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Arbeitslosigkeit weltweit: Uno kritisiert strikte Sparpakete der Regierungen

APEs ist eine Abrechnung mit der bisherigen Strategie der Euro-Retter: Die Sparpakte haben laut Uno-Organisation ILO "zerstörerische Auswirkungen" auf den Jobmarkt. Die Arbeitslosigkeit sei weltweit drastisch gestiegen, in manchen Regionen drohen Unruhen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830515,00.html
  1. #80

    Der Euro als Tabu

    Leute, ihr wisst es doch längst, es gibt nur eine Lösung: Die planvolle Beendigung des Experiments Euro und die (Wieder-) Einführung von Landeswährungen. Alles andere ist Schrecken ohne Ende. Es haben doch jetzt schon (fast) alle begriffen, dass der Euro ein Fehler war. Nur unbelehrbare Fanatiker weigern sich, Fehler zu korrigieren und müssen den Preis dafür zahlen.
  2. #81

    Aufgabe der Wirtschaft ist es doch nicht Jobs zu schaffen, sondern langfristiges Wachstum. Und das hängt nicht zwangsläufig zusammen. Sinnlose Jobs wie wir sie seit Jahren haben verhindern Wirtschaftswachstum. Aber hauptsache die Leute sind beschäftigt. (siehe U-Bahn)
  3. #82

    "Die Stimme der Finanzwirtschaft sollte nicht den politischen Entscheidungsprozess bestimmen..."
    Genau das tut sie aber, und das wird uns als alternativlos und große Weisheit verkauft.
    Merkel hat die Krise sich erst durch Untätigkeit ervielfachen lassen und drückt nun auf Teufel komm raus falsche Maßnahmen durch.
    Dass gleichzeitig ihr Popularität so hoch ist wirft ein trauriges Licht auf die Urteilsfähigkeit weiter Kreise. Aber Guttenberg war ja auch extrem populär.

    Hinzu kommt dass kühlen Blicks unzählige Menschen durch das Spardiktat und Sozialabbau an den Rand der Verzweiflung gebracht werden, oder darüber hinaus. Und dies eben als Symptom der "Gesundung" bezeichnet wird.
    Weder fachlich noch ethisch ist das Spiel der selbstgefälligen Eliten, die persönlich ihre Schäfchen im Trockenen haben, noch zu ertragen.
    Was den Euro betrifft so wird allerdings die Ökonomie schlicht ignoriert, und wir mit in Pathos verpackten Unsinn wie "Euro = Europa" geknebelt. Weil die politische Klasse offenbar niemand in ihren Reihen hat der genug Rückgrat hat zu sagen dass der Kaiser nackt ist, während doch alle seine schönen Kleider preisen. Das Prestige-Projekt Euro ist es ihnen offenbar wert unser Schicksal aufs Spiel zu setzen, das Leid der Menschen die von den "Sparpaketen" betroffen sind ist nichts wert.
  4. #83

    Die Zinsen für die Staatsschulden zahlen die Erwerbstätigen an diejenigen, die die Vermögen besitzen. Insofern sind Staatsschulden ein weiterer Beitrag zur Ausbeutung derjenigen, die nur von Arbeit leben.
  5. #84

    "Waren werden heutzutage dort produziert, wo es am günstigsten ist und nicht mehr dort, wo Arbeitskräfteüberschuß herrscht."

    Da haben sie was nicht verstanden. Dort WO! der größte Artbeitskräfteüberschuss herrscht, dort! wird nämlich idR. auch am günstigsten produziert. Was meinen sie wohl, warum zB. die weltweite Textilproduktion ua. in Bangla Desh, -einem Land mit einer extrem hohen Bevölkerungswachstumsrate- angesiedelt ist?
  6. #85

    ..eine andere Möglichkeit als Sparen: Eine vernünftige Vermögenssteuer! Damit erreicht man auch noch einen weiteren Effekt: Man zieht spekulatives Kapital, das die Krise mit ausgelöst hat vom Markt ab. Außerdem würde die Besteuerung von vermietetem Wohnraum Geld in die Staatskasse spülen und die Grundstückspreise senken, wodurch der Lebensstandard steigen würde.
  7. #86

    Zitat von cancun771 Beitrag anzeigen
    Die logische Konsequenz ist, dass endlich die Finanzinstitute unter die Schwelle der "Systemrelevanz" gebracht werden müssen. Und sei es mit (politischer) Gewalt. Wenn die Investmentbaner dann weiter herumzocken wollen, gerne, aber nicht mehr auf Kosten und Risiko des Steuerzahlers, sondern auf ihr eigenes.
    Das wäre nur ein Kampf gegen die Symptome. Besser wäre es hingegen, die Ursachen zu bekämpfen, zum Beispiel eine gravierende Staatsverschuldung, die Länder überhaupt erst verwundbar macht.

