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ARD-Film über Jugendgewalt : Wenn Hinschauen weh tut

Folter*zur Primetime: Das ARD-Jugenddrama "Sie hat es verdient" zeigt, wie ein Mädchen zu Tode gequält wird.*Ein schonungsloses Requiem, das*den Zuschauer*dank herausragender*Schauspieler zum Hinschauen zwingt - Veronica Ferres war wahrscheinlich noch nie so gut.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,785725,00.html
  1. #30

    Hyperrealismus

    Zitat von mon_ti Beitrag anzeigen
    Ich meine, wer glaubt sich da noch selbst, wenn er sagt, das gehöre zum Realismus? Ich glaube das ist heutzutage einfach nötig geworden.
    Ich denke, in dieser "Hyperrealität" von heute "glaubt" einfach niemand mehr irgendwas wenn er es nicht sieht.

    Es gibt viele Leute, vor allem auch Jugendliche, die sehr krass die Grenzen des Erlaubten "testen" - sich aber sehr schnell aufregen, wenn man ihnen genau das was hinter der Grenze ist, "andichtet". Z.B. crashen sie eine Party auf die sie nicht eingeladen sind, bringen aber ihr eigenes Bier mit. Somit ist das Argument, sie sind "zum Schnorren" gekommen nicht gültig. Sie haben eben nur die Party gecrasht, und das ist ja nicht schlimm, da hat man niemanden was weggenommen. So denkt man sich die Welt schön.

    Somit verstehe ich den Wunsch, einen Film zu machen wo nicht nur einfach wütende Jugendlichen irgendwas machen und dann ist halt plötzlich jemand tot - das was eben bei diesen Grenzgängern gerne als Entschuldigung genommen wird (sie hat zu viel Gesoffen und ist in den Pool/Weiher gefallen, dafür können wir nichts, die hat ja niemand zum Saufen gezwungen etc.).

    Es wird hier die Grenzübertretung bis zum Ende gezeigt, dass es eben keine Entschuldigung geben kann, dass man keine Ausreden finden wird. Sie haben es getan, es gibt kein Entkommen.

    Man kann über den hier vorhandenen Nihilismus gerne diskutieren. Aber solange man kein Budget für eine künstlichen Körper mit viel Kunstblut und tollen ab-18 Kameraeinstellungen 'der Szene' liefert, ist im Kontext des Hyperrealismus eine solche Szene verständlich.

    Trotzdem werde ich mir den Film auch nicht ansehen. Schon alleine aus dem Kontext, dass mir die Aussage: es gibt selten Böses, außer kaputte Leute tun es, keine neuen Ansichten liefert. Da brauche ich nur die Weltnews aus afrikanischen Kriegsgebieten lesen, um das zu begreifen.

    Eine Applikation auf die moderne deutsche Welt hat keinerlei Sinn, außer zu beweisen dass man so was auch ins dt. Fernsehen bringen kann. Gut auf dem CV des Regisseurs.
  2. #31

    Da haben Sie leider total Recht.

    Zitat von Götternot Beitrag anzeigen
    Diese ganzen Filme der ARD und des ZDF spiegeln die Wirklichkeit nicht wieder. Im letzten Tatort mit Odenthal ging es um die Beschneidungszeremonie. Täter war die Frau eines deutschen Arztes, der aus Mitleid mit den Somalis die Beschneidungen medizinisch steril durchführte um Beschneidungen durch sogenannten Beschneiderinnen zu verhindern.

    Auch bei diesem Film geht es nach den Vorinformationen um einen Fall innerhalb einer deutschen Fanilie, schön wie die Wirklichkeit politisch korrekt ausgeblendet wird. Ein Großteil der "Opfer" sind deutsche Schüler, Täter sind die multi-kulti Jugendlichen wie in Dietzenbach Spessartring wohnhaft. Aber die Realität wird im deutschen Fernsehen nie gezeigt. ES könnten ja Ressentiments gegen Ausländer entstehen.
    Zitat:
    Einer der zentralen Fragenkomplexe betraf die eigenen Gewalttaten der Jugendlichen. Wir
    wollten wissen, ob und gegebenenfalls wie oft sie im Verlauf der letzten zwölf Monate andere
    beraubt, erpresst, massiv geschlagen oder mit einer Waffe bedroht hatten. Die niedrigste Rate
    ergab sich mit 18,6 % bei den jungen Deutschen, die höchste bei jungen Türken mit 34,2 %.
    An zweiter Stelle stehen die Schülerinnen und Schüler aus dem ehemaligen Jugoslawien mit...
    Zitatende
    aus dem Forschungsbericht des kfn:
    http://www.kfn.de/versions/kfn/assets/jungetuerken.pdf
    (Prof. Pfeiffer)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Spessartviertel

