60 Pfund ist für einen Kriegsbogen eher schmächtig.
Es gibt englische Langbögen aus dem Mittelalter mit einem Vielfachen dieses Zuggewichts.
Ein bisschen Flachs, Leinsamen und Stoff - fertig ist der Brustpanzer. Historiker und Archäologen haben eine Leichtrüstung aus Zeiten Alexanders des Großen rekonstruiert und Erstaunliches herausgefunden: Das vollkommen metallfreie Hemd schützt so gut wie eine moderne schusssichere Weste.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...675814,00.html
60 Pfund ist für einen Kriegsbogen eher schmächtig.
Es gibt englische Langbögen aus dem Mittelalter mit einem Vielfachen dieses Zuggewichts.
Ich sage sowas nicht oft, aber das ist einfach: echt cool. Kein guter Kommentar, aber ich bin halt einfach mal beeindruckt.
Wenn möglich würde ich gerne wissen wo denn die wissenschaftliche Veröffentlich geschehen ist, um das experiment nachzuvollziehn( bin selbst Student der UFG in Tübingen, wir machen auch experimentelle Archäologie)
Problematiisch ist allerdings die Tatsache mit welchen Pfeilgewichten gearbeitet wurde. Zum Vergleich ein mittelalterlicher Langbogen hatte mindestens 100 Pfund oft mehr (120 und mehr waren keine Seltenheit) and Zugkraft. Mit den entsprechenden Spitzen liess sich damit auch Plattenrüstung durchschiessen -glatt!. Auch die Römer führten oft mobile Geschütze wie Skorpione u.ä. mit. Desweiteren sind makedonische Rüstungen aus dem 4. Jahrhundert v.Chr. erhalten. Diese sind aus metall.
Alexander mag diesen Leinenpanzer getragen haben, aber als Feldherr sollte er nicht in vorderstem Treffen stehen. Und auch aus dem Zusammenhang der damaligen Kriegsfführung sollte das Ergebnis vorerst nicht überbeweret werden
Überraschend ist der gute Schutz des Linothorax gegen Angriffe mit spitzen Waffen. Kevlar bietet alleine keinen Schutz gegen Angriffe mit spitzen Waffen, hierzu muß zusätzlich ein Schutz, meist ein Kettenhemd, getragen werden.
Es wäre interessant ob das Verkleben der Leinenstoffteile den Linothorax wirklich verstärkt. Moderne ballistische Stoffe werden vernäht da diese dann die Kräfte, die auf sie wirken besser verteilen.
In Asien gibt es ballistische Schutzwesten aus Seide, meines Wissens sind Teile der thailändischen Polizei mit solchen seidenen Schutzwesten ausgestattet. Diese behalten im Gegensatz zu Aramidfasern wie Kevlar auch ihre volle Schutzwirkung wenn sie feucht werden (z. B. durch schwitzen).
Die Seile wurden ja aus Hanf gemacht. Wären Hanffasern nicht noch besser geeignet? Die Vorstellung, dass Stoff eine Klinge nicht aufhält rührt anscheinend daher, dass wir uns an Baumwolle gewöhnt haben. Und Baumwollen ist ein mieses Zeug. Eine teure Jeans wird vom Fahrradsattel innerhalb von Monaten aufgescheuert.
OK, zugegeben. Aber die Langbögen waren ja auch ein großer Fortschritt im Wettrüsten, der lange nach Alexander stattfand. Für seine Zeit war er gegen das normale Schlachtgeschehen einigermaßen geschützt. Den Aspekt des Tragekomforts im Soldatenalltag finde ich hier viel interessanter.
Es ist ein interessantes Projekt, aber in ihrem Bericht dazu steht zu lesen "...Schwerter, Äxte, Morgensterne, Speere und Pfeilspitzen. Natürlich waren alles Repliken, hergestellt nach Vorbildern aus dem Nationalmuseum in Athen."
"Repliken", also "Antworten"? Das sollen doch bestimmt Nachbildungen, also "Replikate" sein. Wird denn gar nicht mehr redigiert? Nicht mal ein bisschen?
Ach...