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Arbeitsmarkt: Zahl der Freiberufler steigt auf Rekordhoch

CorbisImmer mehr Deutsche zieht es in die Selbständigkeit. Nach Angaben des "Handelsblatts" ist die Zahl der Freiberufler zu Jahresbeginn auf rund 1,2 Millionen gestiegen - ein Allzeithoch. Die Existenzgründer werden für den Arbeitsmarkt immer wichtiger.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...837658,00.html
  1. #10

    Toll!

    Raus aus der Arbeitslosigkeit, rein in die selbstständige Armut. Gilt natürlich nicht in allen Fällen.

    Bin diesem Zustand nach ca. 5 Jahren entkommen. Überraschung, seit ich einen festen Arbeitsvertrag habe, zahle ich sogar Steuern in Deutschland!
    Davor blieb unterm Strich immer "soviel" übrig, dass ich unter dem Steuerfreibetrag lag.
    Aber ich lag nach Studium weder Eltern noch Staat auf der Tasche, war mir persönlich auch was wert...
  2. #11

    Amerikanische Verhältnisse

    Es sind vor allem grosse Unternehmen die potentielle neue Mitarbeiter nicht anstellen sondern sie als Freiberufler beschäftigen.
    Diese werden dann zwar gut bezahlt, das Unternehmen
    spart jedoch die Sozialversicherungsbeiträge - mit Kündigungschutz hat es auch nichts zu tun - wenn der Mitarbeiter krank wird oder in Urlaub fährt bekommt er halt kein Geld.
    Das ist die versüsste Rolle rückwärts des mühsam aufgebauten Sozialsystems in Deutschland.
  3. #12

    Smartphone

    Hallo ,

    jetzt wissen wir , wazm wir Fachkräftemangle haben ... Wer irgend kann macht sich selbstständig , gibt seinen schlechtdotierten Job am Band bei Porsche auf .......
    Ne Scherz (?) am Rande : Das Problem ist doch daß Quantität mit gutverdienend udn Langfristperspektive gleichgesetzt wird....
    wenn die Zahl der Unternehmer quasi explosionsartig zunimmt , sollte man sich auch vor Augen halten , daß speziell die Akademiker extrem schlechte Einstellungschancen haben seit xx Jahren

    Das wird kaschiert wei es nur geht , damit genug Absagevieh an die Unis geht bzw von denn kommt.
  4. #13

    Aber klar doch

    Diese ganzen Selbständigen - wie die Fahrer für Hermes und GLS und wie die alle heissen - und die ganzen Scheinselbständigen in den Bau- und Gesundheitsbereichen - ach nein, die heißen ja Freiberufler. Ein Großteil davon wird uns dann in einigen Jahren als Grundsicheruingsempfänger erhalten bleiben. Die Einkünfte reichen in der Regel nicht aus um Vorsorge fürs Alter zu treffen und Rentenansprüche erwerben die eh nicht.
  5. #14

    "Freie Berufe" sind das Thema und nicht "freelancer".
  6. #15

    Dieser Artikel spricht von Freiberuflern...

    ...das ist nur ein Teilbereich der Selbstständigkeit; definiert in § 18 EStG; gemeint sind hier nicht gewerbesteuerpflichtige Selbstständige, sondern nur bestimmte Katalogberufe. Das zeigt sich schon an den Zahlen - selbstverständlich arbeiten viel mehr als nur 1,2 Millionen Menschen in Deutschland als Selbstständige.
  7. #16

    Träumt weiter!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer mehr Deutsche zieht es in die Selbständigkeit. Nach Angaben des "Handelsblatts" ist die Zahl der Freiberufler zu Jahresbeginn auf rund 1,2 Millionen gestiegen - ein Allzeithoch. Die Existenzgründer werden für den Arbeitsmarkt immer wichtiger.

    Selbständigkeit: Zahl der Freiberufler steigt auf Rekordhoch - SPIEGEL ONLINE
    All die ganzen Freelancer verschwinden aus den Arbeitslosen-Statistiken, haben keinen Zugang mehr zum sozialen Netz und krebsen ihr Leben lang rum.

    Das sind die Armen der Zukunft, wenn sie nämlich alt sind und haben keine Vorsorge treffen können. Der Regelfall hat so wenig Einkommen, dass freelancers sich vornimmt, DEMNÄCHST, wenn die Auftragslage besser wird, ENDLICH auch etwas zur Altersvorsorge zu unternehmen.
    Nach meiner Beobachtung ist der Regelfall doch
    arbeitslos-->
    Freelancer/Gründer mit Gründungszuschuss-->
    raus aus dem sozialen Netz-->
    bei Rezession-->
    rein in Hartz4
  8. #17

    Schöne neue Welt

    SPON schreibt die Welt schön. Jetzt sind auf einmal alle Freiberufler gut verdienende Anwälte und Ärzte. Wir leben wahrlich im Paradies!
  9. #18

    Unschärfe

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Offenbar haben auch die krisenhaften Erscheinungen auf den Finanzmärkten und in der Wirtschaft die Nachfrage nach Vertrauensdienstleistungen stimuliert", begründete BFB-Präsident Rolf Koschorrek die Zunahme.
    Selbständigkeit: Zahl der Freiberufler steigt auf Rekordhoch - SPIEGEL ONLINE
    Übersetzt ins hochdeutsche: "Wegen der andauernden Krise versuchen sich immer mehr Gefeuerte, auf eigene Faust durchzuschlagen."
    oder; "Weil niemand mehr den etablierten Finanzdienstleistern (Banken, Versicherungen) traut, boomt der Markt selbständiger Berater."
    Gut formulierte Unschärfe, jetzt kann Koschorrek vom Funktionär zum Politiker "aufsteigen". Fr. v.d. Leyen sucht händeringend nach so geschickten Rhetorikern, durchschauen die Menschen doch zusehends ihr eigenes, mit charmantem Lächeln vorgetragenes Geseiere!
    Genial auch die "Rundungsunschärfe":
    Rund 1,2 Millionen Menschen arbeiten inzwischen in diesem Bereich. (...) Der Anstieg bedeutet ein Plus von knapp 4,3 Prozent gegenüber 1,1 Millionen Freiberuflern im Vorjahr.
    Der Rundungungenauigkeit macht in Summe mehr aus, als der prozentuale Anstieg! ;-)
  10. #19

    zwangsselbstständig

    anstellen macht keiner aber fürs halbe geld einen auftrag an den "selbständigen" unternehmer erteilen. manchmal beneide ich die Leiharbeiter, die haben wenigstens halbwegs feste arbeitsverträge.


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