    Da kann die Ferres -inzwischen für mich eine der klassischen Nervensägen ala Berben- noch so gut spielen. International sind das alles Nieten. Da lobe ich mir doch die Marina Gedeck, die heute 50 Jahre alt wird: Herzlichen Glückwunsch auch zu den erfolgreichen Hollywoodeinsätzen! Eine großartige wirkliche Schauspielerin!
  3. #32

    kleine Korrektur

    Zitat von rudipapa29 Beitrag anzeigen
    Die Maschmeier-Story hat mir gereicht. Frau Ferres ist einfach nur geldgeil. Nun mimt sie auch schon die Coproduzentin mit Maschmeiers Geld.
    Es ist nicht Maschmeiers Geld, es ist das Geld von Millionen Betrogenen, das er sich unter den Nagel gerissen hat. Von diesem Geld auch nur einen Cent angenommen zu haben, macht die Ferres noch unerträglicher, als sie eh schon ist.
  4. #33

    Filme mit bestimmten Schauspielern und Schauspielerinnen sind

    schlicht tabu:

    Veronica Ferres
    Hannes Jaenicke
    Christine Neubauer


    Das könnte man jetzt so fortführen, aber das dürften wohl die größten Nervensägen sein. Diese Gutmenschen mit ihren Gutmenschenrollen. Pah.
  5. #34

    Recht haben Sie

    Zitat von Götternot Beitrag anzeigen
    Diese ganzen Filme der ARD und des ZDF spiegeln die Wirklichkeit nicht wieder. Im letzten Tatort mit Odenthal ging es um die Beschneidungszeremonie. Täter war die Frau eines deutschen Arztes, der aus Mitleid mit den Somalis die Beschneidungen medizinisch steril durchführte um Beschneidungen durch sogenannten Beschneiderinnen zu verhindern.

    Auch bei diesem Film geht es nach den Vorinformationen um einen Fall innerhalb einer deutschen Fanilie, schön wie die Wirklichkeit politisch korrekt ausgeblendet wird. Ein Großteil der "Opfer" sind deutsche Schüler, Täter sind die multi-kulti Jugendlichen wie in Dietzenbach Spessartring wohnhaft. Aber die Realität wird im deutschen Fernsehen nie gezeigt. ES könnten ja Ressentiments gegen Ausländer entstehen.
    Zitat:
    Einer der zentralen Fragenkomplexe betraf die eigenen Gewalttaten der Jugendlichen. Wir
    wollten wissen, ob und gegebenenfalls wie oft sie im Verlauf der letzten zwölf Monate andere
    beraubt, erpresst, massiv geschlagen oder mit einer Waffe bedroht hatten. Die niedrigste Rate
    ergab sich mit 18,6 % bei den jungen Deutschen, die höchste bei jungen Türken mit 34,2 %.
    An zweiter Stelle stehen die Schülerinnen und Schüler aus dem ehemaligen Jugoslawien mit...
    Zitatende
    aus dem Forschungsbericht des kfn:
    http://www.kfn.de/versions/kfn/assets/jungetuerken.pdf
    (Prof. Pfeiffer)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Spessartviertel

    Da kann die Ferres -inzwischen für mich eine der klassischen Nervensägen ala Berben- noch so gut spielen. International sind das alles Nieten. Da lobe ich mir doch die Marina Gedeck, die heute 50 Jahre alt wird: Herzlichen Glückwunsch auch zu den erfolgreichen Hollywoodeinsätzen! Eine großartige wirkliche Schauspielerin!
    Dieser Film scheint ein netter etwas drastischer Krimi zu sein, geht aber völlig an dem wahren Problem Jugendgewalt völlig vorbei. Aber im PC Fernsehen darf die Wahrheit nicht thematisiert werden und schon garnicht zur Primetime. Da werden lieber pöhse Kinder aus der Mittelschicht herbeiphantasiert, natürlich missbraucht und vernachlässigt, die dann ihren Hass an anderen auslassen. Wie gesagt so was mag es als Einzelfall mal geben, die tatsächlichen Probleme ansprechen ist nicht gewünscht, da könnte ein Herr Mazayek oder ein Herr Köhler beleidigt reagieren und ausserdem wäre das rassistisch und reechtspopulistisch, wenn nicht gar Nazzziii...

    Und jetzt bin ich gespannt ob die Zensur mal wieder gnadenlos zuschlägt...
  6. #35

    .

    Zitat von Götternot Beitrag anzeigen
    [...]

    Auch bei diesem Film geht es nach den Vorinformationen um einen Fall innerhalb einer deutschen Fanilie, schön wie die Wirklichkeit politisch korrekt ausgeblendet wird.[...]
    Wollen Sie etwa andeuten, in deutschen Familien gebe es nie Probleme, an allem Leid dieses Landes seien Bürger fremder Ethnien schuld? Sonst müsste Ihnen doch völlig klar sein: Das ist die Realität. Verbrecher, auch sehr junge, gibt es in allen Teilen der Gesellschaft. Vermehrt treten sie nur dort auf, wo der soziale Status niedriger ist als im Durchschnitt. Dafür ist die Rate an Verbrechen dort geringer, wo der soziale Status höher ist - unter anderem auch deshalb, weil die dortigen Täter ganz andere Möglichkeiten haben, z.B. Dritte als Werkzeug ihrer Taten zu benutzen - oder aktiv am Gesetzgebungsprozess mitzuwirken, was ihnen in bestimmten Feldern Handlungsfreiheiten einräumt, die woanders als "Verbrechen" gelten würden.
  7. #36

