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ARD-Doku über Waffen-Lobby: Deutschlands Pistoleros

WDRZwischen Schießbude und Bundestag: Die ARD-Doku "Waffen sind mein Leben" geht auf Tuchfühlung mit deutschen Sportschützen und ihren Interessenvertretern in Berlin. In dieser Welt herrscht eine Logik, wonach das Ballern sogar bei der Bildung hilft.

ARD-Doku über Waffenlobby: Deutschlands Pistoleros - SPIEGEL ONLINE
  1. #190

    Zitat von DerDodga Beitrag anzeigen
    denn wer ein bisschen Ahnung von Physik und Statistik hat, der kann sich eins leicht ausrechnen:

    Genau zwei Faktoren beeinflussen meine Überlebenschance auf der Strasse:

    a) Sicherheit des Autos
    b) Zeit auf der Strasse / gefahrene KM

    da ich auf b keinen Einfluss habe, versuche ich also a zu verbessern was offensichtlich effektiv nur durch fahren eines schweren grossen Wagens geht.

    Mit einem Smart hat man einfach schlechte Karten gegen sagen wir eine S-Klasse (oder auch nur einen Corsa der mit 180 angeflogen kommt)
    Geht zwar voll am Thema vorbei, mußte aber trotz des Ernstes lachen. Mit meinem kleinen Renault Clio schaffe ich zwar nur 160 km/h, aber wenn ich mit dem Tempo auf der rechten Fahrspur fahre und werde von solch einem schwarzen Monster links, Gott sei Dank links, überholt, schüttelt es meinen kleinen ganz schön durch. Aber was Sie da über Überlebenschancen schreiben - haben die anderen auch eine Überlebenschance?
  2. #191

    Darf ich zusammenfassen ?

    Zitat von reever_de Beitrag anzeigen
    Schön zu lesen, mal wieder ein vorgezogenes Sommerloch bei SpON? Wenn gar nix anderes läuft dann bekommen mal wieder die auf die Mütze die sich ja nicht öffentlich wehren dürfen: Triebtäter, Gewaltverbrecher und, natürlich, die bösen "Waffennarren". Alles die gleiche Wixe. Alles bekloppte, gestrige Deppen und potenzielle Massenmörder. Ich LIEBE diese Art Berichte.

    Darf ich mich outen? Ich bin langjähriger und bekennender (!) Klein- und Großkalibersportschütze mit Lang- und Kurzwaffen in diversen Disziplinen, schieße zudem mit Begeisterung auch Schwarzpulver (Perkussion) und, das allerschlimmste, ich habe eine Sammellizenz für Kurzwaffen (das sind "Pistolen" und "Revolver", für die unwissenden Gutmenschen). Alles zusammen? Hm, ist (noch nicht) so viel, aber so 40 "Stück" Hardware in meinem Panzerschrank kommen gern zusammen. Das deutsche Sportschützen "mit bösen Schusswaffen" international erfolgreich sind wird auch gern vergessen.

    Ich höre schon wie hier aufgeschieen wird ... na und??? Noch was, das sogar ja sogar Vereine und Verbände nicht mal zugeben dürfen um ja die Öffentlichkeit nicht zu "reizen oder zu verärgern": ES MACHT MIR und vielen anderen SPASS! Ja, Schießsport DARF auch Spass machen! Unverständlich für viele ....

    Ich habe allein um mit meinem Hobby auch nur ANFANGEN zu können mit Lehrgängen, Genehmigungen, Gutachten, Tresore etc. schon tausende (!) von Euro ausgegeben bevor ich mir überhaupt EIN Stück "Eisen" ins Haus legen durfte. Ich gehe mit meinen Waffen (böses Wort, gell?), Munition und Lagerung wesentlich sorgfältiger um als viele mit Kreditkarte und PIN-Nummer und Ehepartner ... weil es von mir verlangt wird und ich mir der Verantwortung bewußt bin.
    Sie fühlen sich also mit Massenmördern, Triebtätern und geistigen Deppen in einen Sack gesteckt ?

    Sie haben tausende (!) Euro für die Legalität Ihrer "Schiesseisen" ausgegeben.

