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ARD-Ernährungstest mit Mälzer: Haut ins Mett, Jungs!

NDRMampfen mit Tim Mälzer: Der Fernseh-Starkoch wollte für eine TV-Doku wissen, wie gesund sogenannte gesunde Ernährung wirklich ist. Er ließ männliche Testpersonen nach Vorgabe futtern, Wissenschaftler überwachten den Menschenversuch. Ergebnis: Der Körper hält verdammt viel aus.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,817155,00.html
  1. #70

    Zitat von davincione Beitrag anzeigen
    Es ist ganz normal, dass Säugetiere wie auch Menschen mit höherem Alter zunehmen. Darüberhinaus gibt es X individuelle Unterschiede.
    Das trifft ja durchaus zu, bloss widerspricht es letztlich nicht dem grundsätzlichen Punkt der Energiebilanz. Das Problem in den beschriebenen Fällen ist halt, dass der Energieverbrauch durch zahlreiche Faktoren bestimmt wird, nicht alleine der Aktivität. Es ist darum naheliegend, dass Alterungsprozesse einen starken Einfluss haben können. Veränderungen in der Körperzusammensetzung (Muskelabbau), hormonelle Veränderungen, etc. führen zu einem anderen Stoffwechsel und damit zu niedrigerem Energiebedarf bzw. wohl auch anderer Verwendung aufgenommener Energie. Entsprechend müsste man sich daran anpassen, auch wenn das wohl nicht so einfach ist in der Praxis.
  2. #71

    Immerhin

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Das trifft ja durchaus zu, bloss widerspricht es letztlich nicht dem grundsätzlichen Punkt der Energiebilanz. Das Problem in den beschriebenen Fällen ist halt, dass der Energieverbrauch durch zahlreiche Faktoren bestimmt wird, nicht alleine der Aktivität. Es ist darum naheliegend, dass Alterungsprozesse einen starken Einfluss haben können. Veränderungen in der Körperzusammensetzung (Muskelabbau), hormonelle Veränderungen, etc. führen zu einem anderen Stoffwechsel und damit zu niedrigerem Energiebedarf bzw. wohl auch anderer Verwendung aufgenommener Energie. Entsprechend müsste man sich daran anpassen, auch wenn das wohl nicht so einfach ist in der Praxis.
    Ich finde Ihre Antwort sehr differenziert!
    Aber können Sie sich vorstellen, dass man irgendwann sehr allergisch auf das "Energiebilanzmodell" reagiert, wenn man überall und zu jeder Zeit zu hören und zu lesen bekommt, es seien Ernährung und Bewegung und damit Schluß?
    Ich erinnere mich noch sehr gut an einen ausführlicheren Fernsehbericht zum Thema. Da endete jede Sequenz mit der Wiederholung: "es sind Essen und Bewegung, so einfach ist das: Punkt!"
    Das wurde einem regelrecht eingehämmert! Mit einer Selbstverständlichkeit und einem Selbstbewußtsein, das es "der Sau grausen" könnte, je mehr man zusehends über weitere Faktoren erfährt: welche Rolle Alter, Geschlecht, Gene, Streß, Hormone, Medikamente, Licht, Jojoeffekt etc. spielen.
    Ich weiß ja nicht, was man NOCH alles in die Energiebilanz stecken und immer noch behaupten will, es handle sich immer noch um das gute alte Modell. Kommt mir ein bisschen vor wie ein Perpetuum mobile, das unbegrenzt Neues aufnehmen kann, und am Ende immer noch behaupten kann, es sei noch dasselbe.
    Für mich ist allein schon der Jojoeffekt ein Widerspruch. Und haben Sie schon mal darüber nachgelesen, wieviele kämpfende Menschen LANGFRISTIG das tausendfach Abgenommene erhalten können?
    Aber es ist doch eigentlich alles ganz einfach, oder?
  3. #72

    Zitat von davincione Beitrag anzeigen
    Ich finde Ihre Antwort sehr differenziert!
    Aber können Sie sich vorstellen, dass man irgendwann sehr allergisch auf das "Energiebilanzmodell" reagiert, wenn man überall und zu jeder Zeit zu hören und zu lesen bekommt, es seien Ernährung und Bewegung und damit Schluß?
    Das ist natürlich verständlich, allgemein sind die Vereinfachungen und pauschalen Ratschläge bei der Thematik leider viel zu dominant. Allerdings ist das wohl eine Problematik von Medien, Ratgebern und Konsumenten gleichermassen, die alle nach scheinbar einfachen Lösungen streben. Komplexe Antworten machen sich da wohl oder übel nicht sehr gut.

    Dabei ist die Erkenntnis, dass es nicht ganz so trivial ist, ja eigentlich naheliegend. Allein dass die individuelle Energieverwertung eine grosse Varianz aufweist ist eigentlich klar.