    Niveau im deutschen Fernsehen

    Zitat von .Zerberus. Beitrag anzeigen
    Ich weiß natürlich nicht was sie für einen Computer haben oder ob sie ihn gar mit dem Fernseher verbunden haben, aber dafür bietet sich die Mediathek der öffentlich rechtlichen Sender geradezu an ...
    Das ist doch keine Lösung. Jeder weiß doch, dass nicht jeder eine Breitbandverbindung hat und das ist es einfach bescheuert, gute Filme zu spät am Abend auszustrahlen. Wenn das Dummvolk versehentlich am Mittwochabend um 20:15 einen anspruchsvollen Film statt einer Heimatschmonzette sieht, trägt das möglicherweise zu seiner Besserung bei. Außerdem kann man in dem Verhalten der Sender ablesen, welch geringe Wertschätzung man guten Filmen beimisst.

    Den Film, "Das Leben ist schön", mit Roberto Begnini, wird alle paar Jahre in der ARD ausgstrahlt, aber leider um Mitternacht. Und das ist traurig, echt traurig.
  8. #37

    @ der mündige bürger

    Zitat von der_mündige_bürger Beitrag anzeigen
    Naja, schließlich soll's auch noch Leute geben, die 'Apocalypse Now' für einen Antikriegsfilm halten ...

    Und Frau Ferres weckt wirklich die schlimmsten Befürchtungen.

    Herzliche Grüße
    Hmm, hab ich die Ironie überlesen oder den falschen Film gesehen? Die Darstellung des Wahnsinns, den ein Krieg hervor ruft, und dessen zermürbender Einfluss auf die Psyche der Soldaten halte ich für eine gute und passende Definition für einen Antikriegsfilm.
  9. #38

    Grundgütiger

    das hat er doch gar nicht gesagt!

    Haben Sie den Link verfolgt und überhaupt mal gelesen?

    Wohl nicht. Immer das Abspulen von den immergleichen Texten.

    Es gibt dieses Problem nunmal, ob Ihnen das recht ist oder nicht, und es gibt diese Statistiken. Auch wenn Sie IHnen nicht gefallen. Aber in keiner steht, daß ALLE so sind.



    Zitat von Loewe_78 Beitrag anzeigen
    Wollen Sie etwa andeuten, in deutschen Familien gebe es nie Probleme, an allem Leid dieses Landes seien Bürger fremder Ethnien schuld? Sonst müsste Ihnen doch völlig klar sein: Das ist die Realität. Verbrecher, auch sehr junge, gibt es in allen Teilen der Gesellschaft. Vermehrt treten sie nur dort auf, wo der soziale Status niedriger ist als im Durchschnitt. Dafür ist die Rate an Verbrechen dort geringer, wo der soziale Status höher ist - unter anderem auch deshalb, weil die dortigen Täter ganz andere Möglichkeiten haben, z.B. Dritte als Werkzeug ihrer Taten zu benutzen - oder aktiv am Gesetzgebungsprozess mitzuwirken, was ihnen in bestimmten Feldern Handlungsfreiheiten einräumt, die woanders als "Verbrechen" gelten würden.
  10. #39

    relativieren ist in

    Zitat von Loewe_78 Beitrag anzeigen
    Wollen Sie etwa andeuten, in deutschen Familien gebe es nie Probleme, an allem Leid dieses Landes seien Bürger fremder Ethnien schuld? Sonst müsste Ihnen doch völlig klar sein: Das ist die Realität. Verbrecher, auch sehr junge, gibt es in allen Teilen der Gesellschaft. Vermehrt treten sie nur dort auf, wo der soziale Status niedriger ist als im Durchschnitt. Dafür ist die Rate an Verbrechen dort geringer, wo der soziale Status höher ist - unter anderem auch deshalb, weil die dortigen Täter ganz andere Möglichkeiten haben, z.B. Dritte als Werkzeug ihrer Taten zu benutzen - oder aktiv am Gesetzgebungsprozess mitzuwirken, was ihnen in bestimmten Feldern Handlungsfreiheiten einräumt, die woanders als "Verbrechen" gelten würden.
    Diese als Gewaltorgie titulierte Produktion geht einfach am Thema vorbei. Natürlich gibt es Probleme in deutschen Familien. Aber hier wird einmal mehr der Focus völlig verschoben. Gewalt herrscht in Gesellschaften/Parallelegesellschaften in denen Gewalt zum Leben gehören und das ist bei Deutschen schon lange nicht mehr so. Das ist herausgepsychologisiert worden. Wie gesagt es mag da Einzelfälle geben aber die sind nicht relevant grossartig thematisiert zu werden und schon garnicht im Hauptprgramm. Wenn man sich des Themas schon drastisch annehmen möchte sollte man die Kriminalitätsstatistiken und die Knastbelegung vornehmen, da gibt es Stoff genug und der muss nicht mit aufgebauschter Brutalität versehen werden, sondern gehört dann eher entschärft, weil sonst würde den Zuschauern schlecht und der Film würde nicht zu Ende gesehen werden bzw wäre er indiziert.








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