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Arbeitszeiten: Jeder Zehnte arbeitet mehr als 48 Stunden

Die 35-Stunden-Woche war gestern: Viele Arbeitnehmer in Deutschland arbeiten, bis der Arzt kommt. Fast zehn Prozent verbringen nach Erhebungen des statistischen Bundesamts 48 und mehr Stunden im Betrieb. Am längsten arbeiten Manager und Selbständige.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...720108,00.html
  1. #30

    Workoholic

    Ich war früher ein Workoholic. Die Arbeit hat mir einfach spass gebracht. Es war mein Leben. 80 - 100 Überstunden/Monat bei einer normalen 40 Std. Woche war normal. Irgendwann machte der Körper nicht mehr mit und ich musste kürzer treten. Gesundheitlich habe ich mich nie wieder davon erholt (Schlaganfall). Ein schuldenfreies , bar bezahltes Haus, Sportwagen und ein gut gefülltes Bankkonto sind mir geblieben. Ich habe die Erfahrung gemacht, entweder engagiert man sich komplett, d.h. die Arbeit wird zum Lebensinhalt oder man ist nicht Spitze im Job. Diese Entscheidung sollte man bewusst treffen.
  2. #31

    Sitzungen

    Zitat von zwergleinweg Beitrag anzeigen
    Ich habe schon mehrstündige Sitzungen erlebt, die eigentlich auch in 20 Minuten hätten erledigt werden können
    Wir haben Bullshit Bingo gespielt. Bei Sitzungen geht es um effizienz, synergieeffekt, Gewinn, Jahresüberschuß, Handelsspanne, Steuern,Image.
    Diese ganzen Worte und natürlich mehr gab/gibt es als Bingo Spiel und wenn wir ein Feld voll hatten, dann haben wir BINGO gerufen.
    Mich nervte die Profilierungssucht der Leute, obwohl mindestens 1 akad. Abschluß klotzte einem die Blödheit aus den Augen entgegen. Ich erkenne Menschen mit Geist schon an den Augen.
    Anders war es in einer internationalen Holding. Dort war Einstellungskriterium und das ist über 25 Jahre her, 2 Fremdsprechen, Auslandsaufenthalt und 2 akademische Abschlüsse. Lag das nicht vor, dann bekam man keinen Vorstellungstermin. Und das war ein Minimum. Da hatte man komischweise nicht viel Leerlauf. Erstaunlich war es für mich, weil Jura + VWL oder BWL + Sozialökonom, zusammen trafen. Studiengänge, die nichts/wenig miteinander zu tun hatten. Ich habe nie verstanden, warum es so war.
  3. #32

    Spass

    Zitat von groj Beitrag anzeigen
    Ich arbeite im Sicherheitsgewerbe und durchschnittliche 180 bis 210 Stunden(September 2009: 247 Stunden).
    Ich darf Ihnen sagen das der Tariflohn in Rhld.-Pfalz sage und schreibe 5,60 € beträgt.
    Noch Fragen liebe "Systemrelevanten Banker"?
    Als Security habe ich am Wochenende (HH Kiez) aus spass gearbeitet als ich meine Zeit als Workoholic beendet war und ich im öffentlichen Dienst in der Finanzverwaltung meine Tätigkeit aufnahm. Im Alter sollte man es ruhiger angehen lassen.
    Bis zum ca. 32 LJ. werden fast alle beruflichen Entscheidungen getroffen. Treffen sie bis dahin falsche Lebensentscheidungen (Ausbildungen, Ehe, Kinder) ist es selten zu korrigieren. Gegen bestimmte Lebensentwicklungen Krankheit,ehemaliger DDR Bürger, etc. können sie nichts machen. Die meisten Securities haben ihr Leben selbst "verknallt".
  4. #33

    .

    Zitat von Wafthrudnir Beitrag anzeigen
    In der Forschung (im öffentlichen Dienst wohlgemerkt) sieht das ähnlich aus. 50 bis 70 Stunden Wochen, inkl Wochenend- und Feiertagarbeit sind in meinem Institut eher die Regel. Überstunden werden selbstredend nicht abgegolten, und promovierende kriegen eh nur den halben Regellohn, werden also nur für 19 Stunden bezahlt ;)
    Die Krönung des Ganzen sind Zeiterfassungsbögen - sofern man über EU-Drittmittel angestellt ist. Dann darf Doktorand fein säuberlich fiktiv 4 h Arbeit / Tag in die Tabelle eintragen - auch wenn er doppelt und dreifach soviel arbeitet. Trägt er seine wahren Stunden ein, gibt es Probleme mit der Personalabteilung: Mann soll doch bitte nicht all seine Überstunden auflisten.

    Solche Zeiterfassungsbögen gehen sicherlich in die EU-Statistik zu den Arbeitszeiten in den europäischen Staaten ein, und siehe da: Deutschland hat verhältnismäßig wenig Überstunden, und viele Halbtagskräfte. Manchmal möchte man weinen.


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