    Sie sind ein netter Schütze, gewiss.

    Wann haben Sie sich das letzte Mal über andere Sachen aufgeregt und wie muss ich Sie aufregen, bis ich in den Genuss Ihrer Sammlung kommen darf ?

    Vielleicht sollte ich Ihre(n) Sohn / Tochter, Enkellin oder Enkel oder gar Ihre Frau mal anlächeln.

    Uuups... steigt der Blutdruck ?

    Nein, Sie sind einer der Netten und kein Depp
  3. #192

    Warum nicht mit Luftdruck?

    Zitat von glaubblosnix Beitrag anzeigen
    (...)
    Sportwaffen sind dafür gemacht, möglichst präzise die Mitte einer Scheibe zu treffen. Es ist die Faszination mit viel Übung, höchster Konzentration und einem Präzisionssportgerät über eine Entfernung von bis zu hundert Meter, liegend, stehend und knieend einen Papppunkt zu treffen der nicht größer ist als der Kopf einer Stecknadel.
    Das einzige, was für den Schießsport spricht, ist die Tradition. Aus Jagen und Kriegshandwerk ist irgendwann der Nebenzweig des Sportschießens entstanden. Okay, warum auch nicht? Es gibt ja auch Speerwurf, Bogenschieoßen, Boxen und Fechten usw. - Kampfsportarten eben. Bei gewissen großkalibrigen sportlich genutzen Schusswaffen hat man es aber mit Geräten zu tun, die ohne weiteres auch zum effektiven Töten verwendet werden können. Zum SEHR effektiven Töten.
    Das Schießen mit Luftdruckwaffen erfordert doch wohl nicht weniger Konzentration und Übung usw. - Oder?!
  4. #193

    Zitat von qwer Beitrag anzeigen
    vorab eine Frage: die hübsche junge Dame auf dem Bild oben schießt doch werder mit freier Hand noch mit freiem Visier. Bei Olympia geht sowas schonmal gar nicht, oder?

    Genau da würde ich auch die Grenze ziehen: ich habe überhaupt nichts gegen Sportschützen, die mit ihrem Sportgerät Wettkämpfe im olympischen Sinne (natürlich auch verwandte Wettkämpfe, die derzeit nicht im Programm sind; laufende Scheibe etc.)bestreiten. Bei allem was darüber hinausgeht ist die grenze zur Ballerei und Waffenfetischismus fließend. Es ist natürlich auch nicht zu bestreiten, dass die Attentäter aus Erfurt und Winnenden exakt aus diesem "außerolympischen Millieu" kamen. Die Waffen, die sie benutzt haben, haben mit Sport gar nix zu tun.
    Eine Kaliberobergrenze könnte hier eine saubere Lösung sein. Mit der tödlichkeit einer Waffe zu Argumentieren halte ich allerdings auch für etwas abartig
    Auch für Sie nochmal. Vom IOC sind nicht einzelne Disziplinen anerkannt, sondern das Schiessen allgemein. KK-Stände sind aber nunmal billiger als GK-Stände und zudem ist KK fürs Publikum besser, weil diese keinen Gehörschutz tragen müssen. Nur weil etwas nicht bei den olympischen Spielen vertreten ist, heist es noch lange nicht, dass es kein Sport ist.
  5. #194

    Ja theoretisch kann man damit mehr machen

    Zitat von partey Beitrag anzeigen
    Na dann fahren Sie mal mit Ihrem Auto durch die Klassenräume eines Gymnasiums oder übers Wasser zu einer Insel.
    Hörn Sie doch bitte auf sich dümmer zu geben als Sie sind, ich glaube Ihnen ist der Vorteil einer Waffe gegenüber eines Autos in Bezug auf wahlloses schnelles Töten durchaus bewußt.

    Auf welcher Seite Ihrer "Waffen-für-alle" Bröschüre steht das Autoargument noch einmal ?