    Ein solide haushaltender Staat ist für Märkte nicht angreifbar. Ein überschuldeter Staat hingegen auch dann noch, wenn es nur noch kleine Investmentbanken gibt.
    Da schließen sich dann nämlich viele zusammen und wetten gemeinsam auf das Offensichtliche: Den absehbaren Untergang des überschuldeten Staats.
  8. #87

    Nur Verschiebebahnhof zwischen öffenltichen und privaten Schulden

    Zitat von dummerjunge Beitrag anzeigen
    Wo wird denn gespart? Offenbar kennt die UNO den Unterschied zwischen einer sinkenden Neuverschuldung und Sparen nicht.
    In einer geschlossenen Volkswirtschaft kann man gar nicht sparen. Die Summe aller Kapitalvermögen ist immer null.
    Ein Land kann nur dann sparen, wenn das Ausland bereit ist sich bei diesem Land zu verschulden. Nur wie man an Griechenland und Spanien sieht geht das auch nicht unbegrenzt. Weltweites Sparen wird nie möglich sein, denn weltweit sind wir wir wirklich eine geschlossene Volkswirtschaft.

    Das Kürzen der öffenltichen Ausgaben hat mit Sparen nichts zu tun. Es ist nur der Versuch öffenltiche Schulden in private Schulden umzuwandeln. Der Versuch misslingt meistens. Am Ende ist der Staat noch höher verschuldet weil die Einnahmen aus der nun auch verschuldeten Mittelschicht ausbleiben. Profitieren tun kurzfristig davon nur die Oberschicht.

    Spaniens Problem vor der Kirse waren nicht die öffentlichen Schulden sondern die privaten Schulden. Die Finanzkrise 2009 war auch durch private Schulden ausgelöst. Das Problem sind die Schulden insgesamt. Eine Fokussierung allein auf die öffentliche Schulden greift zu kurz.
    Da die Summe aller Schulden immer gleich die Summe aller positiven Kapitalvermögen sind, ist es nicht möglich Schulden abzubauen ohne die Kapitalvermögen anzugreifen.
    Sparen kann ein Einzelhaushalt oder Unternehmen, in dem es einen Schuldner findet. Der Begriff Sparen bezogen auf eine Volkswirtschaft ist schon problematisch - es geht über die Verschuldung des Auslands. Es können aber nie alle Länder gleichzeitig sparen.

    Die Ausgabenkürzungen der öffenltichen Haushalte sind Einnahmeverluste der Bürger. Insgesamt wird nichts gespart. Die entscheidente Frage heisst also nicht sparen oder nicht sparen, sondern welche Leistungen der Staat und welche Leistungen die Privatwirtschaft effizienter lösen kann. Man kann die Antwort nicht verallgemeinern. Es gibt Bereiche da ist der Staat besser und es gibt Bereiche da ist die Privatwirtschaft besser. Es hängt auch davon ab wie man den Begriff "besser" definiert. Eine weitere Frage ist inwieweit der Staat seine Aufgaben über Steuern oder dem Kapitalmarkt finanziert. Ich präferiere eher dazu dass der Staat über Steuern seine Aufgaben finanziert.

    Effizienzgewinne erhält man übrigens durch Teilen oder anderst ausgedrückt durch gemeinsame Benutzung der knapper werdenden Ressourcen. Deshalb glaube ich eher dass der Ausbau öffentlicher Infrastruktur eher das Gebot der Stunde ist als der Abbau öffentlicher Infrastruktur.
  9. #88

    Kann die Uno

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist eine Abrechnung mit der bisherigen Strategie der Euro-Retter: Die Sparpakte haben laut Uno-Organisation ILO "zerstörerische Auswirkungen" auf den Jobmarkt. Die Arbeitslosigkeit sei weltweit drastisch gestiegen, in manchen Regionen drohen Unruhen.

    Arbeitslosigkeit weltweit: Uno kritisiert strikte Sparpakete der Regierungen - SPIEGEL ONLINE
    Kann die Uno einen Euro, Dollar, Yen, Rubel zweimal ausgeben oder gibt es dort einen Goldesel besonderer Art?
  10. #89

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Jede staatliche Ausgabe stellt für irgend jemanden eine Einnahme dar, die dieser Empfänger wiederum für eigene Ausgaben nutzt. Kürzt der Staat seine Ausgaben, sinken also bei anderen Wirtschaftssubjekten die Einnahmen, was selbstverständlich Auswirkungen auf die Unternehmen, und zwar auch auf gesunde, hat.
    Es ist doch äußerst seltsam, dass diese einfachen Zusammenhänge von niemanden vor Allem nicht von unseren tumben Politikern erkannt werden können.


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