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ARD-Doku zum "Bild"-Geburtstag: Nicht das beliebteste Blatt
dapdDie Fakten sprechen für sich: Die ARD widmet der "Bild"-Zeitung zum 60. Geburtstag die Dokumentation "BILD. MACHT. POLITIK." über Methoden und Maschen des Boulevard-Blatts. Erfreulicherweise kommt der Film ohne empörten Off-Kommentar aus und überlässt das Urteil dem Zuschauer.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,827416,00.html
- #1 14.04.2012 11:23 von
warum nur?
Es ist für mich nach wie vor nicht nachvollziehbar, wie man sich als halbwegs aufgeklärter Bürger durch dieses Blatt (der Begriff "Zeitung" trifft hier nicht zu) freiwillig verblöden und desinformieren lässt und dafür auch noch Geld bezahlt.
Allerdings liefert die Auflagenzahl ein Zeugnis vom intellektuellen Zustand dieser Republik und erklärt teilweise, warum die sog. politische Elite ihre Bürger offensichtlich für blöd hält. - #2 14.04.2012 11:25 von
Politik. Macht. ARD
Ja, bekanntlich sind sich Politik und öffentlich-rechtliche Medien sehr fern (*husten* Brenner *husten*).
Es ist ja nicht so, dass in den Aufsichtsräten der ARD nur Parteisoldaten sind. Aber mir lege es fern, die Bild-Zeitung mit der ARD zu vergleichen. Denn die Bild erwirbt ihr Einkommen legal und fair und ohne GEZ-Steuern, die es über ihre Kontakte zur Politik aufrecht erhält und erhöht.
Hier nochmal die Zahlen:
Es gibt etwa 200 Staaten auf dieser Welt. Ein Drittel davon hat ein niedrigeres BIP als die ARD. Sie hat jährlich 10.000.000.000 Euro zur Verfügung (!!!). Das sind zehn Milliarden, also zehn tausend Millionen, damit sie uns informieren kann.
Um es mal ins Verhältnis zu setzen:
Die ARD kann mit so viel Geld jedem ihrer 23.000 Mitarbeitern jeden einzelnen Monat einen neuen BMW 3er verschenken, oder jedes Jahr ein brandneues Eigentumshaus.
Und keine Partei schafft sie ab. Das allein sollte doch Beweis genug für den Einfluss, die Macht und die Beziehungen der ARD zur Politik sein. - #3 14.04.2012 11:28 von
- #4 14.04.2012 11:32 von
BILD betreibt immer und immer wieder widerlichsten Gossen- und Kampagnenjournalismus und darf mit Fug und Recht als das ekligste Schmierenblatt in diesem Land bezeichnet werden.
Aus undurchsichtigen Gründen werden Politiker hoch (Guttenberg) oder runter (Wulff) geschrieben. BILD betreibt zusammen mit anderen Springer-Gossenblättern übelste Hartz-IV-Hetze (Arno Dübel) und entblödet sich nicht, auf der einen Seite den Papst zu preisen und auf der nächsten ein Tittengirl abzudrucken.
BILD war das Allerletzte, ist das Allerletzte und wird auch das Allerletzte bleiben. - #5 14.04.2012 11:32 von
Hetzblatt
Wer das Arsch-, Titten- und Hetzblatt nicht im Briefkasten haben möchte, der kann hier mitmachen:
Aktion: Keine BILD in meinen Briefkasten! | Campact Blog
BILD hat gedroht, zum Jubiläum jedem Haushalt eine Ausgabe aufzuzwingen - ähnlich wie die Jungs mit der Massenproduktion des Korans.
Dass BILD so stark akzeptiert wird, ist ein interessanter Maßstab für die intellektuelle Leistungsfähigkeit der Deutschen - sowie auch für die Kriecherei aller machtgeilen Leute, die sich gerne des Blattes bedienen. - #6 14.04.2012 11:36 von
Danke
Danke, Herr Niggemeier, für diese glasklare Analyse. Die Liste der Opfer fragwürdiger Bild-Methoden ist noch viel länger, ich nenne Charlotte Roche oder Ottfried Fischer. Oder man möge einmal "Diether Krebs" und "Heidemanns" googeln. Wieso sich angeblich mehr als zehn Millionen täglich dem Konsum dieses Mediums hingeben, gehört zu den ungelösten Rätseln der Gegenwart.
- #7 14.04.2012 11:38 von
Medienkompetenz
Was man nicht vergessen darf ist, dass viele die Bildzeitung auch interpretieren und nicht für bare Münze nehmen. Wenn es irgend ein Ereignis gibt, schaue ich gerne mal auf bild.de vorbei und überlege mir vorher, wie die dieses Therma wohl reißerisch aufgemacht haben. Oft genug muss ich feststellen, dass es keinerlei Unterschiede zwischen SPON und Bild gibt.
Fazit: man sollte sich nicht am Etikett orientieren, sonden den Inhalt jeglicher Medien in einen eigenen Kontext setzen und interpretieren. Dann ist es völlig egal, welches Etikett die Informationsquelle trägt. - #8 14.04.2012 11:47 von
- #9 14.04.2012 11:56 von
Herzlichen Glückwunsch
Ich fand 10-Pfennig-Bild klasse und habe damals schallend gelacht, als Axei Springer von der Bundesregierung ein 15 Pfennig-Stück einzuführen forderte, weil er den Preis anheben wollte.
Ich weiß natürlich, daß seit damals alles teurer geworden ist, die Autos z.B. von 5.000 Mark auf 25.000 Juro, die Brötchen von 4 Pfennig auf 30 Zent - aber, alles ist seit damals auch besser geworden - außer den Brötchen und BILD -
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