Forum


 

Arbeitsmarkt: Zahl der Freiberufler steigt auf Rekordhoch

CorbisImmer mehr Deutsche zieht es in die Selbständigkeit. Nach Angaben des "Handelsblatts" ist die Zahl der Freiberufler zu Jahresbeginn auf rund 1,2 Millionen gestiegen - ein Allzeithoch. Die Existenzgründer werden für den Arbeitsmarkt immer wichtiger.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...837658,00.html
  1. #100

    Die viele Kohle nützt Ihnen allerdings dann nichts mehr, wenn sie mal richtig schwer (was ich Ihnen nicht wünsche) erkranken sollten.

    Zitat von jiddhu Beitrag anzeigen
    Jetzt muessen Sie mir nur noch erklaeren, in welcher Hinsicht es dem Angestellten dann besser geht. Hint: Kranken- und Berufsunfaehigkeitsversicherungen gibt es in Deutschland auch fuer Selbstaendige. Und die viele Kohle in meinem Fall halt noch oben drauf...
    Es gibt Freiberufler, die müssen termingerecht liefern und sich darauf vertraglich festlegen!!! Wenn diese im Krankheitsfall so schnell keinen Ersatz für sich finden, dann haben die ein fettes Problem am Hals, bei dem BU-Versicherung oder Krankenversicherung dann herzlich wenig nützen! Wenn dem Auftraggeber Verluste dadurch entstehen, können Sie dreimal raten, wer dafür grade stehen muss!
    Sind Sie hingegen festangestellt, muss ich Chef dafür sorgen Sie im Krankheitsfall zu ersetzen und Sie können Sich auskurieren und anschließend weitermachen wie gehabt, während Sie als Freiberufler dann eventuell schon ruiniert sind - Jetzt verstanden?
  2. #101

    Das Geld ...

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Das Gefühl der Freiheit ist ein gutes Gefühl. Man muss es auch ausleben, also durchaus das verdiente Geld ausgeben, wenn man Konsum als Freiheit betrachtet.

    Es gibt jedoch Branchen, z.B. den Bildungsbereich (Lehrer, ...), da kann man nicht freiberuflich arbeiten. Allein der vielen Steuersparmöglichkeiten wegen würde ich sofort den Beamtenstatus durch den Freiberuflerstatus aufgeben. Sie würden gar nicht glauben, wie dann mein Arbeitszimmer aussähe. Und der Firmenwagen erst.
    .... fuer den Firmenwagen muessen Sie sich erst einmal verdienen. Selbsstaendig sein bedeutet nicht gleichzeitig auch unbedingt erfolgreich zu sein.
  3. #102

    .

    Zitat von silly2 Beitrag anzeigen
    Lehrer gehören zu den wenigen Berufen die tatsächlich als Freiberufler arbeiten dürfen =>
    WIKI:
    Sie betreffen nach § 18 EStG und § 1 PartGG selbständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeiten
    Zwischen dürfen und können gibt es aber einen Unterschied. Sie können das leicht überprüfen, wenn Sie bei einem Bildungsministerium einen entsprechenden Wunsch vorbringen.
  4. #103

    ooo

    Zitat von silly2 Beitrag anzeigen
    Weder IT-Leute noch Journalisten sind Freiberufler.
    Bitte erstmal Begriffe googeln bevor man hier Unsinn schreibt.
    Schöne Grüße
    silly2
    auch Architekten, Bauing., Geodäten sind ITler ..aber "Freiberufler" ..zumindest solange noch kommunale und regionale Planungshoheit vorhanden ist.
    Physiotherapeuten sind Freiberufler
    Ärzte , Anwälte.. allesFreiberufler

    Journalisten und ITler sind ungeschützte Berufe und keine Freiberufler.
  5. #104

    falsch

    Zitat von silly2 Beitrag anzeigen
    Lehrer gehören zu den wenigen Berufen die tatsächlich als Freiberufler arbeiten dürfen =>
    WIKI:
    Sie betreffen nach § 18 EStG und § 1 PartGG selbständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeiten
    Lehrer sind keine Freiberufler
  6. #105

    SGB VI sagt da etwas Anderes...

    Zitat von hashemliveloirah Beitrag anzeigen
    Als Selbständiger oder Freiberufler sind Sie keineswegs verpflichtet, Beiträge zur gesetzlichen KV oder Rentenversicherung zu zahlen.

    Hier wird leider ständig alles durcheinander geworfen!
    Vielleicht mal § 2 Satz 1 Nr. 1 SGB VI lesen
  7. #106

    Armutszeugnis für den deutschen Arbeitsmarkt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer mehr Deutsche zieht es in die Selbständigkeit. Nach Angaben des "Handelsblatts" ist die Zahl der Freiberufler zu Jahresbeginn auf rund 1,2 Millionen gestiegen - ein Allzeithoch. Die Existenzgründer werden für den Arbeitsmarkt immer wichtiger.

