dapdEr ist so unbeliebt wie nie zuvor: Gerade 16 Prozent der Wähler glauben noch, dass der FDP-Chef und Wirtschaftsminister Philipp Rösler gute Arbeit leistet. Es ist kurz vor Ende der Landtagswahlkämpfe in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen ein verheerendes Signal.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...831250,00.html
Die FDP baut ihr Auftreten schon immer auf eine Person auf. Ob Möllemann, Gerhardt, Westerwelle oder Rösler. Einer mit Charisma, Kampfgeist und guter Rhetorik steht an der Spitze und propagiert, was der potentielle FDP-Wähler hören will. Obwohl hier ein Herr Rösler doch aus der Reihe fällt, ich kann hier leider keines der sonst üblichen Talente entdecken. Wollte sonst wirklich keiner oder ist die FDP in den zweiten und dritten Reihen wirklich so schlecht besetzt, dass hier Herr Rösler die erst Wahl war. Und es funktioniert, siehe Westerwelle, die FDP wird gewählt. Dann stellt sich wieder einmal heraus, dass von den Wahlkampfversprechen nichts als Erinnerung bleiben. Steuern für die Reichen soweit senken, dass der Staat kollabiert lässt sich halt nicht so einfach durchsetzen, nicht einmal mit der Union als Kolitionpartner. Die Stammwählerschaft der FDP besteht scheinbar wirklich nur aus Apothekern, Ärzten, Hoteliers, Rechtsanwälte….und die scheinen halt nicht ganz für 5 % zu reichen. Aber die sind der FDP als Wähler sicher, hier liefert die FDP schon immer ganz gezielt – ganz getreu der Markt wird’s schon regeln. So mancher dieser Herrschaften könnte sich ohne die FDP sein Wochenendhaus am Starnberger See nicht leisten – schon gar nicht wenn man seine Mitarbeiter selbst bezahlen muss. So jetzt ist der Rösler fertig und es kommt der Lindner. Und obwohl dieser noch nicht den Vorsitz hat wirkt es schon. Bis es kommt wie es kommen muss in einer Partei, deren Inhalte sich nicht ändern sondern nur Gesichter und das Marketing. Auch ein Herr Lindner wird nicht liefern…und das ist Gut SO!!!
Vielleicht haben Sie ganz einfach noch nicht gecheckt, dass sich die politische Landschaft verändert - ob jetzt mit Piraten oder ohne. Keiner von uns weiß, wie diese Veränderung eines Tages aussehen wird. Klar scheint mir nur, dass der größte Teil der Bevölkerung von den so genannten "Volksparteien" die Nase voll hat. Und von der FDP erst recht.
Ich denke, Sie liegen da richtig, zumindest vom Prinzip her. Rösler wird nicht mehr lange Parteivorsitzender sein. Danach kommt möglicherweise aber noch nicht Lindner, sondern zuerst Brüderle.... wobei es auch durchaus Lindner sein könnte. Bis zur nächsten Wahl werden sie sich so oder so weit von der Union distanzieren... egal, ob die Koalition hält oder nicht und die 5% auch wieder knacken. Die FDP abzuschreiben fand ich immer schon naiv, immerhin gabs in den späten 90ern ähnliche Umfragewerte.
Übrigens sage ich das als "Definitiv-Nicht-FDP-Wähler"... ;-)
Gründlich betrachtet dürfte Herr Dr.Rösler bisher in allen Berufen, in allen Bundesländern gescheitert sein.
Die augenblickliche Führung samt den Superkritikern Kubicki ("Wir sind es wert") oder Lindner ("Wie verbrate ich eine Steuerzahlermillion")
sind samt Rösler und Brüderle wie ein "Schwarzes Loch" das den Gedanken eines ordentlichen Liberalismus verschlingt und in Vergessenheit katapultiert.
Die Milch von Muttis Brust scheint mir auf die Dauer so verderblich zu wirken, wie bei Herrn Vizekanzler der SPD der dann diese Traditionspartei in den Orkus führte.