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Arbeitsmarkt: Zahl der Freiberufler steigt auf Rekordhoch
CorbisImmer mehr Deutsche zieht es in die Selbständigkeit. Nach Angaben des "Handelsblatts" ist die Zahl der Freiberufler zu Jahresbeginn auf rund 1,2 Millionen gestiegen - ein Allzeithoch. Die Existenzgründer werden für den Arbeitsmarkt immer wichtiger.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...837658,00.html
- #50 08.06.2012 09:19 von
Lustig - Ich hoffe, mein vorheriger Beitrag wurde gepostet, denn es wurde tatsächlich genauso geantwortet, wie ich prophezeit hatte. (Bis auf, dass ich prognostiziert hatte, dass der Künstlerische Beruf gegen einen BWLer Beruf ausgespielt würde:-))
Wenn Sie meinen, wir bräuchten hierzulande keinen Musikunterricht, wer soll denn dann aber Ihren Kindchen das Geigespielen beibringen, womit Sie dann bei Ihren BWLer Freunden prahlen können - Sie etwa?
Und die Leiharbeiter bei den Automobilherstellern verschweigen Sie wahrscheinlich auch nicht aus reiner Unkenntniss heraus, sondern mit purer Absicht, oder? - #51 08.06.2012 09:23 von
Freiberufler Selbstständige
die ganzen Scheinselbstständigen in Bau- und Gesundheitsbereich die heißen nicht Freiberufler und das sind auch die Hermesfahrer nicht um die geht es in diesem Artikel nicht....und die ganzen Freiberufler sind über Ihre Versorgungswerke rentenversichert und im Alter sicher besser abgesichert als der normal Angestellte
- #52 08.06.2012 09:25 von
Nur um das klarzustellen...
Freiberufler und Existenzgründer ist nicht dasselbe.
Fragen Sie doch z.B. mal einen freiberuflichen Architekten: sowas macht man nicht freiwillig, sondern weil Arbeitgeber nicht die Verantwortung tragen wollen, ihre Mitarbeiter regulär zu beschäftigen. Horrendes Haftungsrisiko, keine verlässliche Berufshaftpflicht, Steuerjungel, oft geringerer Nettoverdienst sind nur ein paar der Nachteile. Willkommen im Entrepreneurland Deutschland. - #53 08.06.2012 09:26 von
Selbstständige sind nicht alle Freiberufler!
Freiberufler sind, das wurde ja schon mehrfach versucht klarzustellen, in aller Regel nicht gewerbesteuerpflichtige Tätige aus einem Katalog an Berufen, z.B. Apotheker, Ärzte, Architekten, Unternehmensberater, Notare und Rechtsanwälte, Statiker, zahlreiche, selbstständige Gesundheitsberufe, etliche künstlerische und Lehrberufe u.a.m.
Aber eben nicht Kurierfahrer, Hausmeisterdienste oder viele ausgelagerte Angestellte. Die Abgrenzung kann indes im Einzelfall schwierig sein (und entscheidet dann über Dinge wie Gewerbesteuer, Buchführungspflicht, IHK-Mitgliedschaft, mögliche Gesellschaftsformen usw.).
Viele dieser Berufe sind, das ist bisher noch gar nicht zur Sprache gekommen, im Grunde keine Unternehmer, sondern irgendwo zwischen Angestellten, Beamten und Unternehmern angesiedelt.
Oft geschützt durch Honorarordnungen und z.T. strikte Zugangshürden sowie sonstige Regularien, die die Berufsausübung oft strikt begrenzen und dafür auch den freien Markt mehr oder weniger stark fernhalten, hält der Staat seine schützende Hand über diese Klientel.
Finanziell gut gepolsterte Versorgungswerke entbinden von der Zahlungspflicht in die schnöde, gesetzliche Rentenkasse (so hat z.B. ein bekanntes Apotheker-Versorgungswerk rund 250.000 Euro pro Mitglied "auf der hohen Kante" und braucht nicht einmal ihre Zinsen für ihre Rentenzahlungen aufzuwenden ...).
Wir haben hier also ein äußerst interessantes Konstrukt mit durchaus beamtenähnlichen Strukturen, aber eben auch vielen unternehmerischen Elementen, jedoch mit einem weitaus geringeren Risiko des Scheiterns als beim freien Unternehmertum.