    Bekommen die freien Mitarbeiter vom Forum Waffenrecht eigentlich Sonntagszuschlag, wenn jene hier im Forum schreiben?
    aber da ich kreativ bin, fallen mir Alternativen ein. Auf die Insel könnte man beispielsweise stattdessen Beniz verfrachten (mit einem Boot durchaus auch unauffällig sehr grosse Mengen) - oder eine zweite Bombe. Aus vollkommen legalen Materialien - nur kommt keiner auf die Idee, etwa Dünger zu verbieten weil man da auch Bomben mit bauen kann. Die Opferzahlen anderer vergleichbarer Anschläge zeigen ja das diese Mittel auch nicht weniger bedrohlich sind.

    Die Attentäterin in Sankt Augustin hatte wohl beispielsweise Molotov-Cocktails noch dabei - wäre sie nicht ausgebüchst, hätte das auch ganz ohne Schusswaffe ein absolutes Desaster geben können.

    Und nein, ich habe weder eine Waffe noch einen Waffenschein noch bin ich Mitglied im Schützenverein - sehr wohl habe ich aber in Erinnerung, welche Form von Regierung üblicherweise am Schärfsten gegen Waffenbesitz vorgeht.

    Und was ist mit den ganzen Messerstechereien? Müssen dann Messer nicht auch Konsequent verboten werden? Tragen darf man sie ja schon genausowenig wie Waffen...

    Zuguterletzt habe ich auch ein Beispiel für ein Land mit extrem restriktivem Waffenrecht, was trotzdem nichts an der massiven (Gang)Gewalt mit vielen Toten (deutlich mehr als hier soweit ich das mitbekomme) ändert: England.
  6. #195

    Zitat von horstwende Beitrag anzeigen
    Da ist er wieder, der alte Spruch! Dass er oft zitiert wird, macht ihn aber nicht richtiger: Menschen töten Menschen mithilfe von von Menschen geschaffenen Artefakten. In dem Artefakt (Waffe) ist ein Zweck veranlagt, der dem Ding von Menschen gegeben worden ist. Die Waffe ist die Verlängerung der menschlichen Potenz und Teil der menschlichen Handlung. Sie ist da, um Menschen zu töten, das ist der Zweck, der ihr von Menschen mitgegeben worden ist. Deshalb wird sie verfeinert, deshalb werden Neue erfunden.
    Die Verdinglichung und sinnliche Entleerung der Waffen ist Quatsch. Waffen haben nur einen, von Menschen gegebenen, Zweck (und das unterscheidet sie von allen anderen von Menschen geschaffenen Objekten): Effizient töten.

    Richtig wäre der Spruch: Menschen töten Menschen - unter Zuhilfenahme und effizienter dank Waffen.
    ich weis, dass mein Beitrag erst spät oder garnicht veröffentlichen wird, aber dennoch ein Versuch, Ihnen zu antworten. Sie sagen, waffen sind zum töten da.
    Unmittelbar bevorstehende Gefahr, die von den Sportschützen ausgeht? Die Antwort heist nein, sehen sie sich die Kriminalstatistiken an und schauen Sie wie in Deutschland in den letzten Jahren abertausende von Morden durchgeführt wurden.

    Kleiner hind, nicht mit den Sportpistolen. Ihre Ängste kann ich verstehen, aber deshalb die Sportschützen verdammen, nein.
  7. #196

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    Das ist belanglos!

    Der Respekt vor den Opfern verbietete solche simplen Analysen!
    Das heißt also bei Ihnen das nicht (kritisch) darüber geredet werden darf solange es nicht ins (politische) Bild passt?????
  8. #197

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    Das ist belanglos!

    Der Respekt vor den Opfern verbietete solche simplen Analysen!

    Fakt ist, das Winnenden nicht durch ein schärferes Waffengesetz zu verhindern gewesen wäre!

    Der Vater des Amokläuferns hatte aus Angst vor einem nächtlichen Überfall eine Waffe illegal im Schlafzimmer deponiert!

    Der Mann hat sich also sowieso nicht an das Gesetz gehalten! Also warum sollte er sich aus den gleichen Ängsten heraus nicht eine illegale Waffe besorgt haben, falls er keine legale Waffe bekommen hätte?
    Die Angst vor dem Überfall war die Ursache dafür, das die Waffe in die Reichweite des Amokläufers kam und nicht ein zu laxes Waffenrecht!
    Ihre Aussage ist mal wieder völlig unsinnig!

