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Arbeitsmarkt: Zahl der Freiberufler steigt auf Rekordhoch

CorbisImmer mehr Deutsche zieht es in die Selbständigkeit. Nach Angaben des "Handelsblatts" ist die Zahl der Freiberufler zu Jahresbeginn auf rund 1,2 Millionen gestiegen - ein Allzeithoch. Die Existenzgründer werden für den Arbeitsmarkt immer wichtiger.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...837658,00.html
  1. #40

    Selbst & Ständig !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer mehr Deutsche zieht es in die Selbständigkeit. Nach Angaben des "Handelsblatts" ist die Zahl der Freiberufler zu Jahresbeginn auf rund 1,2 Millionen gestiegen - ein Allzeithoch. Die Existenzgründer werden für den Arbeitsmarkt immer wichtiger.

    Selbständigkeit: Zahl der Freiberufler steigt auf Rekordhoch - SPIEGEL ONLINE
    Mit der Betonung auf ständig....
    Ich habe vor 5 Jahren auch diesen Schritt gewagt.
    2 arbeitslose Ingenieure und 2 arbeitslose IT-Spezies, alle über 50 und damit 2007 "schwer vermittelbar", kennengelernt auf dem Arbeitsamt, haben ihre Abfindungen zusammengeworfen und ein Unternehmen gegründet.
    Das erste Jahr war brutal !
    Jetzt läuft es, weil wir eine Nische gefunden haben, die (fast) nur wir bedienen. Wir haben inzwischen 4 Angestellte und einen Auszubildenen.

    Wir hatten neben unserem Knowhow, sehr, sehr, sehr viel Glück !
    Das werde ich auch NIE verschweigen.

    Es hätte auch "in die Hose" gehen können, dann wären wir jetzt alle Hartz IV - Empfänger........

    Ich kann nur jeden warnen ohne ausreichendes Kapital und einen realistischen Businessplan (nicht in die eigene Tasche lügen !) den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen !!
  2. #41

    Wir brauchen Übervorteiler noch und nöcher!

    Zitat von wt@dd Beitrag anzeigen
    Nur ein konkretes Beispiel, die die vermeintliche Erfolgsmeldung relativiert:
    Seit Jahren werden in Deutschland Anstellungen von Instrumentallehrern an Musikschulen in Honorarstellen umgewandelt. So werden zunehmend aus Angestellten in Vollzeit freiberufliche Instrumentallehrer, die bei schlechterer Bezahlung als zuvor auch noch das gesamte Risiko tragen dürfen. Gleichzeitig kann man so hervorragend auch je nach Kassenlage die nunmehr auf Honorarbasis arbeitenden Lehrer mit mehr oder weniger Schülern "versorgen".
    Ein Heer von am Existenzminimum arbeitenden Instrumentallehrern entsteht, über das die KSK "wunderbare" Zahlen bereithält. Das Durchschnittseinkommen in dieser Berufsgruppe liegt bei 9000-12000€ PRO JAHR!
    Das ist die Wahrheit und keine Erfolgsgeschichte, die einem wieder verkauft werden soll.
    Wenn wir jedem in D einen Job mit 500€ pro Monat geben, dann haben wir auch Vollbeschäftigung, aber die Leute können noch lange nicht von ihrer Arbeit leben!
    Tun Sie sich das doch nicht an, hier zu schreiben. Da brauchen Sie nur bis zehn zu zählen, dann wird ein schlecht bezahlter Lohnschreiber versuchen, Sie auf billigste Art zu diskreditieren, weil Sie ja als angeblicher "Wolkenkuckucksheimer" eine künstlerische Laufbahn eingeschlagen haben, anstatt BWLer zu werden:-)
    Deutschland braucht doch keine Musiklehrer - Deutschland braucht ausschließlich Leute, die wenig mehr drauf haben, als andere zu übervorteilen!
  3. #42

    durchwachsen...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer mehr Deutsche zieht es in die Selbständigkeit. Nach Angaben des "Handelsblatts" ist die Zahl der Freiberufler zu Jahresbeginn auf rund 1,2 Millionen gestiegen - ein Allzeithoch. Die Existenzgründer werden für den Arbeitsmarkt immer wichtiger.

    Selbständigkeit: Zahl der Freiberufler steigt auf Rekordhoch - SPIEGEL ONLINE
    Schön, wenn die Klischees bedient werden. Alle Anwälte verdienen viel Geld? Nein, selbständige Anwälte, vor allem die "Einzelkämpfer" bzw. "Feld-Wald-und-Wiesen"-Anwälte, verdienen seit Anfang der 90er Jahre nominal durchschnittlich immer weniger. Die bestverdienenden Junganwälte sind i d R nicht selbständig, sondern bei den internationalen Großfirmen angestellt.

