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ARD-Doku über Waffen-Lobby: Deutschlands Pistoleros

WDRZwischen Schießbude und Bundestag: Die ARD-Doku "Waffen sind mein Leben" geht auf Tuchfühlung mit deutschen Sportschützen und ihren Interessenvertretern in Berlin. In dieser Welt herrscht eine Logik, wonach das Ballern sogar bei der Bildung hilft.

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  1. #490

    Geben sie doch mal den Waffenbrüdern Ihren Angst-Ratgeber-Tipp

    Zitat von e-ding Beitrag anzeigen
    Da Ihre Argumentation auf Angst beruht, wie Sie eingeräumt haben, kann ich Sie auch nicht vom Gegenteil überzeugen
    Angst, die von einer nicht konkret vorhanden Bedrohung erzeugt wird, ist kein guter Ratgeber. Aber das wissen Sie, als jemand, der an der Quelle sitzt, wohl auch.

    Die Frage ist, weshalb Sie fordern, dass sich andere Menschen in ihrer Entfaltung begrenzen müssen, ohne die Ihre im Geringsten zu beeinflussen, bis auf Ihr..nunja...Ihr Gefühl.
    Ja, das Ding mit den Gefühlen - das ist echt nur was für Frauen, stimmt`s? Entfaltung - sie fühlen sich also eingeschränkt? Ach ne, Gefühle waren ja nicht so ihr Ding. Sie sind sauer, weil ich ihnen ihr Hobby mies mache? Ne, kann ja auch nicht sein, weil wäre ja ein Gefühl. Gefühle werden überbewertet, - Ängste? Überbewertet!
    Ich bin also ängstlich? Wenn sie es denn so genau haben wollen, die exakte Beschreibung wäre: Mein subjektives Sicherheitsgefühl ist negativ beeinflusst. Konkrete Kriminalitätsängste habe ich nicht. Brauche ich nicht zu haben, denn ich bin ein Mann im besten Alter und traue mir zu, gefährliche Situationen (ohne Waffe!) meistern zu können (Coping).
    Warum ist mein Sicherheitsgefühl negativ beeinflusst? Weil ich weiß, dass Waffen erweiterte Handlungsmacht bedeuten. Weil ich weiß, dass von Waffen eine nicht zu kontrollierende Gefahr ausgeht. Weil ich weiß, dass keiner vorherbestimmen kann, wer zum Täter wird oder um es im Umkehrschluss zu formulieren: Jeder Mensch kann Täter werden oder noch präziser: Jeder Mensch ist Täter, bzw. weicht in seinem Leben irgendwann mal von der Rechtsnorm ab. Das kann Diebstahl sein, das kann Körperverletzung sein, das kann auch ein Tötungsdelikt sein.
    Wir können also nach wie vor nicht abschätzen, wer, wann, wo welche Taten begeht. Wir können nicht einmal abschätzen, wer, welche Gewaltfantasien mit sich rum trägt und wann und ob sich diese irgendwann in Taten manifestieren.
    Wenn wir aber nicht abschätzen können, wann, wo, was durch wen passiert, ist es am sichersten, wenn wir den Menschen die erweiterte Handlungsmacht, zumindest was Töten und Verletzen angeht, (Waffen haben keinen Zusatznutzen!) nicht zugestehen oder sehr stark reglementieren. Das kommt im deutschen Waffenrecht zum Ausdruck. Im Übrigen haben wir nicht umsonst ein staatliches Gewaltmonopol...

    Angst ist ein schlechter Ratgeber, da gebe ich Ihnen recht. Ich sage es mal so: Wer ist ängstlicher, derjenige, der eine Waffe zur angeblichen Selbstverteidigung einfordert oder derjenige, der vor diesen offensichtlich Paranoiden Angst hat? Solche Leute, die aus Angst Waffen unter ihrem Kopfkissen oder im Schrank haben oder schlimmer noch mit sich rumschleppen sind das Übel, geben sie diesen Menschen doch mal Ihren Ratgeber-Tipp.

    Daher noch einmal: 'Sport'Schützen von mir aus. Aber Waffen haben nichts in privaten Wohnstuben zu suchen. Wenn es tatsächlich nur ums Zielen und Treffen ginge, dann wären Luftgewehre doch an und für sich o.k. Sind sie aber ja anscheinend für einige kompensierungsbedürftige Diskutanten nicht und das beeinflusst mein subjektives Sicherheitsgefühl negativ…
  2. #491

    Ich befürchte

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zwischen Schießbude und Bundestag: Die ARD-Doku "Waffen sind mein Leben" geht auf Tuchfühlung mit deutschen Sportschützen und ihren Interessenvertretern in Berlin. In dieser Welt herrscht eine Logik, wonach das Ballern sogar bei der Bildung hilft.

