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ARD-Talk über "Mein Kampf" als Schulbuch: Schrecklich komisch
dapdGehört Hitlers "Mein Kampf" als Unterrichtslektüre in deutsche Schulen? Bei Anne Will stritten die Talk-Gäste über das Für und Wider. Der Text dürfe nur mit Kommentar verbreitet werden, meinten die einen. Ist nicht nötig, sagten die anderen - das Buch sei schließlich nur eine Lachnummer.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,831053,00.html
- #1 03.05.2012 07:06 von
Ein himmelschreiender...
...Mumpitz. Gerade dieses Buch wäre seit Jahren im Schulunterricht wichtig gewesen. Die kruden Thesen des Gröfatz hätte man da schön rausarbeiten können....aber verboten!
Nun das Buch mit Kommentar...sehr gut meine ich.
Wenn mehr Deutsche dieses Buch in den Jahren 33-39 gelesen hätten, wären wahrscheinlich viele nicht so erstaunt über die Folgen eines Adolf Hitlers gewesen.
Ich begrüße eine kommentierte Fassung die in einen guten Schulunterricht kritisch behandelt wird.
Was die Lachnummer betrifft...klar ist es eine Lachnummer...nur zum lachen war ab 33 vielen nicht mehr und spätestens 39 wäre das Lachen im Gesicht gefroren. Es ist gut das wir uns immer noch so viele Gedanken über diese Zeit machen und uns damit beschäftigen um einer Wiederholung entgegenzuwirken. - #2 03.05.2012 07:12 von
,,Wohlstand für alle" vom Erhard sollte Pflichtlektüre an Schulen sein, aber doch nicht Hitler. Die Kinder lesen schon genug Schund im Unterricht und viel zu wenig Sachlektüre.
- #3 03.05.2012 07:13 von
...
,,Wohlstand für alle" vom Erhard sollte Pflichtlektüre an Schulen sein, aber doch nicht Hitler. Die Kinder lesen schon genug Schund im Unterricht und viel zu wenig Sachlektüre.
- #4 03.05.2012 07:14 von
- #5 03.05.2012 07:14 von
Pflichtlektüre
Ich habe die Sendung nicht gesehen. Aber zur Ausgangsfrage ein überzeugt leidenschaftlicher Kommentar:
Mein Kampf sollte zur Pflichtlektüre an weiterführenden Schulen werden! Das Buch ist hervorragend geeignet dafür, Demagogie, Manipulierbarkeit, Vorurteile... und das ganze Drumherum im Kontext sehr anschaulich zu transportieren! Es lassen sich sehr viele Lehren daraus ziehen. Zum Beispiel, was kritisches Lesen angeht. Schließlich hätte "Mein Kampf" schon vor 80 Jahren Pflichtlektüre einiger Staatsoberhäupter sein sollen. Dann hätte zumindest nicht mehr in Frage gestanden, welch Geistes Kind da unterwegs ist.
Ich jedenfalls habe sowohl Mein Kampf (in kommentierter Fassung, die übrigens schon seit Jahrzehnten auf dem Markt ist! Insofern ist die Forderung nach einem kommentierten Schulbuch schlicht hinfällig!) im LK-Geschichte gelesen. Beim besten Lehrer, den ich hatte. Von dem sind wir auch "gezwungen" worden, die Sportpalastrede anzuhören.
Mit beidem hat der Lehrer erreicht, dass er sehr kritische und vor allem selbstkritische junge Menschen herangezogen hat - wie es mit "theoretischerem" indirektem Unterricht nie möglich gewesen wäre. Das hängt natürlich auch von der Qualität des Lehrers ab. Dennoch sollte man Jugendliche (und nicht nur die) mit dem Stoff direkt konfrontieren. Nur so erzieht man zu Mündigkeit!
Nazis kommen eh ans Original. Insofern ist die Bayern-Forderung eh lächerlich. - #6 03.05.2012 07:17 von
Unsinnige Debatte
Diese überaus langweilige und durchweg schlecht geschriebene Schwarte macht niemanden zum Nazi. Sie könnte höchstens einige Nazis bekehren, die sich diese 700 Seiten wirklich antun.
Dieses "Unbuch" sollte eigentlich seit Jahrzehnten frei verkäuflich sein. Die bisherige Strategie des Quasiverbots dient nur der Mystifizierung. - #7 03.05.2012 07:21 von
- #8 03.05.2012 07:33 von
Unnötige Tabuisierung
Durch die Tabuisierung von Themen des Dritten Reiches helfen wir rechtem Gedankengut mehr als wir es bekämpfen. Der Bürger wird entmündigt ("nur mit Kommentar") und wir stellen unsere eigenen Werte in Frage. Eine vernünftige Aufarbeitung der Geschichte hat es in Deutschland nie gegeben und wird so auch verhindert. Es wird vorgeschrieben, was wir zu denken haben, weil wir ja sonst zu den falschen Schlüssen kommen könnten, die wir damit aber nur unnötig aufwerten. Wollen wir das?
Ein vernünftiger Schulunterricht lässt Texte nie unkommentiert oder unreflektiert im Raum stehen. Diese Frage stellt sich gar nicht. - #9 03.05.2012 07:34 von
Besser Churchill
"Das ganze Drumherum im Kontext" und noch viel mehr könnten Schüler besser Winston Churchills grandiosem Werk zum II. Weltkrieg entnehmen.
Ich weiß zwar nicht, ob Churchill Hitlers Machwerk vollständig gelesen hat, aber er wusste sehr genau, was er und die Welt vom "GRÖFAZ" zu erwarten hatten.
Chruchill sollte eigentlich zur Pflichtlektüre der SPON-Foristen werden, bevor sie sich zum Beispiel zum Iran äußern.
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