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ARD-Krimi: Der neue "Tatort" im Schnellcheck

SWR/ SRFGibt es einen denkwürdigen Satz?Wird's blutig? SPIEGEL ONLINE liefert das Wichtigste zum neuen ARD-Krimi. Diesmal geht es um den Mord an einem Chirurgen, der mit dem Skalpell Menschen ein neues Geschlecht aufzwingt. Ein starkes Stück, das die Schweizer zurück ins "Tatort"-Spiel bringt.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,834312,00.html
  1. #10

    Au weia...

    Zwei positive Dinge: Schöne Idee, auf der der Fall basiert, und auch die Story war schön komplex. Das war es leider schon, denn der Rest ging gar nicht. Das fing bei den Pseudo-CSI-Momenten und Pseudo-Schwedenkrimi-Einwürfen an, erstreckte sich über die teilweise fragwürdige schauspielerische Leistung, und die Dialoge waren ja mal so etwas von hölzern dargeboten und schlecht geschrieben, dass man zu jeder Sekunde gemerkt hat, dass die Schauspieler schauspielern. Nein, einen solch miserablen Tatort braucht man nicht - vergleicht man diese heutige Ausgabe mit selbst den schwächsten Prahl/Liefers-, Bär/Berendt- oder Nemec-/Wachtveitl-Folgen, so ist der qualitative Unterschied riesig - selbst die Ludwigshafener Tatorte waren besser und glaubwürdiger.
  2. #11

    Die Synchronisation

    war eine Katastrophe, die meisten Dialoge wurden dadurch total leblos und dem imho sehr glaubwürdigen und spannenden Plot wurde dadurch die Glaubwürdigkeit genommen.
    Das nächste Mal bitte wieder im Original, auch wenn außerhalb der (Deutsch-)Schweiz und Südbadens nur die Hälfte verstanden wird.
  3. #12

    Lustlose, hölzerne Darsteller, monotones Genuschel. Dazu noch der übliche sozialpädagogisch wertvolle Kommissär, der diesmal einem Zwitter den rechten Weg weist. Und natürlich die Beamtin, die persönlich in den Fall involviert ist.

    Das ist alles an Ödnis kaum zu überbieten - und natürlich betonhart humorlos und von verschärfter Bedeutungsschwere durchdrungen, denn: wichtiges Thema!! So ein Thema entschuldigt alles, vor allem die bereits erwähnte Ödnis, die aus kreativer Minderleistung und beamtenhafter Routine resultiert.
  4. #13

    Hallo Tatortmacher!

    Ich bin nicht blind!
    Also möchte ich auch nicht eine Stimme zum Tatort,die mir erklärt,was ich sehen soll!
    Es soll ja Menschen geben,die so etwas brauchen,viele meiner Freunde und bekannten empfinden dies aber als störend,oder als eine versteckte Bevormundung.
    Wollen die Tatortmacher mit dem zusätzlichen gequatsche,von qualitativen Mängeln ablenken?
    Oder wollen die Tatortmacher uns auf neue Sendeformen in Mundart vorbereiten?
  5. #14

    Im falschen Filmli

    Ich habe ein Selbstporträt der Schweiz gesehen. Die Neutralität als Inbetween. Vorgeführt von adäquat hölzernen Darstellern. Selbstverständlich sterbenslangweilig. Neunzig Minuten Gefangenschaft im falschen Filmli.
  6. #15

    Zeit für etwas Neues

    [QUOTE=sysop;10248774 Tod durch das Skalpell: In einer Schweizer Klinik nimmt ein Arzt Geschlechts-OPs vor, bis er mit dem Chirurgenmesser im Rücken im Wald liegt. [/QUOTE]
    Interessant. Steckte das Skalpell nicht im Hals des Opfers?
    [QUOTE=sysop;10248774 Der zuvor glücklose Kommissar Flückiger läuft bei den Ermittlungen endlich zu Hochform auf - und darf zurecht im "Tatort"-Verbund bleiben. [/QUOTE]

    Skalpell im Rücken? Läuft zu Hochform auf? Zu Recht im „Tatort"-Verbund“?
    Da drängt sich die Frage auf, ob der Rezensent den Tatort überhaupt gesehen hat. Die Story ist so öde, dass man Mühe hat, den Umschaltknopf zu finden, bevor man einschläft.
    Wieder einmal langweilt der Tatort mit einer abstrusen Geschichte und einer zurechtgebogenen, dahindümpelnden Handlung. Die Verwicklungen sind so realitätsfern konstruiert, dass jede Glaubwürdigkeit verloren geht. Damit ist nicht gesagt, dass der Stoff nicht als Motiv taugt, nur die Umsetzung ist äußerst bescheiden.