    Viele Anwälte und Architekten sind selbständig, weil Staat, Industrie oder große Büros kaum noch einstellen. Das kann man kaum als "positive Entwicklung" bezeichnen.
  4. #43

    Zitat von zephyroz Beitrag anzeigen
    ... und beschäftige heute (erfolgreich und dauerhaft) mehrere Mitarbeiter. Wenn unser Staat den Einstieg nicht durch Bürokratie erschweren würde, wäre es noch einfacher.
    Trotz manchem negativem Kommentar hier: Selbständigkeit ist immer noch das Beste. Nur muß man auch den Drive dazu haben.
    ...Und darf nicht krank werden oder keine säumigen Kunden haben:-)
  5. #44

    grrrrrr

    Ach, mich hats schon vor 11 Jahren in die tolle "Selbständigkeit" getrieben, nach einer Kündigung. Mit knapp 40 Jahren gabs und gibt es heute erst recht keine Jobs mehr. Und wie kleine Selbständige finanziell gebeutetelt werden, gerade wenn diese um ihre Existenz kämpfen, dafür reicht der Platz hier nicht aus.
  6. #45

    Kein Titel

    Zitat von starburst Beitrag anzeigen
    Dieser Artikel ist eine Zumutung und Verhöhnung. Vielleicht sollte SPON auch selber rechcherchieren und nicht einfach nur aus dem Handelsblatt abschreiben. Viele sind aus Mangel an Alternativen selbstständig und leben am Existenzminimum.
    Vielleicht fängst Du erst mal mit der Recherche an und informierst Dich über den Unterschied zwishen Freelancer und Freiberufler... Um letztere geht es im Artikel, nicht erstere, wo tatsächlich vieles im ARGEn liegt. Aber hauptsache erst mal den sozialromantischen Beißreflex gegen den Kapitalismus befriedigt, peinlich!
  7. #46

    Sklaverei

    Vielleicht verstehen halt nur immer mehr Menschen, was eine Festanstellung eigentlich ist: eine Form der Sklaverei. Man muss zu bestimmten Zeiten am Arbeitsplatz sein und das tun, was - oft inkompetente - Vorgesetze einem sagen. Man kann die Urlaubstage für die nächsten 10 Jahre ausrechnen - wenn es gut geht. Muss eine Kleiderordnung einhalten und sich kostümieren und lächerliche Intrigen und Spielchen im Hamsterrad mitmachen.

    Unvorstellbar, wie man so sein einzigartiges und kurzes Leben vergeuden kann während vor dem Bürofenster die Jahreszeiten vorbei ziehen. Und es gibt ja heute nicht mal eine soziale Sicherheit wie in früheren Jahren. Höchstens als Beamter.

    Die Festangestellten sind schon ein besonderer Menschenschlag.
  8. #47

    Mehr netto

    Zitat von celsius234 Beitrag anzeigen
    Es zieht die Freiberufler. Aber klar doch, zb aus einem gut bezahlten IT Job bei einer Ausgründung in die schlechtbezahlte Freelancer Rolle.
    Es zieht die nicht. Es ist die Not, die sie treibt.
    Ich bin seit 20 Jahren Freiberufler in der IT-Welt und wurde zwischen klassischen EDV-Lösungen (Datenbank) und Elektronikfirmware mit allem Moglichen beauftragt, meisten über Web-Portale und Dienstleister.
    Bei allen Projekten habe ich mein Honorar frei ausgehandelt und erziele ein höheres Nettoeinkommen wie die „Festen“ in vergleichbarer Situation.
  9. #48

    Da sage ich

    Zitat von Jonny_C Beitrag anzeigen
    Mit der Betonung auf ständig....
    Ich habe vor 5 Jahren auch diesen Schritt gewagt.
    2 arbeitslose Ingenieure und 2 arbeitslose IT-Spezies, alle über 50 und damit 2007 "schwer vermittelbar", kennengelernt auf dem Arbeitsamt, haben ihre......
    doch mal Glückwunsch
  10. #49

    Zitat von systemrelevant Beitrag anzeigen
    Das hätte man sich vorher überlegen sollen bevor man so einen beruf ergreift... Der Staat ist nicht immer an der persönlichen Situation schuld, ein langedienter Bandarbeiter bei Porsche verdient das 4 fache !
    Äh, was hat ihr Kommentar mit der Tatsache zu tun, dass aus Kostengründen Anstellungen in Honorarverträge umgewandelt werden und damit vormals angestellte Instrumentallehrer in die Freiberuflichkeit gezwungen werden?
    Erstens konnten dies die Betroffenen nicht bei der Berufswahl so wissen und zweitens tut es hier noch nicht mal etwas zur Sache.
    Es geht einzig darum, dass die Freiberuflichkeit in diesem Fall nicht selbst gewählt ist und zudem noch mit Einkommensverlust verbunden ist, was diese vermeintliche Erfolgsmeldung in anderem Licht erscheinen lässt.
    Ihre persönliche Antipathie gegen diese Berufsgruppe gehört hier nicht hin.








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