    Selbständigkeit: Zahl der Freiberufler steigt auf Rekordhoch - SPIEGEL ONLINE
    Klar werden die Freiberufler für die deutsche Wirtschaft immer wichtiger, da sie dann nicht mehr in der `offiziellen Arbeitslosenstatistik` geführt werden müssen und Arbeitsministerin `Ursula v. d. Lügen` behaupten kann wie Super doch der deutsche Arbeitsmarkt im Vergleich zum restlichen Europa dasteht. Ob die Freiberufler überhaupt eine lebensfähige soziale Absicherung haben steht auf einem anderen Blatt. Und wenn Deutschland eine Nation aus Steuerberatern, Tierheilpraktikern und Hot Dog-Verkäufern geworden ist, haben wir die Idee vom Arbeiterparadies erfüllt und Vollbeschäftigung erreicht. Wunderbare neue deutsche Arbeitswelt
  8. #107

    ooo

    Zitat von jiddhu Beitrag anzeigen
    IT-Leute zumindest koennen das sein, das richtet sich ganz nach ihrer Ausrichtung. Ich schreibe seit ueber 15 Jahren Programme, ich haette gemerkt wenn ich nicht dazu gehoere.
    Auch Anwälte sind Ioffensichtlich heute ITler

    Es kommt auf dem Zweck an, den Sie verfolgen.
    Arbeiten Sie für ein börsennotiertes Unternehmen dürften Sie das freiberuflich nicht machen (Scheinselbständigkeit = Korruption..bzw. im schlechtesten Fall Ausbeutung)
    Sie können sich ja Consulter schimpfen ;o)))
  9. #108

    selbser googlen

    Zitat von silly2 Beitrag anzeigen
    Weder IT-Leute noch Journalisten sind Freiberufler.
    Bitte erstmal Begriffe googeln bevor man hier Unsinn schreibt.
    Schöne Grüße
    silly2
    Vielleicht mal selber googlen?
    § 18
    (1) Einkünfte aus selbständiger Arbeit sind

    1.
    Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit. Zu der freiberuflichen Tätigkeit gehören die selbständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit, die selbständige Berufstätigkeit der Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Rechtsanwälte, Notare, Patentanwälte, Vermessungsingenieure, Ingenieure, Architekten, Handelschemiker, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, beratenden Volks- und Betriebswirte, vereidigten Buchprüfer, Steuerbevollmächtigten, Heilpraktiker, Dentisten, Krankengymnasten, Journalisten, Bildberichterstatter, Dolmetscher, Übersetzer, Lotsen und ähnlicher Berufe. 3Ein Angehöriger eines freien Berufs im Sinne der Sätze 1 und 2 ist auch dann freiberuflich tätig, wenn er sich der Mithilfe fachlich vorgebildeter Arbeitskräfte bedient;
  10. #109

    Zitat von wt@dd Beitrag anzeigen
    Nur ein konkretes Beispiel, die die vermeintliche Erfolgsmeldung relativiert:
    Seit Jahren werden in Deutschland Anstellungen von Instrumentallehrern an Musikschulen in Honorarstellen umgewandelt. So werden zunehmend aus Angestellten in Vollzeit freiberufliche Instrumentallehrer, die bei schlechterer Bezahlung als zuvor auch noch das gesamte Risiko tragen dürfen. Gleichzeitig kann man so hervorragend auch je nach Kassenlage die nunmehr auf Honorarbasis arbeitenden Lehrer mit mehr oder weniger Schülern "versorgen"
    Ein wunderbares Beispiel. Wer natürlich als freiberuflicher Instrumentallehrer darauf wartet, dass ihm die Musikschule die Schüler schickt und sonst NICHTS macht, wird natürlich auch am Minimum herumkrebsen. Wer allerdings etwas drauf hat, wird sich zusätzlich eigene Schüler suchen, die tatsächlich auch besser bezahlen ( denn DAS kann die Musikschule dann nicht mehr verbieten ) und irgendwann der Musikschule den langen Finger zeigen.

    Aber was Sie beschreiben ist der ( zugegeben, gezwungene ) Einstieg in die Selbstständigkeit mit der doch genialen Voraussetzung einen Grossauftrag zu haben, der schon mal Hartz IV Niveau garantiert.
    Dieser hier beschriebene Lehrer kann als Freiberufler übrigens auch der Musikschule KOntingente verweigern, wenn er bessere Angebote hat.
    Aber es ist halt so, wie überall. Wer was kann sieht die Vorteile und nutzt sie zu seinen Gunsten, wer Angst vor Herausforderungen hat, klammert sich an sein erbärmliches Angestelltendasein.


TOP



TOP