    Dass der Tatort dennoch immer wieder Einschaltquoten auf überdurchschnittlich hohem Niveau erzielt, ist ein Phänomen. An der Qualität kann es von wenigen Ausnahmen abgesehen nicht liegen. Vermutlich ist es der Sendeplatz, die von einer auf die nächste Generation weitergegebene Tradition der ritualisierten Sonntagabendunterhaltung*. Das Festhalten an einer Marke, die nicht mehr hinterfragt wird, der man blind vertraut, dass sie einem den Ausklang des Wochenendes noch einmal versüßt. Wie die Tagesschau eine sichere Bank für die Macher. Autoren, Redakteure, Regisseure – dahinter steckt ein Riesenapparat, verteilt über neun Landesrundfunkanstalten, dazu die Österreicher und die Schweizer. Ihnen allen ist ein sattes Stück vom GEZ-Kuchen sicher. Und wie immer dort, wo es Pfründe zu verteilen gibt, bilden sich Bequemlichkeiten und Abhängigkeiten, machen die Geber die Gefälligen sich gefügig. Erinnert sei nur an Doris Heinze, die unter Pseudonym eigene Drehbücher ankaufte oder von ihrem Mann zuliefern ließ. Nicht versiegen wollen auch die Vorwürfe, der Tatort werde zur Schleichwerbung, zum Product-Placement missbraucht. Wenn private und wirtschaftliche Interessen, persönliche Beziehungen und Absprachen schwerer wiegen, als die Qualität eines Drehbuchs, darf man sich über das Ergebnis nicht wundern.

    Dass die Zuschauer diesen Durchschnitt goutieren, ist bedauernswert. Sie könnten so viel mehr haben. Und das gilt nicht nur für den Tatort und das Krimigenre. Die wirklich originellen und innovativen Formate kommen nicht aus Deutschland. „Sopranos“, „Boardwalk Empire“, „30 Rock“, „Big Bang Theory“ und „Breaking Bad“ sind nur wenige Beispiele für hochwertiges, zeitgemäßes Fernsehen. Der Tatort ist dagegen nur ein alter Hut, den man aus Gewohnheit trägt, abgewetzt, löchrig und zerbeult. Zeit für etwas Neues.

    * In diesem Fall Pfingstmontag
  7. #16

    Gähn

    Zitat von spon-facebook-10000125020 Beitrag anzeigen
    Das Beste war die Geschichte, sonst wäre ich eingeschlafen.
    Ziemlich hölzern und uninspiriert agieren die Kriminalen daher.
    Ich BIN sogar eingeschlafen. Mein Eindruck war so wie offenbar bei den meisten Foristen: Langweilig, hölzern, humorfrei und dann alle naslang diese eingeblendeten Postkartenhintergründe. Soo schön dass es auch schon wieder langweilig war.

    Ich gebe diesem Tatort noch genau eine Chance, danach landet er wahrscheinlich in meiner Nicht-Ansehbar-Schublade. Und zwar wegen allgemeiner Langweiligkeit, sonst ist meine Abneigung eher personenbezogen: Hannoveraner wg. Madame Burda, Leipziger wg. Simone Thomalla und demnächst wohl Hamburger wg. Til Schweiger.
  8. #17

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein starkes Stück, das die Schweizer zurück ins "Tatort"-Spiel bringt.

    ARD-"Tatort" aus der Schweiz über Intersexualität - SPIEGEL ONLINE
    Ein schwaches Stück.

    Warum schickt man zwei unbewaffnete hochtraumatisierte Menschen zum bewaffneten Täter in das Kabuff?

    Warum synchronisiert man den Täter als Metallarbeiter mit einem Feingeist?!
  9. #18

    Geklaut

    Zitat von Kunstbanause Beitrag anzeigen
    Zwei positive Dinge: Schöne Idee, auf der der Fall basiert, und auch die Story war schön komplex. Das war es leider schon, denn der Rest ging gar nicht. Das fing bei den Pseudo-CSI-Momenten und Pseudo-Schwedenkrimi-Einwürfen an, erstreckte.....
    Leider ist die Idee komplett geklaut (oder eben auch nicht leider).
    Pedro Almodóvar - die Haut in der ich wohne.
    Aber dort ist das Thema faszinierend gespielt. Man gruselt sich die ganze Zeit und kann doch n icht wegschauen.
    Empfehlenswert.
  10. #19

    Ganz schön langweilig...

    ... und nur partiell verständlich. Es nuscheln zwar auch in deutschen Tatorten die Schauspieler (Sprechen lernt von denen wohl keiner mehr), aber gepaart mit dem leichten Dialekt sehr schwer verständlich. Was bei dem mühsam konstruierten Drehbuch nicht wirklich zu bedauern ist.








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