CorbisImmer mehr Deutsche zieht es in die Selbständigkeit. Nach Angaben des "Handelsblatts" ist die Zahl der Freiberufler zu Jahresbeginn auf rund 1,2 Millionen gestiegen - ein Allzeithoch. Die Existenzgründer werden für den Arbeitsmarkt immer wichtiger.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...837658,00.html
Man weiß gar nicht mehr, was man dazu sagen soll. Statt der "schönen Welt der Freiberufler und jungen Unternehmer", sieht die Wahrheit ganz anders aus:
- Scheinselbstständige
- Selbstständigkeit als Notlösung um der Erniedrigumg und den Enteignungsgesetzen Hartz IV zu entgehen
- teileweise Angebots-Übersättigung von Märkten, damit Preisverfall
- billige Dienstleistungen am Markt für die man sonst Unternehmen mit markgerechten Preise beauftragt hätte
Willkommen in der neo-lieralen Welt und im Kapitalismus (der hier im Lande laut Verfassung nichts zu suchen hat). Aber darüber darf man ja nicht sprechen.
Also ich fahre als Selbständiger viel besser als vorher.
Mit Rücklagen für Alter, Krankheit usw...
Man darf sich halt nicht unter Wert verkaufen. Wenn die ganzen Freelancer so blöd sind und für ein Ei und einen Apfel arbeiten, kann ich Ihnen auch nicht helfen. Und wenn ich schon wieder Krise höre, dann wird mir ganz schlecht. Hier in Deutschland ist keine Krise (zumindest mal bis jetzt). Besser als momentan ging es uns noch nie!!!! Und ich bin z.B. momentan über 1 Jahr voll ausgelastet.
Die andere sind die Anzahl der Insolvenzen und schon relativiert sich alles. Ausserdem sind steigende Selbständigkeit auch ein Zeichen für schlechten Arbeitsmarkt, wenige (gute) Stellen, schlechte Bezahlung, unsichere Rahmenbedingungen (befristete Verträge). Viele "zwangsweise" Selbständige verzichten auf Rentenversicherung, Krankenversicherung damit mehr Netto vom Brutto bleibt, da ihre Angestelltenjobs auf niedrigem Niveau das nicht ermöglichen. Die Rechnungen dafür kommen später, persönlich oder für die ganze Gesellschaft.
Ich kann Ihnen nur zustimmen:
seit 23 Jahren Freiberufler in der Klifo suche i c h mir in der Regel die Projekte aus, in denen ich arbeite und kann sogar häufig ganz oder teilweise vom home office arbeiten.
Was hier über Freiberufler bei Siemens, Bosch etc. geschrieben wird, ist dummes Zeug.
Der Kollege dort wird von den Festangestellten eigentlich immer beneidet.
Warum die das nicht auch tun?
Weil in der Regel der Mut dazu fehlt - die alte deutsche "Sicherheit...." verhindert's oft.
In der Regel sind die Vertragsbedingungen ungleich besser als für Festangestellte, weil sie meist für ein gewisses Projekt geschlossen werden.
Dass es auch einen ganz anderen Markt gibt - grau bis kriminell - ist nichts Neues - und insoweit ist der Artikel einfach unterirdisch schlecht!
Als direkt "Betroffener" sehe ich durchaus einen Unterschied zwischen Gewerbetreibenden und klassischen Freiberuflern. Ein Freiberufler wird keineswegs in diese, seine Lage gedrängt sondern entscheidet sich bewusst dafür, und das eher aus Gründen der Flexibilität und weitestgehenden Eigenbestimmung. Ich kenne auch keinen Freiberufler der Regale einräumen würde, hier handelt es sich wohl eher um Gewerbetreibende, die ggfls. in diese Tätigkeit gedrängt wurden. Und mit Stundenlöhnen von, wie sie hier genannt wurden, 5 EUR würde sich auch kein echter Freiberufler zufrieden geben.
Nur mal so anbei ....
Allein in Berlin meldeten sehr viele ein Gewerbe an http://video2.spiegel.de/flash/11977..._H264_1400.mp4 Prima Statistik.