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ARD-Pubertätsfilm "Geliebtes Kind": Alles Schlampen, vor allem Mutti

WDRAlle sind gegen mich! Niemand versteht mich! Die Pubertät ist eine Phase, in der Kinder für ein paar Jahre zu Monstern mutieren. Der ARD-Film "Geliebtes Kind" zeigt, wie herrlich irrsinnig diese Zeit ist - und wartet mit drei großartigen Schauspielerinnen auf.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,829308,00.html
  1. #1

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alle sind gegen mich! Niemand versteht mich! Die Pubertät ist eine Phase, in der Kinder für ein paar Jahre zu Monstern mutieren. Der ARD-Film "Geliebtes Kind" zeigt, wie herrlich irrsinnig diese Zeit ist - und wartet mit drei großartigen Schauspielerinnen auf.

    ARD-Pubertätsfilm "Geliebtes Kind": Alles Schlampen, vor allem Mutti - SPIEGEL ONLINE
    Klingt interessant, schade, dass der Film heute kommt (wegen Fußi).
  2. #2

    schlechtes Bild von Teenagern...

    Trotzdem: Man darf sich freuen, dass die ARD ihren Mittwochabend-Sendeplatz für einen Film freigeräumt hat, den Jugendliche vielleicht sogar besser kapieren als ihre Eltern. Denn hier wird ein Teenager so gezeigt, wie er ist: plemplem. Trotzig überreagierend, ich-bezogen, impulsiv hanebüchene Entscheidungen treffend.
    oha, da tun sich aber Abgründe auf bei der Verfasserin dieses Artikels. Teenager so zu charakterisieren, grenzt schon an offene Jugendfeindlichkeit.

    Selbst wenn der Satz einfach nur ein Missgriff war innerhalb eines eher wohlwollend gemeinten Textes, niemand hilft Jugendlichen damit, solche herabwürdigenden Klischees zu verbreiten.

    Aber Jugendfeindlichkeit und Infantilisierung sind ja "in" in den letzten Jahren. Teenager sein ist schon schwer genug, und ich hoffe Frau Haeming hat ihre eigene Jugend wenigstens noch schemenhaft in Erinnerung. Aber wahrscheinlich hat sie dies nicht, denn dann wüßte sie daß es in der Pubertät lediglich Öl ins Feuer gießt, sowohl in der Psyche eines Jugendlichen als auch im Verhältnis zu dessen Eltern, wenn besagte Eltern (oder die Gesellschaft) ihren Nachwuchs lediglich als übergroße ungezogene Kinder sehen.

    Keine andere Bevölkerungsgruppe würde man sich jedenfalls trauen so zu beschreiben, ich wiederhole: "plemplem. Trotzig überreagierend, ich-bezogen, impulsiv hanebüchene Entscheidungen treffend". Würde man dies über Frauen sagen, hätte man gleich wieder den feministischen Mob am Hals, und schriebe dies jemand über Männer, Ausländer oder Moslems, dann gäbe es auch in unserer heutigen Zeit jede Menge betretene Minen. Warum darf man Jugendliche als Bevölkerungsgruppe zunehmend ungestraft derart diskriminieren?

    Wenn Frau Haemig wirklich etwas gutes für Jugendliche tun will, dann sollte sie ihre Einstellung - sofern die oben genannte Formulierung nicht ein wirklicher unbeabsichtigter Fehlgriff war - einmal grundlegend überdenken.
  3. #3

    Oh wie böse!

    Zitat von readme74 Beitrag anzeigen
    oha, da tun sich aber Abgründe auf bei der Verfasserin dieses Artikels. Teenager so zu charakterisieren, grenzt schon an offene Jugendfeindlichkeit.

    Selbst wenn der Satz einfach nur ein Missgriff war innerhalb eines eher wohlwollend gemeinten Textes, niemand hilft Jugendlichen damit, solche herabwürdigenden Klischees zu verbreiten.

    Aber Jugendfeindlichkeit und Infantilisierung sind ja "in" in den letzten Jahren. Teenager sein ist schon schwer genug, und ich hoffe Frau Haeming hat ihre eigene Jugend wenigstens noch schemenhaft in Erinnerung. Aber wahrscheinlich hat sie dies nicht, denn dann wüßte sie daß es in der Pubertät lediglich Öl ins Feuer gießt, sowohl in der Psyche eines Jugendlichen als auch im Verhältnis zu dessen Eltern, wenn besagte Eltern (oder die Gesellschaft) ihren Nachwuchs lediglich als übergroße ungezogene Kinder sehen.

    Keine andere Bevölkerungsgruppe würde man sich jedenfalls trauen so zu beschreiben, ich wiederhole: "plemplem. Trotzig überreagierend, ich-bezogen, impulsiv hanebüchene Entscheidungen treffend". Würde man dies über Frauen sagen, hätte man gleich wieder den feministischen Mob am Hals, und schriebe dies jemand über Männer, Ausländer oder Moslems, dann gäbe es auch in unserer heutigen Zeit jede Menge betretene Minen. Warum darf man Jugendliche als Bevölkerungsgruppe zunehmend ungestraft derart diskriminieren?