Alles in allem also in den meisten Fällen attraktiv, daher verwundern die seit Jahren steigenden Zahlen nicht.
Indes werden erhebliche Teile dieser Klientel aus Zwangsbeiträgen (z.B. Gesundheit!) hochgehalten, oder aufgrund bestehender Vorschriften (an denen diese gerne mitstricken, alles aus Gründen der Sicherheit, im Sinne der Patienten, des Verbraucherschutzes ...).
Unter freien Marktbedingungen sähe das anders aus; da gäbe es beispielsweise wohl keinen Ärztemangel mehr ... - #54 08.06.2012 09:29 von
Das Gegenteil ist der Fall, viele Selbständige und Freiberufler werden demnächst ihre Tätigkeit einstellen müssen, wenn sie nicht zu den Gutverdienern zählen. 600 euro Zwangskrankenkassenabgabe und demnächst 400 Euro Zwangsrentenabgabe sind nicht finanzierbar für jemanden, der nur 1000-2000 Euro im Monat erwirtschaftet.
Dazu kommt sicher bald noch die Zwangspflegeversicherung und ab 2013 Zwangs-GEZ-Steuer.
Offensichtlich ist es dem Staat lieber, wenn diese Menschen in Zukunft ohne Gegenleistung Hartz IV beziehen, statt finanziell für sich selbst zu sorgen... - #55 08.06.2012 09:31 von
- #56 08.06.2012 09:40 von
- #57 08.06.2012 09:43 von
Toll!
Raus aus der Arbeitslosigkeit, rein in die selbstständige Armut (Gilt natürlich nicht in allen Fällen).
Bin diesem Zustand nach ca. 5 Jahren entkommen. Überraschung, seit ich einen festen Arbeitsvertrag habe, zahle ich sogar Steuern in Deutschland!
Davor blieb unterm Strich immer "soviel" übrig, dass ich unter dem Steuerfreibetrag lag.
Aber ich lag nach Studium weder Eltern noch Staat auf der Tasche, war mir persönlich auch was wert... - #58 08.06.2012 09:44 von
Der Not geschuldet.
Der Artikel klingt wie eine Erfolgsstory und golrifiziert das System.
Im Kern aber sollte der Arzt kein Kaufmann sein und eigentlich verbeamtet , und der Paketzusteller kein Freiberufler weil das Auftragsunternehmen dessen Not ausnutzt und die gesamte Verantwortung und soziale Last auf diesen abwälzt.
Möglicherweise kümmert sich der Autro auch mal um die vielen
Anwaltshungerkanzleien die soviel verdienen , dass sie als Auftsocker
beim Landratsamt registriert sind. - #59 08.06.2012 09:48 von
Wer hat Ihnen dieses erzählt
Lieber Verinet,
ehe Sie solche Behauptungen aufstellen, machen Sie sich doch besser erst mal sachkundig:
Das was Sie schreiben, mag zwar für die sogenannten Katalog-Freiberufler gelten, aber daneben gibt es auch noch die Nicht-Katalogfreiberufler i.S. des §18 EStG, die zum Teil mit dem Finanzamt um Anerkenntnis ringen, glücklicherweise zwar nicht zwangsverkammert sind, aber für Ihre RV/KV/PV selbst bezahlen.
Speziell die IT-er, die zu diesem Beitrag gepostet haben, dürften dies kennen.
Aber das will erst mal erwirtschaftet sein und es wird von Jahr zu Jahr mehr, was aufzubringen ist. Zusammen mit dem ständigen Kampf gegen die ausufernde Bürokratie, unübersichtliche Gesetzeslagen und, und, und ... könnte man sich fragen, lohnt sich das? Andererseits, wo ist für über 50-Jährige die Alternative, wie hier auch schon geschildert wurde.
Parteien- und Politiker-Geschwätz nervt nur noch, besser wären endlich mal irgendwelche Regelungen, die dem steigenden Anteil nicht nur der Freiberufler (sondern allgemein Selbständiger) als Wirtschaftskraft zur Entlastung der Sozialsysteme Rechnung tragen.
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