    Für mich ist allein schon der Jojoeffekt ein Widerspruch.
    Nun, eigentlich ist die (Teil-)Erklärung dafür im Kontext des zuvor Diskutierten naheliegend: Diäten, gerade wenn mit massiver Reduktion oder Umstellung der Nahrungsaufnahme verbunden, lösen im Körper natürlich Reaktionen aus. Simpel gesagt signalisiert man eine Hungerphase, der Körper geht in den Überlebensmodus und nutzt die Energie maximal. Was der Diät direkt entgegenwirkt und dann meist zu einer Gewichtszunahme führt, wenn wieder "normal" gegessen wird. Der "Hunger-Stoffwechsel" also mit Energie geflutet wird, optimal um die verlorenen Reserven aufzufüllen. Unterm Strich ist das halt auch der Grund, wieso die meisten kurzfristigen Veränderungen des Ernährungs- und Lebensstils zum langfristig Abnehmen kaum geeignet sind.
  4. #73

    Och Joh!

    Zitat von oaonorm1 Beitrag anzeigen
    ..... Fastfood ist eine Prinzipiensache. Ich esse keins mehr, weil ich es vom Umgang mit den Nahrungsmitteln her nicht aktzeptiere. Wenn sich Geringverdiener nur noch sowas leisten können anstatt anständige Nahrung wird hier bals auch jeder mindestens einen Diabetisfall in der Familie haben, so wie in den USA.
    Ich hatte in meiner Schulzeit KEINEN einzigen bekannten der Diabetis hatte. Inzwischen kenne ich 1!!!!!
    Es ist ein Ammenmärchen, das Fastfood preiswerter ist, als "anständige" Nahrung. Es liegt eher an der realen Unfähigkeit und Bequemlichkeit vieler, sich "anständige" Nahrung selbst zuzubereiten. Das fängt schon bei simplen Dingen wie dem Teig für "Pfannenkuchen" oder "Pizza" an und hört bei ach so komplexen Dingen wie einem gutem Eintopf noch nicht auf.
    Es ist erstaunlich, das immer wieder behauptet wird, das Geringverdiener oder Hartz IV Empfänger sich keine "gesunden" Lebensmittel leisten können. Das ist absolut lächerlich und unzutreffend - insbesondere für Hartz IV Empfänger, die dank der Tafeln einen großen Teil des ganzen Wocheneinkaufs für 1 € erledigen können.

    Diabetes ist übrigens nicht immer eine Krankheit aufgrund falscher Ernährung. Diabetes wird auch angeboren und/oder familiär vererbt. Es ist allerdings wahrscheinlich, das die Krankheitsfälle aufgrund massiver Verfettung und Bewegungslosigkeit, tatsächlich stark zunehmen werden.
  5. #74

    Männerforschung

    Am traurigsten an dieser "Studie", die ja keine im wissenschaftlichen Sinne ist, finde ich, daß auf die Einbeziehung von Frauen mit der Begründung der "hormonellen Schwankungen" verzichtet wurde.

    Dies deckt sich mit der medizinischen Forschung. Dort werden auch Medikamente und Behandlungen an mittelalten gesunden Männern mit ca. 75 kg Gewicht erforscht. Viel zu lange wurden und werden auch heute noch diese Erkenntnisse auf Frauen angewendet, die dadurch auch schon mal Schaden erleiden (ASS zur Vorbeugung gegen Herzinfarkt, Herzinfarktbeschwerden allgemein, Schlaganfall-prophylaxe etc).

    Man hätte gleichzeitig tatsächlich eine "Studie" mit Frauen veranstalten sollen, eben WEIL man ja zu wissen glaubt, daß hormonelle Schwankungen andere Ergebnisse - die möglicherweise aber nicht erwünscht waren - verursachen könnten.

    Dies hätte den fachlichen Rahmen des Kurzzeit-Experiments aber vermutlich gesprengt. Das einzige, was nun herauskam, ist: Drei Wochen Urlaub in einer fremden Eßkultur ändern nichts an den Blutwerten eines gesunden jungen Mannes um 80 kg....
  6. #75

    ...

    Zitat von thorsdottir Beitrag anzeigen
    Am traurigsten an dieser "Studie", die ja keine im wissenschaftlichen Sinne ist, finde ich, daß auf die Einbeziehung von Frauen mit der Begründung der "hormonellen Schwankungen" verzichtet wurde.

    Dies deckt sich mit der medizinischen Forschung. Dort werden auch Medikamente und Behandlungen an mittelalten gesunden Männern mit ca. 75 kg Gewicht erforscht. Viel zu lange wurden und werden auch heute noch diese Erkenntnisse auf Frauen angewendet, die dadurch auch schon mal Schaden erleiden (ASS zur Vorbeugung gegen Herzinfarkt, Herzinfarktbeschwerden allgemein, Schlaganfall-prophylaxe etc).

