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Arbeitslosigkeit weltweit: Uno kritisiert strikte Sparpakete der Regierungen

APEs ist eine Abrechnung mit der bisherigen Strategie der Euro-Retter: Die Sparpakte haben laut Uno-Organisation ILO "zerstörerische Auswirkungen" auf den Jobmarkt. Die Arbeitslosigkeit sei weltweit drastisch gestiegen, in manchen Regionen drohen Unruhen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830515,00.html
  1. #70

    Sparkurs

    Zitat von Dramidoc Beitrag anzeigen
    Die ILO hat doch vollkommen Recht. Mit dem regiden Sparkurs in Europa berauben wir diesen Krisenstaaten die Möglichkeit wieder auf die Beine zu kommen.
    Es ist groesstenteils richtig, was Sie sagen: Sparen in der Rezession verschaerft den Abschwung eher noch. Allerdings rauben nicht WIR den Krisenlaendern die Moeglichkeit, wieder auf die Beine zu kommen; das haben sie schon selber gemacht. Diese Laender sind an einem Punkt angekommen, wo ihnen keiner mehr Kredit gibt - daher auch die EU/IWF Programme. Also, selbst wenn sie jetzt temporaer Ausgabenprogramme auflegen wollten, um die Rezession abzufedern, waere es nicht moeglich: Die Glaeubiger wuerden infolge mangelndem Vertrauen sofort hoehere Zinsen verlangen, bzw gar keine Anleihen mehr kaufen, da die Ausfallrisiken zu hoch sind. Vertrauen ist sehr schnell verspielt, und kann auch nur sehr muehsam wieder aufgebaut werden.
    Viele Gruesse
  2. #71

    Definition von sparen?

    Zitat von dummerjunge Beitrag anzeigen
    Wo wird denn gespart? Offenbar kennt die UNO den Unterschied zwischen einer sinkenden Neuverschuldung und Sparen nicht.
    Genau richtig: Mich nervt seit Jahren die total bescheuerte und missbräuchliche Wortwahl der Politik und sogar der Wissenschaft. Es wird scheinbar überall gespart dass sich "die Balken biegen".

    Definition von Sparen laut WIKI:
    "Sparen ist das Zurücklegen momentan freier Mittel zur späteren Verwendung. Häufig wird durch wiederholte Rücklage über längere Zeit ein Betrag aufsummiert, der dann für eine größere Anschaffung verwendet werden kann."
    Politiker müsste der Gebrauch dieser Vokabel eigentlich verboten werden, da seit Jahrzehnten mehr ausgegeben wird als eingenommen wird. Ich bin kein Banker, aber auch mit meinem gesunden Menschenverstand finde ich in all den Maßnahmen nichts, was den Begriff "sparen" rechtfertigen würde.
  3. #72

    Kontex

    Zitat von Dramidoc Beitrag anzeigen

    Das ist vollkommener Käse. die vorhandene Geldmenge stimmt schon längst nicht mehr mit der produzierten Güttermenge über ein. Das muss doch längst ihnen aufgefallen sein. Im übrigen ist das nicht mein Modell, sondern beschreibt die Entstehung und die Wirkungsweise von Geld.
    Ihre Formulierung war dann wohl nicht präzise.
    Es entsteht der Eindruck aus dem Kontex sie suchen nach einem Weg die Geldmenge zu erhöhen.
  4. #73

    Deren Kritik ist wie, als wenn ein Blinder den Weg weisen möchte.
    Die Arbeitslosigkeit ist wegen bestehender Unzucht und Faulheit. Lieber bis in die Nächte feiern. Man kann sich ja auch totfeiern. Es gibt ja Menschen die kennen keinen Skrupel, die feiern selbst dann noch wenn das Weizenfeld kahl und öde ist.
    Es ensteht erst dann eine wirtschaftliche Erholung, wenn der Unzucht Einhalt geboten wird, von den dort lebenden Einheimischen. Das was UNO von sich gibt, ist eine Meinung von jenen die es mit Zucht doch nicht sehr genau nehmen. Eine Kritik der Unzüchtigen darf man getrost auch nicht ernst nehmen. Mit freundlichen Grüßen wilofriede
  5. #74

    Die vielen Erden der Damen und Herren

    Zitat von Christ 32 Beitrag anzeigen
    ja wiedermal alles in einen Topf geworfen, einmal umgerührt und dann bewertet. Was haben bitte soziale Unruhen in Afrika oder im Nahen Osten mit den Sparplänen europäischer Regierungen zu tun ?

