstehen der einen Vergewaltiger oder Mörder im Gerichtsaal richtet - ich kann mich empathisch einfühlen
    ABER, dies darf NIEMALS dazu führen dass der rechtstaat gebeugt wird. Unser System ist feinfühlig genug solche Fälle zu puffern.
    gutheissen darf es Unrecht aber nie.

    Was in diesem Fall geschehen ist, gilt analog.
    Frau F. ist klar Geschädigt das steht außer Zweifel. Und ihre reaktion durchaus menschlich nachvollziehbar,
    Rechtlich allerdings nicht vereinbar wenn eine andere Person geschädigt wird. Und das ist hier nunmal möglich.
    Umso schwerer ist dieser fehler zu beurteilen, da Frau F. selbst Polizistin ist und gelernt haben müsste das Denken vor den Reflex zu stellen.
  6. #175

    Zitat von klowasser Beitrag anzeigen
    Immer derselbe Spruch.

    Wenn man also eine Tat begeht, ist man vogelfrei und verliert sämtliche Recht, genießt keinen staatlichen Schutz? Wollen sie solche Zustände? Und inwiefern wird Frau Friedrich nicht geschützt? Lebt sie derzeit in Angst und Schrecken, weil sie keinen staatlichen Schutz genießt? Sind Exekutive und Judikative außer Kraft gesetzt?
    Wer oder was zwingt einen, solche Taten zu begehen?
  7. #176

    Moment

    Zitat von loncaros Beitrag anzeigen
    Nein, sie hat eine Nachricht veröffentlicht, die ihr unter einem Namen zugekommen ist. Ob es tatsächlich diese Person geschrieben hat weiß sie nicht, weiß niemand und es gibt mehrere Möglichkeiten, dass es die falsche Person ist.

    Was ist daran so schwer zu verstehen?
    MOMENT einmal
    Erstens:
    Wenn jemand unter meiner ID illegale Downloads abzieht, kommen die Abmahner juristisch korrekt zu mir und ich muss zahlen, außer ICH kann beweisen das ich gehackt wurde.
    Da gilt auch nicht die Unschuldsvermutung, bzw. es gilt als Beweis, das ich es war, weil es mein Account war. Wieso sollte das in dem Fall jetzt plötzlich anders sein ? Kein Gleichbehandlungsgrundsatz ?

    Also erst einmal liegt ja der Beweis vor, von welchem Account gesendet wurde. Damit ist das ein Beweis gegen den Inhaber desselben.
    Zweitens:
    Was passiert denn wenn ich eine Anzeige wegen eines solchen Briefes stelle ? Richtig gar nichts. Erst wenn die Häufigkeit zunimmt und daraus eine Stalking Story gemacht werden kann greift unser "Rechtsstaat" ein. Aber frühestens dann.
    Drittens:
    Wenn ich einen Brief erhalte, geht der in mein Eigentum über, soviel ich weiß, und mit meinem Eigentum kann ich tun und lassen was ich will, auch veröffentlichen.
    Mehr hat Frau Friedrichs doch nicht getan. Einen Brief veröffentlicht der ihr gehört. Das ist wohl kaum ein Straftatbestand der Verleumdung.

    Viertens:
    Wurde nicht dazu aufgerufen, den Täter irgendwie fertig zu machen.
    Also keine Selbstjustiz.
    Sollte das dennoch passieren, erfolgt da erst die Selbstjustiz.
  8. #177

    Sicher

    Zitat von wolfman11 Beitrag anzeigen
    Angenommen einer Ihrer Nachbarn lauert Ihnen im Park auf und macht Ihnen exakt das gleiche "Angebot". Reden Sie dann in Ihrem Haus und mit Ihren Freunden nicht darüber, bevor oder nachdem Sie Anzeige erstatttet haben? Und wo läge da wohl die Selbstjustiz?
    Ich würde natürlich zu Hause darüber reden und es wäre keine Selbstjustiz. Ich gehe aber nicht zum Rathaus und nagele da alles ans schwarze Brett. Und jetzt behaupte keiner, dass man bei Facebook ja nur mit dem engen Freundeskreis kommuniziert. Da ist definitiv ein Unterschied, ob ich das per mail meiner besten Freunding berichte oder auf meinem facebook Profil poste, zumal eine C-Prominente wahrscheinlich ein paar tausen follower haben kann.
  9. #178

    Was diese Frau braucht ...

