in den Focus.
Natürlich stimmt alle Kritik mit Aufstockern, EinEurojobbern, Halbtagskräften und Praktikanten etc.
Aber ist für den Einzelnen nicht alle sinnvolle Beschäftigung besser als zu Hause die Wand anzustarren oder sich mit Brüllshows die Zeit zu vertreiben?
Wissenschaftliche Untersuchungen sagen es ganz klar, die Leute fühlen sich dann besser.
Wie und vor allem wo kommt es denn zu diesen ganzen Lohndrückerei?
Sollten wir da nicht mal unsere Gewerkschaften fragen?
Es ist völlig in Ordnung, wenn in Zeiten schlechter Konjunktur maßvolle Lohnabschlüsse ausgehandelt werden.
Aber derzeit ist von schlechter Konjunktur trotz aller Panikmache in den Medien nichts zu merken und die Arbeitgeber in den boomenden Branchen zieren sich mit Lohnerhöhungen z. Zt. doch nicht.
Das Problem liegt doch dort, wo sich höhere Löhne nicht durchsetzen lassen, weil die Branchen höhere Umsätze am Markt einfach nicht realisieren können.
Natürlich gönnt jeder dem Pizzaboten, der Friseuse an der Ecke, der Bedienung im Restaurant einen Lohn, von dem sie auch ordentlich leben können.
Aber sind deren Kunden auch in der Lage und willens die entsprechenden Preise zu zahlen?
Auch der gutwilligste Unternehmer in den kritischen Branchen kann seine Löhne nicht dementsprechend anpassen, ohne das sein Unternehmen pleite geht.
Aber damit wäre doch auch niemanden geholfen, wenn seine Mitarbeiter nun gänzlich auf der Straße sitzen würden.
Die Frage ist doch, wie können wir diese Spirale durchbrechen?
Nun wird sofort wieder Mindestlohn angesprochen.
Natürlich wäre ausprobieren eine Möglichkeit.
Aber was wenn das Projekt schief läuft?
Das Projekt Mindestlohn ließe sich politisch nur sehr schwer wieder rückgängig machen und einen kaputt gegangenen Betrieb kann man nicht so mir nichts dir nichts wieder aufmachen.
Einzig und allein nachhaltige Ausbildung und Fortbildung helfen da meiner Meinung nach. Wenn man den Wachmann für die Boombranche fit machen könnte, wo sich Arbeitskräftemangel abzeichnet, der meist mit erhöhten Löhnen zu Buche schlägt, wäre das die Idealsituation.
Aber das setzt auch den Willen des Einzelnen voraus, da tatkräftig mitzuspielen.
Aber wenn ich den Berichten glauben darf, sind die Fortbildungsangebote nicht so doll und inzwischen rar gesäht.
Aber muss man das Problem nicht woanders suchen?
Warum gibt es soviele Menschen, die nur so gering qualifiziert sind,
dass sie nur in den Billiglohnbranchen beschäftigt werden können?
Vielleicht manifestiert sich dieses Problem schon an den öffentlichen Schulen für unsere Kinder.
Dieses "wenn du willst lernste oder und wenn du nicht willst, lernste eben nicht, Prinzip" ist doch Murks.
Lehrer, die keine Möglichkeit haben, das Fehlverhalten ihrer Schüler zu sanktionieren und ziemlich früh mit den Nerven am Ende sind.
Da hat uns meiner Meinung nach die 68er Generation eines schönes Kuckucksei ins Nest gelegt!
Ich wünschte mir auf dieser Ebene ein wenig mehr Druck, vielleicht wäre dann das generelle Verhältnis im späteren Leben zum Lernen ein anderes.
Warum produzieren denn Länder wie China Ingenieure am Fließband während wir händeringend nach solchen suchen?
Da sollte man ansetzen, schon bei den Kleinen, geringe Qualifizierung garnicht erst zulassen.
Ja ja ich weiß, ich habe da altmodische, verstaubte Ansichten, aber vielleicht Erfolg versprechende?
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