    ARD-Doku über Waffenlobby: Deutschlands Pistoleros - SPIEGEL ONLINE
    wir werden uns alle bald fragen, ob mehr Waffen im Volk uns nicht vor Schlimmem bewahrt hätten. Das Gewaltmonopol eines Staates ist nur solange gut, wie die Regierung für das Volk arbeitet. Da das gerade beendet wurde in den meisten Staaten Europas incl. Deutschland sieht es ziemlich düster aus.
    Wenn es dort nicht schon so voll wäre, würde ich in die Schwiez auswandern..... ;-)
  3. #492

    Wobei...

    Zitat von sfb Beitrag anzeigen
    SPON will wohl BILD auf dem Boulevard überholen.

    "Deutschlands Pistoleros" - "Zwischen Schießbude und Bundestag" - "der zufolge das Ballern sogar bei der Bildung hilft" - "nur dass die Hobbyschützen zum Teil Cowboyhüte und stattliche Wampen tragen"
    Welcher Schießbudenfigur fallen eigentlich solche Sätze ein?
    Kann man nicht wenigstens Praktikanten mit journalistischer Grundausbildung beschäftigen?

    "Und dann war da auf einmal Utøya."
    Wenn der Hausmeister dort bewaffnet gewesen wäre, dann hätte der Spuk schneller beendet werden können.
    In keinem Land, das seinen Untertanen das Waffentragen erlaubt, ist je eine Diktatur eingeführt worden. Der Staat kann sich dann nämlich nicht alles erlauben.
    In Deutschland mit seiner Obrigkeitshörigkeit wird das wohl nie verstanden werden.
    es mir unerklärlich ist, das dort in Norwegen, wo fast jeder 5. Einwohner mindestens eine Jagdwaffe hat, auf Triebfahrzeugen und Lokomotiven Waffen auf dem Führerstand sind, niemand diesem Treiben ein vorzeitiges Ende gesetzt hat?
  4. #493

    Info...

    Zitat von texas_star Beitrag anzeigen
    ist 5.56mm nicht schon gross-kaliber bei gewehrmunition? dachte immer .22LR und weniger ist kleinkaliber.

    wie dem auch sei... sobald jemand "grosskaliber" hoert........
    Das Kaliber .22 LR IST 5,56mm. Und ein kleineres, gebräucliches Kaliber ist mir nicht bekannt!
  5. #494

    Zum Beispiel...

    Zitat von homecat Beitrag anzeigen
    Wir wollen doch nicht hoffen, daß es eines Tages wieder mal um unsere Freiheit und Interessen geht. Es ist nur so, daß es wieviele Schützen in D gibt und bei wievielen liegt die Knarre vielleicht auch unterm Kopfkissen und es ist damit der Zugriff von Unberechtigten möglich? Sollen Sie doch in Ihrem Schützenverein Ihrem Sport nachgehen, aber kann uns Gutmenschen versichert werden, daß Erfurt, Winnenden ... nicht nochmal passiert? Durch Schlamperei?
    durch Vergessen einer Polizeiwaffe auf der Damentoilette?
    Es gehören schon mehr Fakten zu einer solchen Amok Tat: Einmal das der Waffenbesitzer unsachgemäß lagert UND eine unberechtigte Person im Haus ist, die dazu noch irre im Kopf ist. So etwas kommt eben nicht jeden Tag vor??
  6. #495

    Ist leider so...

    Zitat von homecat Beitrag anzeigen
    Der Vater hatte die Waffe unter dem Kopfkissen "wegen einer konkret vorhandenen Bedrohung?"
    "Statistisch ist Winnenden zu vernachlässigen" - mir fehlen die Worte.
    Der Vater, ein Geschäftsmann, soll bedroht worden sein. Und eine Statistik ist nun mal empfindungslos - das ändert aber Nichts an den Tatsachen. Eine Statistik, die viel beklemmender ist: Jeder 10. Geisterfahrer soll einen Amokhintergrund gehabt haben -das ängstigt mich!
  7. #496

    Zitat von hesse1978 Beitrag anzeigen
    So sehe ich das auch. Der Beginn einer jeden Diktatur, war die Entwaffnung der Bevölkerung.
    Oh ja, da treffen sich ja die Richtigen. Wenn ich das schon höre... Entwaffnung der Bevölkerung.
    Jetzt müssen sie nur noch den Unsinn vom Stapel lassen, die Amokläufe in D. und anderswo waren nur inszeniert um eine Entw....... durch zu führen.
  8. #497

    ach der Nur

    Zitat von jazzde Beitrag anzeigen
    wenn man keine Ahnung von gewissen Dingen hat, sollte man manchmal einfach den Nur machen..... Denn gerade beim IPSC gibt es weder Holzwände noch schießen aus dem Laufen.
    Nein natürlich nicht, diese hier schießen natürlich alle nicht im Laufen bzw. in der Bewegung:
    (Ach und guck mal, Holzwände sind auch da)

    http://www.ssc-weitwoerth.at/sscw-ip...0345031831.jpg
    http://ipscaustria.org/bilder/ipsc-austria-birgit.jpg
    http://www.chabotgunclub.com/ipsc.h3.jpg
    http://ipscaustria.org/bilder/ipsc-a...-shooting2.jpg

