Forum: Blogs
Archäologie: Warum*die Wikinger aus Grönland flohen
Lange lebten die Wikinger in Grönland. Warum jedoch zogen sie sich*Ende des 14. Jahrhunderts zurück? Neben verlassenen Siedlungen der Nordmänner haben Wissenschaftler nun Hinweise auf die Ursachen*der Flucht gefunden.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...765774,00.html
- #30 01.06.2011 07:31 von
Jared Diamond
hat sicherlich zu sehr aus dem Blickwinkel eines Forschers geschrieben, für den die komplexen Beziehungen Klima-Umwelt-Gesellschaft hauptsächlich durch das Klima gesteuert wurden, um die Gesellschaften von heute anzustoßen, *etwas* zu tun, anstatt abzuwarten und weiter zu machen - der Wutschrei eines intellektuellen Anderswissers. Was er dabei außer acht läßt ist, daß die Wikinger womöglich garnicht für die Ewigkeit auf Grönland bleiben wollten. Der erste Auswanderer dorthin war verbannt worden (aus Island) und hatte danach andere Gefolgsleute mit dem Versprechen zum Nachziehen gebracht, sie könnten dort Landbesitz ohne Grenzen haben und bestehenden gesellschaftlichen Zwängen in Island entfliehen. Denken Sie an den alten Spruch über Neusiedler "Den Eltern den Tod, den Kindern die Not, den Enkeln das Brot".
Nach dem Tod der 1. Generation der Einwanderer klang das Alles u.U. gar nicht mehr so verlockend angesichts des harschen Klimas - und der Hoffnung, vielleicht 'Vinland' und südlichere Gefilde besiedeln zu können, was dann ja aus weitgehend unbekannten Gründen aufgegeben wurde. Diese Generation war in der Lage, nach Island oder Norwegen zurück zu gehen, wozu sollten sie sich gesellschaftlich umstellen, anpassen oder gar den Inuit angleichen? Auch heute mag oder kann das keine andere Volksgruppe, auch nicht die nördlichen Indianerstämme Nordamerikas. Die Lebensweise der Inuit -der traditionell lebenden Inuit und Tschuktschen- dürfte bei Tageslich betrachtet nicht sonderlich erstrebenswert und romantisch sein, wenn man bereits den technischen und wissenschaftlichen Stand der Wikinger erreicht hatte.
Betrachten Sie dazu als Parallele das Verhältnis der Bantustämme zu Pygmäenvölkern oder das Umfeld der San in Botswana - perfekt an ihre Umwelt angepaßt und dennoch zum Untergang verurteilt, weil die Nachbarn diesen Lebensstil eben nicht annehmen mögen. - #31 02.06.2011 08:58 von
Normannen sind Wikinger
Es ist müßig darüber zu streiten ob und ab wann es Wikinger oder Normannen heißt.
Sie haben sich wohl nicht mal selber so bezeichnet, sondern wurden von den anderen Völkern so genannt.
In Russland wurden sie übrigens Waräger oder Rus genannt. Bis zur Herausbildung von Königreichen und der
damit verbundenen Christianisierung kann man diese Stämme, denn nichts anderes waren sie, die sich
zwecks Raubzügen auch mal zusammenschlossen, als Wikinger bezeichen und dann als Schweden, Dänen, Norweger.
p. s. Ich glaube nicht, dass die Normandie freiwillig den "Normannen" überlassen wurde, sondern wie
andere Gebiete auch von ihnen eingenommen wurde. - #32 03.06.2011 10:53 von
- #33 19.10.2011 19:58 von
Wiking
Ein bewaffneter Plünderzug wurde in Skandinavien "Wiking" genannt, also Einkaufen ohne zu Bezahlen. Diese Schiffe waren recht hoch angesehen und wurden deshalb als Wikinger bezeichnet. Die anderen (Händler z.b.) nannte man Normannen, wobei die Sprachgrenzen fliesend gewesen sein dürften, schließlich kannte nicht jeder die feinen Unterschiede.
Im Spätmittelalter sagte man z.b. auch Freibeuter zu Seefahrern die im Auftrag des Landes unterwegs wahren.
Die aktuellen Top-Themen
Antworten / Zitieren