    Wachstumsprogramme hören sich toll an, aber wer soll die bezahlen wenn eigentlich gespart werden muss ? Das Hollande bei den europäischen Krisenländern mit seinen Wunsch nach einem europäischen Wachstumspaket offene Türen einrennt war klar.

    Sollte er der neue Präsident werden wird Frankreichs Bonität wohl ein weiteres Mal herrabgestuft.
    Es macht beroffen, zusehen zu müssen, wie wir Menschen mehrheitlich von einer Dummheit in die nächste stolpern.
    Entweder "sparen" oder "wachsen", Arbeitslosigkeit, Verteilungsungerechtigkeit, Lobbyinteressen, Finanzmachtmonopoly, was könnt ich noch für tausende von Begriffen nennen.

    Dabei ist es ganz simpel!
    Soweit mir bekannt, leben die Menschen alle auf einem Planeten, den sie Erde nennen.
    Auf dieser Erde gibt es eine wunderbare Vielfalt, dazu gehört die Lebensform Mensch, diese Lebensform jedoch glaubt tatsächlich durch komplizierte Klauseln und lächerliche Theorien, die Dinge so gestalten zu können, dass man die Erde vervielfacht.

    Das absurdeste an dem ganzen, kaum ein gebildeter Mensch leugnet ab, dass die Menschheit längst an die Grenzen des Wachstums gelangt ist, dass die Menschheit sich wie ein amoklaufender Parasit verhält, der seinen Wirt tötet - ohne Aussicht auf einen Neuen.

    Trotzdem leben gerade die vermeintlich gebildeten, ja die vermeintlich besten Menschen, vorrangig dafür, sich einen möglichst großen Zerstörungsangteil betreffend der Zukunft - auch ihrer Nachkommen - leisten zu können, sie zelebrieren, Protz und Pomp wie irre Ratten im Fressrausch.

    Soll man sich da noch wundern, wenn die restlichen 7 Milliarden es ihnen großteils nachmachen wollen?

    Glaubt hier jemand wirklich daran, dass wir noch mehr Konsumkraft generieren müssen?

    Glaubt hier jemand wirklich, dass ein 200 PS Blechkutscherl mehr wert ist, als eine intakte ökologische und soziale Umwelt?

    Ich möchte gerne wissen, wieviele Leute hier in diesen Tagen keinen Spargel vom Wohnortnahen Bauern kaufen, weil er ihnen zu teuer ist, sie dafür aber ein KFZ mit glänzenden Leichtmetallfelgen fahren.

    Wieviele hier, sich jährlich in eine Aluröhre quetschen und stundenlang in 30.000 Fuß Höhe ihre Beine angewinkelt halten - um dann an einem Hotelpool zu liegen, der kaum anders ist, als jener in 200 km Entfernung vom Wohnort.

    Wieviele sich hier über die Politiker beschweren - sich jedoch selbst kaum Gedanken machen, wie sie ihr eigenes Leben und das ihrer unmittelbaren Nachbarschaft besser gestalten könnten.