    Sehr viele "Schützen" lagern und/oder führen ihre an sich legalen Waffen vorsätzlich illegal!
    In der Regel eine OW oder kleine Straftat..

    Die gleichen Leute kämen aber seltenst auf die Idee, sich illegal eine Waffe zu beschaffen.
  9. #198

    Seriöser Journalismus sieht anders aus

    Ich empfinde diesen Beitrag als billig und niveaulos. Warum? Ganz offensichtlich geht es hier nicht um seriöse Information, sondern um billige Stimmungsmache. Nein, ich bin kein Sportschütze, war es allerdings mal.

    Da wird nun in einem Beitrag alles über einen Kamm geschert und diffamiert. Dass wir im Bereich der Sportschützen, zu denen übrigens auch der gesellschaftlich und sportlich sehr anerkannte Biathlon gehört, viele sportliche Erfolge feiern, uns damit als Nation auch bei den olympischen Spielen und Weltmeisterschaften vertreten lassen und z.B. auch die ARD in jeder Saison über viele Stunden die Wettkämpfe meist sogar live überträgt und damit seine Kassen füllt, scheint irgendwie entfallen zu sein. Schon innerhalb der ersten vier Absätze bemühte Herr Buß Begriffe wie z.B.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So informiert man nicht, so macht man Stimmung.

    In vielen Regionen Deutschlands ist es fester kultureller Bestandteil der regionalen Kultur, dass es im Ort einen Schützenverein gibt. Diese sind historisch gewachsen und haben in sehr vielen Gemeinden quer durch ganz Deutschland häufig die schwere Aufgabe übernommen, durch ein reges Vereinsleben die Kultur in der Gemeinde ein wenig am Leben zu halten. Da werden nicht nur Schützenfeste als Höhepunkt des Jahres veranstaltet, sondern auch Seniorennachmittage, Altpapiersammlungen, Ausflüge, Arbeitseinsätze in den Schulen und Kindergärten der Orte, Kinderfeste, Vorträge usw.

    Herr Buß hat von all dem aber scheinbar wenig bis gar nichts mitbekommen.

    Hinzu kommt ein staatlicher Auftrag. Aber das würde jetzt zu weit führen. Ein Blick zu Wikipedia hätte fürs erste auch schon gelangt.

    Wenn der Spiegel noch lange Marktführer bleiben will, sollte man auf dieses Niveau verzichten. Ich hoffe, dass man mit Kritik umgehen kann und mein Beitrag der Zensur entkommt.

    Es ist gut, wenn man auch auf diesen wie jeden anderen Bereich stets ein wachsames und kritisches Auge hat, aber gleich Millionen von Sportschützen als "Pistoleros" zu titulieren, geht nun wirklich zu weit. Und wenn die ARD da übers Ziel hinausschießt (upps, sie schießen), dann muss das der Spiegel nicht auch noch tun.

    Im übrigen werden die PKWs nicht verboten, nur weil damit jedes Jahr Menschen getötet werden. Nicht jeder Autofahrer ist deswegen gleich ein Raser oder potentieller Totschläger.
  10. #199

    Zitat von partey Beitrag anzeigen
    Na dann fahren Sie mal mit Ihrem Auto durch die Klassenräume eines Gymnasiums oder übers Wasser zu einer Insel.
    Hörn Sie doch bitte auf sich dümmer zu geben als Sie sind, ich glaube Ihnen ist der Vorteil einer Waffe gegenüber eines Autos in Bezug auf wahlloses schnelles Töten durchaus bewußt.

    Auf welcher Seite Ihrer "Waffen-für-alle" Bröschüre steht das Autoargument noch einmal ?


    Bekommen die freien Mitarbeiter vom Forum Waffenrecht eigentlich Sonntagszuschlag, wenn jene hier im Forum schreiben?
    Wieviele Menschen sind nochmal beim der Amokfahrt in Holland um Leben gekommen? Wenn ich mir einen 2,5t SUV vorstelle der in eine Horde auf den Schulbus wartender Kinder fährt, wird mir auch ganz anders.








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