    ... ist einzig und allein Publicity.

    Olympia ist nicht mehr weit und die Werbeeinnahmen fließen, je bekannter man ist. Das wird sich Frau Friedrichs Manager so gedacht haben – nur ging diese Idee nach hinten los.

    Ganz schlechter Stil!

    Was den Mann betrifft (sollte es wirklich stimmen): armes Würstchen. Aber das wäre eine Privatsache.
  10. #179

    Dann wollen wir mal

    Zitat von paix Beitrag anzeigen
    MOMENT einmal
    Erstens:
    Wenn jemand unter meiner ID illegale Downloads abzieht, kommen die Abmahner juristisch korrekt zu mir und ich muss zahlen, außer ICH kann beweisen das ich gehackt wurde.
    Da gilt auch nicht die Unschuldsvermutung, bzw. es gilt als Beweis, das ich es war, weil es mein Account war. Wieso sollte das in dem Fall jetzt plötzlich anders sein ? Kein Gleichbehandlungsgrundsatz ?

    Also erst einmal liegt ja der Beweis vor, von welchem Account gesendet wurde. Damit ist das ein Beweis gegen den Inhaber desselben.
    Ist erstmal richtig, es sei denn der Hack wurde schon VOR dem Versand der fraglichen Mail gemeldet.
    Was relativ einfach zu prüfen ist.
    Zitat von paix Beitrag anzeigen
    Zweitens:
    Was passiert denn wenn ich eine Anzeige wegen eines solchen Briefes stelle ? Richtig gar nichts. Erst wenn die Häufigkeit zunimmt und daraus eine Stalking Story gemacht werden kann greift unser "Rechtsstaat" ein. Aber frühestens dann.
    Ich will nicht bestreiten das es Defizite in der Bearbeitung solcher Fälle gibt, dies berechtigt aber nicht dazu MEHRERE Menschen wahllos zu beschuldigen, nur weil sie das Pech haben den gleichen Namen zu haben und zufällig in einem namensgleichen Ort zu wohnen.

    Zitat von paix Beitrag anzeigen
    Drittens:
    Wenn ich einen Brief erhalte, geht der in mein Eigentum über, soviel ich weiß, und mit meinem Eigentum kann ich tun und lassen was ich will, auch veröffentlichen.
    Mehr hat Frau Friedrichs doch nicht getan. Einen Brief veröffentlicht der ihr gehört. Das ist wohl kaum ein Straftatbestand der Verleumdung.
    Falsch, Frau Friedrichs hat gleich MEHRERE Menschen verleumdet.
    Im engeren Sinne sogar den tatsächlichen Täter, da kein Beweiß und keine Verurteilung vorliegt.
    Da hätte ich aber sogar noch Verständniss gehabt.

    Zitat von paix Beitrag anzeigen
    Viertens:
    Wurde nicht dazu aufgerufen, den Täter irgendwie fertig zu machen.
    Also keine Selbstjustiz.
    Sollte das dennoch passieren, erfolgt da erst die Selbstjustiz.
    Das braucht sie auch gar nicht, das passiert von ganz allein und ist dann nicht mehr von ihr zu kontrollieren.

    Und zum Schluss noch den hier.

    Sollte der tatsächliche Täter Familie haben, sind die gleich mit fällig.

    Also nicht nur Selbstjustiz und Lynchmob, sondern auch noch Sippenhaft.

    Ich könnte kotzen.


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