    Aber halt - besser - das bedeutet für Euch ja wohl - mehr Geld, mehr Konsum und damit mehr "Lebensqualität" - oder?
  6. #75

    Zitat von libertine^10 Beitrag anzeigen
    Sehr richtig!
    Ich dachte auch immer sparen hieße weniger auszugeben als man einnimmt. Davon sind die deutschen Forderungen weit entfernt. Die Deutsche Regierung fordert lediglich, dass das Defizit reduziert wird, wenn es schon im Ernstfall mit Deutschen Hilfgeldern finanziert werden soll.
    das defizit wird ja eben nicht, bzw. nur an der oberfläche reduziert. was spricht dagegen einen kredit nicht dazu zu verwenden um ihn gleich weiter an die banken zu reichen, sondern mit dem geld investitionen angestoßen werden. die sollten dann aber nicht in luxus-ABMs enden, wie in spanien, wo nun, dank der immobilienblase hunderttausende bauruinen 'rumstehen.

    mit dem geld hätte man andere sachen bauen können. straßenausbau, schulen, etc. oder man hätte mal die regionalen märkte stärken können, in dem man kleine und mittlere unternehmen gestärkt hätte.
    das ist nämlich das rückgrat einer jeden wirtschaft.

    aber das ist ja das problem. staaten sollen gar nicht mehr aus eigener kraft "laufen" können. sie sollen in der position, sich nur noch über kredite zu finanzieren zu können, gefangen bleiben.
  7. #76

    Herr Torres ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist eine Abrechnung mit der bisherigen Strategie der Euro-Retter: Die Sparpakte haben laut Uno-Organisation ILO "zerstörerische Auswirkungen" auf den Jobmarkt. Die Arbeitslosigkeit sei weltweit drastisch gestiegen, in manchen Regionen drohen Unruhen.

    Arbeitslosigkeit weltweit: Uno kritisiert strikte Sparpakete der Regierungen - SPIEGEL ONLINE
    ... hat einen feinen, gutbezahlten, zukunftssicheren Arbeitsplatz bei der ILO! Der wird bei dem Auf und Ab der Weltwirtschaft nie arbeitslos.
    Es gilt bei dem zitierten Beispiel Spanien unbedingt festzuhalten, dass sowohl die Regierungen der Konservativen als auch die Sozialisten den völlig überzogenen Immobilienboom der Jahre ab 2000 bis 2007 nicht gebremst hatten, zum Beispiel mit Eigenkapital-Anzahlungen bis zu 50 %. Wie in den USA warben die Banken mit 100 % Fremdfinanzierung und der "dumme" Käufer hoffte auf immer höhere Preise nach Kaufabschluss.
    Alles in die Hose gegangen, wie man ab 2008/2009 weiss!
    Und jetzt sollen die Regierungen - auch noch weltweit - wieder neue Schulden machen (Beschäftigungs-Initiativen genannt), um die Dummheiten der Vergangenheit vergessen zu lassen.
    Glückauf!
  8. #77

    Zitat von blaudistel Beitrag anzeigen
    und die Aufrüstung frisst die Ressourcen auf. Solange das nicht erkannt wird, solange wird sich nichts ändern
    Das ist so nicht richtig. Aufrüstung ist dann ein Problem wenn es nicht zum Krieg oder zu einem Dauerkrieg kommt.
  9. #78

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Auch eine Reduzierung der Neuverschuldung führt zu weniger Wachstum, entscheidend ist die Veränderung zur Vorperiode.

    Wer sollte denn zudem Ihres Erachtens alles sparen, also in Ihrem Sinne Guthabe aufbauen bzw. Schulden senken?
    am besten wir machen so weiter wie bisher - denn Überlebenschancen haben wir eh nicht, wir werden mit den Andern absaufen
  10. #79

    Zitat von Frankfurter87 Beitrag anzeigen
    Es ist groesstenteils richtig, was Sie sagen: Sparen in der Rezession verschaerft den Abschwung eher noch. Allerdings rauben nicht WIR den Krisenlaendern die Moeglichkeit, wieder auf die Beine zu kommen; das haben sie schon selber....
    Da haben Sie Recht. Diese Staaten haben keine Möglichkeit sich auf den Kapitalmärkten mit neuem Geld zu versorgen, da ihre Liquidität nicht vorhanden ist.


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