Forum


 

ARD-Pubertätsfilm "Geliebtes Kind": Alles Schlampen, vor allem Mutti

WDRAlle sind gegen mich! Niemand versteht mich! Die Pubertät ist eine Phase, in der Kinder für ein paar Jahre zu Monstern mutieren. Der ARD-Film "Geliebtes Kind" zeigt, wie herrlich irrsinnig diese Zeit ist - und wartet mit drei großartigen Schauspielerinnen auf.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,829308,00.html
  1. #10

    Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    ich denke mal, die Pubertät fiel vielleicht früher "leichter" aus. (...).
    Oder so.

    Wie es scheint, hat niemand den Film ueberhaupt gesehen, einschliesslich der SPON-Kommentatorin. Die Hauptdarstellerin in dem Film ist 16, dafuer ziemlich reif und hat die Pubertät definitiv hinter sich. Und "Pubertät" war auch ueberhaupt nicht das Thema. Wen's interessiert: Mediathek oder Wiederholung morgen frueh um 10,30 Uhr.
  2. #11

    Zitat von neutraler_werter Beitrag anzeigen
    (...)
    Die 16jährige verhält sich mE leicht pubertär aber im Prinzip recht vernünftig, (..))
    Pubertär ist eher die Mutter, die Tochter ist ziemlich reif, hat schliesslich auch schon einiges hinter sich
  3. #12

    Zitat von neutraler_werter Beitrag anzeigen
    Der Bericht ist seltsam, passt gar nicht zum Film.
    Die 16jährige verhält sich mE leicht pubertär aber im Prinzip recht vernünftig,
    die Mutter hingegen ist absolut unrealistisch, überspannt, nervig und dass die Tochter entsprechend reagiert ist bei all dieser Bedrängnis nur nachvollziehbar.
    Das ist meistens so in der Pubertät. Nicht die Kinder sind das große Problem sondern die Eltern. Überzogene Erwartungen, Klammerreflexe, Unverständnis usw. Nicht umsonst haben schon wesentlich klügere Leute gesagt:"Pubertät ist wenn Eltern schwierig werden."
  4. #13

    Nach dem Artikel und den (Voraus-?) Kommentaren musste ich mir gestern den Film noch in der Mediathek ansehen... Na ja... Schwache Story - gut gespielt. Die Konflikte, die oft noch heftiger sein können, waren melodramatisch überformt. Die Reaktion des Mädchens auf das Verhalten des sie ignorierenden Freundes ist für mich nachvollziehbar und kaum pubertär. Das WAR KRÄNKENDBeeindruckt hat mich freilich der soziale Aufstieg der Mutter von der Mieterin im maroden Plattenbau zur Saniererin und Herrin desselben. Und zur Besitzerin eines Designerhauses... Und da die erste Million immer die schwerste ist - Hut ab, WDR, ein Stück wie aus dem Leben. Ich habe übrigens drei Kinder großgezogen und musste die Schwierigkeiten verschiedenster Lebensalter bewältigen. Alle Beteiligten, auch die Erwachsenen, haben es geschafft.
  5. #14

    Schwache Story? Wohl kaum....ich bin selber alleinerziehende Mutter einer mittlerweile 16 jährigen...die ebenfalls die langwierige & traumatisierende Leidensgeschichte eines Fixateurs hintersich hat...wenn man den Film sieht und mit so einer Geschichte noch nie etwas zu tun hatte, denkt man sicherlich die Mutter ist überzogen und hat ein Problem damit, das ihre Tochter nicht "perfekt" ist...
    Als Mutter eines mit ähnlicher Problematik belasteten Kindes jedoch, versucht man einfach alles um seinem Kind ein Leben ohne Einschränkungen, Spott und Intoleranz (insbesondere von Mitschülern) zu ermöglichen. Und wenn man als Mutter sieht, das man nicht helfen kann und das Kind sehr wohl leidet (warum zieht sich im Film Liz in sich zurück..?!!), fühlt man sich unter enormen Druck etwas zu tun, da man sein Kind nicht leiden sehen möchte.
    Der vermeintliche Perfektionismus nach Außen ist da wohl eher die Verzweiflung und das man versucht, wenigstens profane Dinge "im Griff" zu haben, wenn schon nicht die Behinderung des in der Tat geliebten Kindes.
    Dieser Film hat so unglaublich getroffen...meine Tochter hat sich (verständlicherweise) geweigert ihn anzusehen...und ich habe die nächsten Tage daran zu knabbern, was er an verdrängten Emotionen hochgeholt hat...verdrängt, weil wir sonst diese ganze Zeit nie überstanden hätten...
    Für alle, die die Mutter ambitioniert und perfektionistisch empfanden: die Dinge sind nicht immer so, wie sie scheinen!
  6. #15

    Weiß jemand wo man diesen Film erwerben kann?
    Ich finde ihn nicht auf Amazon..
    Wenn jemand weiß wo ich ihn finden kann bitte Mail an wunschie92@web.de
  7. #16

    Meine Güte, diese Mutter war ja unerträglich.
  8. #17

    Obwohl ich 23 bin, und kein naiver, anstrengender (und welch ein Klischee man ihm auch noch so verassen möchte) Teenie mehr bin, hat mich der Film angesprochen und ich habe mich sogar in der Hauptperson wiedererkannt. Ja stimmt, es ist nicht alles gelungen daran und an manchen Stellen fand ich es auch etwas überzogen oder unnatürlich.
    Aber ich glaube ... in dem Film geht es nicht nur ums Teenie-Dasein. Sondern um den Umgang mit Verletzungen, die man eventuell in seiner Kindheit erfahren hat (so wie die Autorin hier schreibt, scheint sie keine Erfahrungen damit zu haben ...). Das sind Dinge, die einen sehr lange begleiten können, und bei denen man seine Zeit braucht, bis man damit klarkommt. Wenn man dann plötzlich in eine Situation kommt, die einen an früher erinnert, kann das wie ein Schlag ins Gesicht sein, alle Gefühle kommen wieder hoch - und man reagiert über. Wie dieses Mädchen. Und selbst wenn die Situation eigentlich gar nicht so schlimm war, empfindet man sie eben doch als wesentlich schlimmer, als sie eigentlich war, weil man sich in alte Situationen zurückversetzt fühlt.

    Diese Ebene verkennt die Autorin leider. Dabei geht es eben auch darum: Dass das Mädchen ein Leben lang Außenseiterin war aufgrund ihrer Behinderung (was wirklich nicht einfach ist, aber solche Dinge wie Mobbing werden von unserer Gesellschaft leider meist nicht wirklich ernst genommen), gleichzeitig eine schwierige Beziehung zur Mutter und auch das Gefühl, von ihr nicht so geliebt zu werden wie sie ist und auch ihren Erwartungen entsprechen zu müssen (und solche Dinge können verletzender sein, als manch einer denkt, der von oben auf die "Ichbezogenen" herabschaut).

    Ich weiß dass das alles auch für die Mutter schwierig ist, und das Eltern nicht perfekt sind. Aber ich glaube, man sollte versuchen, diesen Film sowohl aus der Perspektive der Mutter, als auch der der Tochter zu sehen (und ich finde eben, dass man sich in beide Rollen gut hineinfühlen kann & versuchen sollte, auch mal die jeweils andere Seite zu betrachten, das kann sehr hilfreich sein).


TOP



TOP