    Wenn Frau Haemig wirklich etwas gutes für Jugendliche tun will, dann sollte sie ihre Einstellung - sofern die oben genannte Formulierung nicht ein wirklicher unbeabsichtigter Fehlgriff war - einmal grundlegend überdenken.
    Aber Recht hat die Autorin, wenn sie die Phase der Pubertät (und deren künstliche Verlängerung) so beschreibt wie sie ist: Anstrengend, nervtötend und die Zellalterung der Eltern beschleunigend. Der Jugend geht es doch gut, was wollen Sie! Taxi Mama bis ins hohe Alter, Wäsche waschen? -Wie geht das? Verantwortung übernehmen? -warum, machen doch andere! Respekt vor Erwachenen? -was ist das? Zu Fuß zur Schule? -wofür kann Papa Auto fahren! Eigene Wohnung? doch nicht mit gerade erst 25 Jahren! Einkaufen? -Hier gibt´s kein Dönerladen! Oh je! Und irgendwann sollen die Blagen Verantwortung übernehmen. Nur wie? Nicht mehr und nicht weniger wird dieser Film aussagen.
  4. #4

    Die Einschätzung der Autorin ist nicht diskriminierend. Natürlich wirkt es politisch nicht korrekt, letztlich mit Worten, die Pubertierende noch viel drastischer anreichern würden, diesen Übergang vom Kind zum Erwachsenen zu beschreiben. Bei den meisten Jugendlichen muss man in dieser Entwicklungsphase mental das Schild "Wegen Umbaus vorübergehend geschlossen" vor die Köpfe kleben, na und? Das ist bei jedem Menschen so - und sicherlich auch bei den jetzt Empörten so gewesen. Frag mal einer deren Eltern. :-) Letztlich wachsen wir alle an diesen Auseinandersetzungen - Eltern wie Kinder. Ich möchte beide Erfahrungen nicht missen, obwohl ich in beiden Rollen kräftig geflucht habe.
  5. #5

    Adultismus

    „Pubertät“ ist keine „natürliche“ Phase sondern eine Erfindung der Neuzeit. Es ist die Phase, in der Heranwachsende reif und stark genug sind, um zu merken, dass sie sich die überreagierenden, ich-bezogenen, impulsiven, hanebüchenen Entscheidungen derer, die sich Eltern nennen, nicht mehr wehrlos schlucken müssen und z.T. erstmal ebenso überreagierend trotzen.
  6. #6

    .....

    ich denke mal, die Pubertät fiel vielleicht früher "leichter" aus. Meine Eltern z.B. haben beide mit 14 Jahren die Schule verlassen und eine Ausbildung begonnen. Da hatte man zwar auch nichts zu sagen, im Gegenteil- man war aber Teil einer "Erwachsenen-Welt".
    Ist jedenfalls meine Theorie.
    Mir ist nämlich aufgefallen, daß unsere Töchter umso verträglicher waren, je mehr Dinge sie selbst tun konnten- unter Anderem auch so unmoderne Dinge wie Arbeiten im Haushalt in Eigenregie erledigen, im Garten...Sachen, bei denen man sieht, was man getan hat. Und die nichts mit Schule zu tun hatten.
    Daß sie trotzdem manchmal wirklich "plemplem" waren, gehört meiner Meinung nach dazu. Mitunter erklärten sie ja selbst auf die Frage, was denn mit ihnen los sei- ich weiß es ja selbst nicht.

    Allerdings denke ich, die immer längere Schulzeit führt zu einer längeren Unselbstständigkeit von Teenagern und jungen Erwachsenen. Besonders, wenn die Eltern bestrebt sind, ihrem Nachwuchs stets alle unangenehmen Dinge weit vom Hals zu halten. Ich denke, es ist sinnvoll, Teenager etliche Dinge selbst entscheiden zu lassen- auch, wenn sie sich damit eine Beule holen.
    Wir sind mit dieser Art der Erziehung ganz gut gefahren bisher- die Große ist jetzt 20, lebt mit ihrem Freund in einer eigenen Wohnung. Es war nicht immer lustig im Alter von 13-18, oft genug schlugen die Wogen hoch- aber wirklich dramatische Vorfälle gabs nicht.
  7. #7

    Der Bericht ist seltsam, passt gar nicht zum Film.
    Die 16jährige verhält sich mE leicht pubertär aber im Prinzip recht vernünftig,
    die Mutter hingegen ist absolut unrealistisch, überspannt, nervig und dass die Tochter entsprechend reagiert ist bei all dieser Bedrängnis nur nachvollziehbar.
    (Ich bin 36, falls jemand denkt hier schriebe ein empörter Teenie)
  8. #8

    Zitat von readme74 Beitrag anzeigen
    oha, da tun sich aber Abgründe auf bei der Verfasserin dieses Artikels. Teenager so zu charakterisieren, grenzt schon an offene Jugendfeindlichkeit. (..).
    Vor allem hat die Verfasserin offenbar den Film entweder nicht gesehen oder null verstanden, denn das exakte Gegenteil von "plemplem" wird gezeigt.
  9. #9

    Zitat von Klartext007 Beitrag anzeigen
    (...) Nicht mehr und nicht weniger wird dieser Film aussagen.
    In dem Film, geht es um etwas ganz anderes. Ich schlage vor, erst ansehen und dann mitreden.


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