    Und dann noch von Nu(h)r reden....
  9. #498

    Zitat von spatenheimer Beitrag anzeigen
    Das Verhältnis der Deutschen zu Waffen ist irgendwie bescheuert.
    Ja. Hat Tradition. Waffen waren in Deutschland immer den Herrschenden vorbehalten. Klar: ein unbewaffnetes Volk lässt sich leichter beherrschen. Deswegen werden Waffen, die letztlich nichts anderes als Gegenstände sind, ständig emotionalisiert. Von denen, die sich damit auskennen und damit umgehen können genauso wie von denen, die keine Ahnung davon und deswegen ganz schrecklich Angst davor haben.

    Faktisch ist festzustellen, dass sogar die Waffengesetze -- Deutschland hat eins der schärfsten Waffengesetz der Welt -- nichts am Missbrauch ändern. In Großbritannien hat der Missbrauch sogar zugenommen, seit der private Waffenbesitz stark eingeschränkt wurde. Auch in den USA geschehen die meisten Schusswaffenzwischenfälle in ausgerechnet den Bundesstaaten, die die schärfsten Waffengesetze haben.
    Möglicherweise besteht da ein Zusammenhang mit der Tatsache, dass die Gesetze nur jene Menschen betreffen, die sich daran halten. Kurz gesagt, hindern schärfere Waffengesetze also nur die Menschen am Missbrauch, die ihre Waffe ohnehin nicht missbraucht hätten. Bei etwa 10 Millionen legalen und geschätzt 20 bis 30 Millionen illegalen Waffen in Deutschland liegt es auf der Hand, dass Waffengesetze bestenfalls ein Viertel bis ein Drittel der Waffenbesitzer betreffen. Gewaltkriminelle, die eine Waffe für illegale Zwecke missbrauchen würden, interessierten Waffengesetze nicht die Bohne. Oder hat sich die NSU nach der Verschärfung der Gesetze in Folge der Schulmassaker in Erfurt und Winnenden etwa aufgelöst und ihre Waffen der Polizei übergeben?

    Das Lustigste ist dann immer, dass Moore's "Bowling for Columbine" von "Waffengegnern" als Generaltotschlagsargument benutzt wird. Die haben den Film offensichtlich gar nicht kapiert: das ist nämlich keine Kritik an den Waffengesetzen oder den Waffen, sondern eine an der Gewaltkultur in den USA. In Kanada gibt es nämlich genauso viele Waffen je Einwohner wie in den USA, aber dort passiert damit so ziemlich gar nichts.

    Daher neige ich zu der Auffassung, dass Waffenge- und -missbrauch von kulturellen und sozialen Zusammenhängen bestimmt werden, und dass Waffengesetze keinerlei Einfluss darauf haben. Das lässt sich an etlichen statistischen Daten ablesen. Und auch, wenn ich sicherlich nicht will, dass jeder Hansel hier in D mit einer Kanone herumrennt: ein bisschen mehr Entspannung und weniger Emotionalisierung in dieser Waffendebatte täte sicherlich nicht nur der Debatte, sondern auch den Beteiligten gut. Dem hat Christian Buß leider nicht hinbekommen. Schade eigentlich.
  10. #499

    Zitat von Masterchalk Beitrag anzeigen
    Schade, daß man keine Titel eingeben kann...

    Es gibt keine "illegalen" Waffen, es gibt nur Waffen.
    Und die werden benutzt, denn dazu sind sie gebaut worden. Ich hatte mal das Vergnügen ( ehrlich) an einem Sonntag in ein Schützenhaus zu gehen und mit einer AK47 rumzuballern. Tja, dann machte einer den Kofferraum auf, und siehe da... Das war nicht für Tontauben und Rollhasen, das war eine ferngelenkte Knochensäge
    Sie erzählen ein Märchen. Vollautomatische Waffen wie die AK-47 fallen in Deutschland unter das Kriegswaffenkontrollgesetz. Damit ist nicht zu spaßen. Wer sich mit so etwas Illegalem im Schützenverein blicken lässt, wird angezeigt, fliegt für immer aus dem Verein, bekommt lebenslanges Hausverbot, und hat in kürzester Zeit Besuch vom nächstgelegenen SEK.


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