ist der besondere "christliche" Umgang mit den Mitarbeitern. Denn so ein ganz kleines Bißchen Inquisition kann doch nicht schaden, oder? Und Dank ist schließlich göttlich und nicht menschlich.
dapdVon einem Tag auf den anderen wurde eine Telefonseelsorgerin vor die Tür gesetzt, nach acht Jahren. Das mag ungerecht und menschlich schäbig sein - aber es ist zulässig, urteilte jetzt das Bundesarbeitsgericht: Eine ehrenamtliche Tätigkeit ist kein Arbeitsverhältnis.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...852997,00.html
ist der besondere "christliche" Umgang mit den Mitarbeitern. Denn so ein ganz kleines Bißchen Inquisition kann doch nicht schaden, oder? Und Dank ist schließlich göttlich und nicht menschlich.
Wie kann es sein, dass ein Ehrenamt mit Rechten verbunden ist. Grundlage des Ehrenamtes ist die Dummheit des Menschen, der seine Leistung und seinen Intellekt einbringt um eine Organisation wirtschaftlich zu stärken. Es gibt keine Organisation, die nur für die gute Tat arbeitet. In jeder Organisation sind Manager tätig, die sehr genau darauf achten die verfügbare Ware "Freiwilliger" möglichst effektiv und erschöpfend auszubeuten. Weiter hängen nahezu alle sogenannten sozialen Organisationen am Tropf irgendeines Solidarsystems-und garantiert nicht um dieses zu stärken.
So ist das Leben eben. Blöd nur von den Kollegen und Kolleginnen. Von dieser Seite hätte es Unterstützung geben müssen. Wenn jetzt einfach alle zu hause geblieben wären- wer hätte dann wohl gehen müssen??
Gute Arbeit sollte mit gutem Geld entlohnt werden!
Da wird man von einer Organisation wie die Kirche ausgenutzt während kirchliche Würdenträger luxuriös in die Armenviertel fliegen. Man sollte schon genau schauen wem man seine Arbeitskraft über Jahre hinweg verschenkt. Was mag die Arbeit pro Stunde wert sein? 8 Euro mal Arbeitsstunden mit Urlaubsgeld etc. so das mal die Jahre. Eine schöne Stange Geld die der Kirche gespendet wurde und die sich sooo erkenntlich zeigte.
Eines habe ich in meinem Leben gelernt, so zu Arbeiten wie mir bezahlt wird.
Was mich mal interessieren würde ist: Warum diese Frau und nicht ein anderer der 53 Ehrenamtlichen? Hat sie gegen ihren Chef gewettert? Ihre Arbeit nicht mehr zur Zufriedenheit erledigt? Hilfesuchende falsch beraten? Zuviel Pause gemacht? Oder sollte das Team verkleinert werden und ihr Chef hat gewürfelt? Und warm überhaupt jemanden rausschmeißen, der gerade mal 30 Euro im Monat kostet?
Das die Situation arbeitsrechtlich klar ist, kann ja sein. Aber mich hätten an dieser Stelle auch die Gründe für die "Entlassung" interessiert.
Danke, dass Du mir Dummheit bescheinigst. Aber das nur am Rande. Als Ehrenamtlicher arbeitet man doch nicht zwangsläufig für eine Organisation? Man kann sich sein Ehrenamt auch selber schaffen, ohne jemanden um Erlaubnis zu fragen, oder - wie in meinem Fall - basisdemokratisch zu einer Funktion im Internet gewählt werden. Ein Arzt kann illegal Eingewanderte und nicht krankenversicherte Obdachlose kostenlos behandeln, ein Rentner kann sich in blauen Müllsäcken die schmutzige Wäsche obdachloser Jugendlicher geben lassen und waschen (hab ich nur einmal getan, da ich noch kein Rentner bin und nicht soviel Zeit habe), man kann es sich zur Gewohnheit machen regelmäßig die Preise bestimmter Tankstellen an einschlägige Websites zu melden (hab ich versucht, aber ich bringe nicht die nötige Disziplin und Ausdauer auf), man kann einen kostenlosen NNTP-Server betreiben (würde ich gerne, hab aber keine Zeit) oder Strafgefangene besuchen und für die Besorgungen erledigen. Alles Ehrenämter ohne Chef, ohne Organisation. Auch wenn man für manche gemeinnützige Tätigkeiten wegen Missbrauchsgefahr eine behördliche Genehmigung braucht, z.B. beim Spendensammeln ist das so und vielleicht auch bei der Telefonseelsorge. Nach meiner Beobachtung scheint es Rentner zu geben, die in einer ehrenamtlichen Tätigkeit weniger das Gemeinnützige sehen sondern zuallererst einen festen Rythmus für ihr Leben. Sie können mit ihrer Freiheit nichts anfangen und brauchen fremde Hilfe bei der Einteilung ihres Tagesablaufs, daher suchen sie Ersatz für ein fremdbestimmtes Arbeitnehmerdasein.
Die Klägerin in dieser Sache sollte ihre eigene Telefonseelsorge betreiben, wer hindert sie denn daran?