    Man hätte gleichzeitig tatsächlich eine "Studie" mit Frauen veranstalten sollen, eben WEIL man ja zu wissen glaubt, daß hormonelle Schwankungen andere Ergebnisse - die möglicherweise aber nicht erwünscht waren - verursachen könnten.

    Dies hätte den fachlichen Rahmen des Kurzzeit-Experiments aber vermutlich gesprengt. Das einzige, was nun herauskam, ist: Drei Wochen Urlaub in einer fremden Eßkultur ändern nichts an den Blutwerten eines gesunden jungen Mannes um 80 kg....
    Da haben Sie sehr Recht. Das gleiche gilt für Medikamente, die Kindern verabreicht werden. Immernoch werden alle Menschen mit Messwerten gleichgesetzt, die mit dem tatsächlichen Körper garnichts zu tun haben. Ein Männerkörper reagiert anders als ein Kinderkörper, ein Frauenkörper anders als ein Männerkörper, von schlichten individuellen Unterschieden im Stoffwechsel, Immunsystem usw. ganz abgesehen. Alle werden über einen Kamm geschoren, alle bekommen die gleichen Medikamente, die gleichen Behandlungen, und dann wundert man sich, wenn die Ergebnisse nicht stimmen. Die westliche Medizin sollte dringend umdenken, was das angeht. Es sind eben nicht alle Menschen gleich, und sie können nicht wie naturwissenschaftliche Phänomene oder technische Anlagen betrachtet werden.
  7. #76

    Och Joh!

    Zitat von thana Beitrag anzeigen
    Da haben Sie sehr Recht. Das gleiche gilt für Medikamente, die Kindern verabreicht werden. Immernoch werden alle Menschen mit Messwerten gleichgesetzt, die mit dem tatsächlichen Körper garnichts zu tun haben. Ein Männerkörper reagiert anders als ein Kinderkörper, ein Frauenkörper anders als ein Männerkörper, von schlichten individuellen Unterschieden im Stoffwechsel, Immunsystem usw. ganz abgesehen. Alle werden über einen Kamm geschoren, alle bekommen die gleichen Medikamente, die gleichen Behandlungen, und dann wundert man sich, wenn die Ergebnisse nicht stimmen. Die westliche Medizin sollte dringend umdenken, was das angeht. Es sind eben nicht alle Menschen gleich, und sie können nicht wie naturwissenschaftliche Phänomene oder technische Anlagen betrachtet werden.
    Wenn die heutige medizinische Forschung/Entwicklung derart falsch und eher dubios ist, frage ich mich doch... warum werden die Menschen immer älter und warum sind wir nicht bei den altbewährten Zaubermittelchen der Druiden und Schamanen geblieben?
  8. #77

    ...

    Zitat von Dr. Fuzzi Beitrag anzeigen
    Wenn die heutige medizinische Forschung/Entwicklung derart falsch und eher dubios ist, frage ich mich doch... warum werden die Menschen immer älter und warum sind wir nicht bei den altbewährten Zaubermittelchen der Druiden und Schamanen geblieben?
    Hab ich das gesagt? Nein. Davon mal abgesehen scheinen diese Zaubermittelchen erstaunlich gut zu funktionieren, deswegen rennen ja auch die ganzen Biopiraten nicht gerade in den westlichen Großstädten rum, wenn Sie es schon polemisch brauchen. Und vielleicht könnte man auch mal die nicht gerade geringen Zahlen von "Behandlungsfehlern" zu Rate ziehen, die Zeiten, die Ärzte mit Dosierungsversuchen vertrödeln, die Schäden, die durch unerwartete Nebenwirkungen und Reaktionen entstehen. Gerade weil die Forschung heute die Möglichkeiten hat, sollte daran gerarbeitet werden, Medikamente und Behandlungen individueller zu gestalten. Statt dessen hält man ein einem überkommenen Bild vom Menschen als Maschine fest.
  9. #78

    Zitat von Dr. Fuzzi Beitrag anzeigen
    Wenn die heutige medizinische Forschung/Entwicklung derart falsch und eher dubios ist, frage ich mich doch... warum werden die Menschen immer älter und warum sind wir nicht bei den altbewährten Zaubermittelchen der Druiden und Schamanen geblieben?
    Informieren Sie sich.

    Der Bereich der Gender Medicine hat sich in den letzten Jahren zu einem allgemein anerkannten Forschungszweig der wissenschaftlichen Medizin entwickelt.
    Institut für Geschlechterforschung in der Medizin: Startseite
    Gender Medizin - DGesGM
  10. #79

    Auch das ...

    Zitat von ginfizz53 Beitrag anzeigen
    ... kann es bestätigen:
    Fünf große Mahlzeiten - über den Tag verteilt - sind besser als drei kleine!
    ... ist strittig.
    Verwiesen sei nur auf den Beitrag eines Foristen, der von einer Untersuchung berichtete, dass innerhalb der Mittelmeerländer Frankreich gut abschneidet, weil man sich dort an die drei Mahlzeiten pro Tag zu halten pflegt.








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