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ARD-Wirtschaftdrama mit Senta Berger: Wenn Sekretärinnen rot sehen

Lustreisen, fette Boni und Vorstandsarroganz: In dem ARD-Fernsehfilm "Frau Böhm sagt nein" rebellieren zwei sehr unterschiedliche Firmen-Assistentinnen gegen gierige Manager-Machos - ein unaufgeregtes, pessimistisches und präzises Sittengemälde aus den deutschen Chefetagen.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...656421,00.html
  1. #1

    die gute frau böhm, ich mag sie irgendwie

    naja, halt eigenen nutzen ziehen, kann halt auch vorteile bringen, wenn man dann halt die sache dahingehend führt, dass es zu einer moralischen auseinandersetzung kommt, oder was meint ihr?
  2. #2

    GEZ Drama

    Senta Berger? Ist das nicht die Dame, die sich gerne in als Talkrunden getarnte Tribunale setzt, einen bekannten Historiker mitbringt, und uns allen erklärt, welche Meinung man haben darf und welche nicht?

    Bei der ARD läuft übrigens seit Jahrzehnten ein Wirtschaftsdrama, Tatort genannt. Täter sind meistens Wirtschaftleute, Manager oder deren verkorksten Söhne.
    Im Fernsehen wie bei SPON steht die Wirtschaft permanent unter Generalverdacht und müsste nach Ansicht der Wirtschaftspopulisten sich den ganzen Tag lang rechtfertigen.
  3. #3

    Die 178 Tage Resturlaub nimmt sie natürlich mit. In den Sarg.

    Tja, die kann sie natürlich nicht mehr nehmen. Denn in der Zwischenzeit hatten die smarten Jungs dafür gesorgt, dass ein Jahresurlaub nur bis zum 31.3. des Folgejahres genommen werden kann, weil er sonst verfällt.

    Da hat das Autorenteam schlecht recherchiert.
  4. #4

    profilbereinigt

    Seit sich Frau Berger als Nationaler Gutmensch völlig profilbereinigt wärend einer Talkrunde outete, geht die frau gar, gar überhaupt nicht mehr.
  5. #5

    Frau Berger ist Autobahn

    Zitat von delponte Beitrag anzeigen
    Senta Berger? Ist das nicht die Dame, die sich gerne in als Talkrunden getarnte Tribunale setzt, einen bekannten Historiker mitbringt, und uns allen erklärt, welche Meinung man haben darf und welche nicht?
    Frau Berger ist auf jeden Fall "Autobahn" und das geht gar nicht. Die Sendung kenne ich nicht, allerdings kann ich mir Frau Berger als Obergutie sehr gut in der beschriebenen Rolle vorstellen.
  6. #6

    Geduld?

    Zitat von OBB Beitrag anzeigen
    Frau Berger ist auf jeden Fall "Autobahn" und das geht gar nicht. Die Sendung kenne ich nicht, ...
    Sie hätten nur 10 Minuten warten müssen (Zeit Ihres Beitrags: 20:05 Uhr) und Sie wären in der ARD um 20:15 Uhr eines Besseren belehrt worden.
  7. #7

    Guter Film

    Habe mir den Film angesehen und, ohne den Artikel vorher gelesen zu haben, auf Parallelen zu Mannesmann/Vodafone getippt. Meiner Ansicht nach gelungen realistisch, auch differenziert, aber auch anprangernd der Gier der Manager gegenüber. Beste Stelle: "Wie lange muss jemand mit unserem Gehalt arbeiten für das Geld, das die Manager sich über Nacht selbst genehmigen?" - "Mehr als 1000 Jahre." - "Dann hätte ich zur Zeot der Kreuzzüge anfangen müssen. Ohne Pause!"

    Meine Damen und Herren Prämienjäger, ein normaler Mensch arbeitet Hunderte von Jahren für das, was ihr euch für euren Abgang selbst genehmigt.... schlaft gut.
  8. #8

    Senta Berger, großartig

    Zitat von freduard Beitrag anzeigen
    Habe mir den Film angesehen und, ohne den Artikel vorher gelesen zu haben, auf Parallelen zu Mannesmann/Vodafone getippt.
    Das ist sogar unverkennbar. Senta Berger spielte dabei großartig, eine in die Jahre gekommene Vorstandssekretärin, unscheinbar, loyal dem Unternehmen gegenüber, immer zuverlässig und korrekt. Doch genau damit kollidiert sie plötzlich mit der Firmenleitung, die beginnt ihre eigenen Gesetze zu machen.
  9. #9

    Richtig

    Zitat von Rainer Daeschler Beitrag anzeigen
    Das ist sogar unverkennbar. Senta Berger spielte dabei großartig, eine in die Jahre gekommene Vorstandssekretärin, unscheinbar, loyal dem Unternehmen gegenüber, immer zuverlässig und korrekt. Doch genau damit kollidiert sie plötzlich mit der Firmenleitung, die beginnt ihre eigenen Gesetze zu machen.
    Ja, Senta Berger war gut. Obwohl sie nicht zu meinen Favoritinnen in der Welt der deutschen Filmaktricen zählt, konnte ich sehr gut Parallelen zum eigenen Leben und Erleben erkennen.
    Nicht ungelobt bleiben darf allerdings auch die Rolle der jungen Sekretärin Engel nicht. Wird hier doch das Bild des getriebenen mittleren Managements sehr plastisch dargestellt.
    Genau in diesen Bereichen herrscht heute der krankmachende Druck aus einer Melange von Hoffnung auf den Aufstieg einerseits und der Angst existenzgefährdend abzustürzen andererseits. Dort findet der Tanz auf der Rasierklinge statt.

    Was mir besonders gefiel war der Auftritt des denglischen Vice-dingenskirchens gegen Ende des Films.
    Mit der Amoralität des Tuns seiner Kaste konfrontiert, fragte er die scheidende Seele des Unternehmens, ob sie Kommunistin sei...


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