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Argentinien: Abgeordnete nicken Enteignung von Repsol ab
REUTERSDer spanische Repsol-Konzern hat den Kampf um seine Tochter YPF vorerst verloren. Das argentinische Parlament stimmte der teilweisen Verstaatlichung der Ölfirma zu. Der umstrittene Schritt könnte ein Fall für die Richter werden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...831282,00.html
- #1 04.05.2012 09:45 von
Genau deshalb sollte man sich überlegen, überhaupt in solchen Ländern zu investieren. Und wenn man es tut, bleibt einem ja nichts weiter übrig, als möglichst schnell die Investitionen wieder rein zu bekommen, bevor man enteignet wird. Also wird man in einem solchen Fall möglichst rücksichtslos auf Gewinn gehen.
- #2 04.05.2012 09:46 von
Nicht schon wieder ein Schiedsgericht....
Dank der Maßnahme von Frau Kirchner wird sich wohl wieder ein ICSID-Schiedsgericht mit der argentinischen Krisenpolitik beschäftigen dürfen.
Die neuerliche Enteignung eines Energiekonzerns durch die Regierung Kirchner zeigt deutlich - dass Argentinien noch lange nicht seine Krise von 2001 ausgestanden hat. Zwar hat sich die Lage seit einigen Jahren gebessert, jedoch fehlt es an Nachhaltigkeit. Es als Beispiel für Griechenland anzuführen ist falsch - ohne die internationalen Kapitalmärkte, von denen Argentinien immer noch größtenteils gemieden wird, geht es nicht. Die Enteignung von ausländischen Direktinvestitionen sind keine adäquate und nachhaltige Reformpolitk. - #3 04.05.2012 09:48 von
optional
mal sehen, wieviele Länder diesem Beispiel folgen werden.
- #4 04.05.2012 09:51 von
Richtig so
Die Regierung Carlos Menem war nachgewiesen in Vetternwirtschaft verstrickt. Das wird bei einer solchen Perle der Industrie nicht anders gewesen sein.
Sowas sollte in D mit den Strom- und Gas-Abzockern auch gemacht werden, denn es gibt dort keinen Markt und zwingend notwendige Investitionen werden nicht hetätigt.
(Stromausfall im Münsterland, wegen des Zusammenbruchs veralteter Masten, oder fahlende Transporrtkapazitäten für den Ökostrom (wobei ich das Wort hasse)) - #5 04.05.2012 10:05 von
Kriminelle Staatsführung
Wie schön. Jetzt beweist Frau Kirchner auch dem letzten Investor, dass Eigentum in Argentinien kein Recht, sondern offensichtlich nur ein per Gnade auf Zeit gewährtes Privileg ist.
Warum nur hat YPF in der Vergangenheit nicht investiert? Weil Argentinien nicht kredit- und vertrauenswürdig ist und die dortigen Investitionen schlicht mit dem Risiko des Totalverlustes in der Finanzplanung behandelt wurden.
Vor 20 Jahren verkauft (!), jetzt zurückgeklaut - um sich beim Wahlvolk ein bisschen positive Stimmung zu kaufen. Schöne Aussichten. Wie populistisch kann eine Staatsführung noch werden? - #6 04.05.2012 10:11 von
Begründung?
Ganz so einfach ist das aber auch nicht zu sehen. Im Artikel ist die Begründung der Enteignung ein bisschen zu kurz gekommen, dadurch entsteht meiner Meinung nach ein falsches Bild beim Leser. In einem früheren Artikel auf spon (den ich leider gerade nicht finden kann) hat man den Schritt besser erklärt. Es war wohl so das, dass das Unternehmen bis in die neunziger Jahre ein staatliches Unternehmen war und dann unter Auflagen privatisiert wurde. Die Auflagen beinhalteten unter anderem, dass die privaten Eigner im Gegenzug in Argentinien investieren müssen und zum Beispiel das der privatisierte Ölkonzern als "öffentliches Versorgungsunternehmen" dienen müsse. Die neuen Besitzer hatten 20 Jahre Zeit zu investieren und haben das wohl nicht oder nicht ausreichend getan. Argentinien zieht jetzt Konsequenzen daraus.
- #7 04.05.2012 10:14 von
Und Morales enteignet in Bolivien, Luis Almagro Lemes, Aussenminister von Uruguay, hält Enteignungen prinzipiell für richtig. Später wird sich dann wieder darüber beklagt, das keine Investoren in Südamerika tätig werden.
- #8 04.05.2012 10:54 von
- #9 04.05.2012 11:00 von
Hmm
In diesen Fall hier geht es dadrum das Frau Kirchner glaubt die repsol hat sich nicht an Verträge gehalten.Sollte das so sein hat die Repsol halt Pech gehabt.
Das die EU sich aufregt ist klar was die von Verträgen hät kennt man ja die gelten nur solange es einen passt.
Sollte die Repsol die Verträge nicht erfüllt haben ist es halt ihr Pech und gerade in Bereichen wie der Energiebereich muss man immer mal damti rechnen als Unternehmen das man enteignet wird und das Volk seinen Schatz selber ausbeuten will.
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