..ist hinsichtlich der allgemeinen Situation im nahen Osten etwas geschmacklos.
NDREin Mann soll sein Leben opfern - und verknallt sich dabei. Der ARD-Film "Alles für meinen Vater" erzählt von einem Palästinenser, der auf dem Weg zu einem Selbstmordattentat die Liebe seines Lebens trifft. Eine rührend schöne Geschichte, die dem Terror ein menschliches Gesicht gibt.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,853605,00.html
..ist hinsichtlich der allgemeinen Situation im nahen Osten etwas geschmacklos.
Nein, es kommt darauf an, ob man es aus Überzeugung tut oder ob man dazu genötigt/gezwungen wird.
Eine "rührend schöne Geschichte" und so aus dem Leben gegriffen...
Aber bevor ich mit vor Rührung total verheulten Augen das "menschliche Gesicht des Terrors" nicht oder nur sehr verschwommen erkennen kann schreibe ich lieber weiter an meinem Roman "Die Liebe des Hasspredigers". Ein Radikaler Salafist trifft beim Koran verteilen auf die (Achtung !!!) blinde Anna und...na dann kommt eine rührend schöne Geschichte, die die menschliche Geschichte hinterm Steinigen erzält. Herr von Festenberg kriegt ein Exemplar mit Widmung von mir...
Erstens: Terror ist nur allzu menschlich und in jedem Fall zu verurteilen. Er ist das mittel der Wahl für radikale Looser.
Zweitens: Vielleicht könnte man aus so einem Film ja auch lernen das es wichtiger ist sein Leben zu leben, als für irgendeine verbohrte Ideologie zu sterben, oder besser gesagt für den Machterhalt verbohrter Ideologen.
Na also... jetzt lernen wir, dass auch die fanatischen Terroristen auch nur Menschen sind. Ist doch alles supi...
Ich finde kitschig muss nicht immer schlecht sein, auch wenn ich persönlich kitischigen Filmen nur ganz, ganz selten was abgewinnen kann.
Andererseits ist das Leben an sich manchmal auch kitschig schön:
Vor längerer Zeit kam in der ARD mal eine Doku über einen palästinensischen Vater, der die Organe seines durch israelische Soldaten getöteten Jungen zur Organspende freigegeben hat. Mit Hilfe der Organe wurde mehreren israelischen Kindern das Leben gerettet.
Wenn ich`s nicht besser wüsste würde ich sagen, das hat sich jemand ausgedacht.
Vielleicht ist diese fiktive Film-Story ja von der Wahrheit bzw. Realität auch nicht ganz so weit weg, wie wir vielleicht denken. Schön wär`s jedenfalls...
Was für ein toller Film! Hab`mich trotz der ja eher kitschig klingenden Inhaltsangabe dazu entschieden ihn mir anzuschauen und fand ihn grandios.Wichtig, dass es kein Happy-End gab.Das hätte zu diesem Thema einfach nicht gepasst. Und man hat mal wieder gesehen, dass es in Israel eine funktioniernde Zivilgesellschaft gibt, denn es war ja eine deutsch-israelische Co-Produktion und trotzdem gab es z.B.Kritik an der Armee, was in Israel oftmals einer Gotteslästerung gleichkommt.Um das Thema abzuschließen haben am Ende nur noch die Bulldozer gefehlt, die das Haus des kranken Vaters und der Mutter des Attentäters plattmachen, denn diese Kollektivstrafe ist bei Terrorakten üblich.