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Arbeitslosigkeit weltweit: Uno kritisiert strikte Sparpakete der Regierungen

APEs ist eine Abrechnung mit der bisherigen Strategie der Euro-Retter: Die Sparpakte haben laut Uno-Organisation ILO "zerstörerische Auswirkungen" auf den Jobmarkt. Die Arbeitslosigkeit sei weltweit drastisch gestiegen, in manchen Regionen drohen Unruhen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830515,00.html
  1. #50

    Sparen ja aber an der richtigen Stelle

    Zitat von RalfWagner Beitrag anzeigen
    Wann werden diese Beglückungsretter endlich begreifen, dass sie keine dauerhaften Arbeitsplätze schaffen können und mit ihrem sinnlosen Tun den anderen wirklich produktiven Arbeitsplätze sogar noch gefährden – denn die entstehen nur durch die bösen, bösen Märkte.
    Die Sparlisten müssten eher noch ergänzt werden um die Abschaffung überflüssiger Weltorganisation.
    Jedes dieser heranngezogenen Beispiele hinkt ganz gewaltig. Sicher hat die Subvention der Solarindustrie mit u ihrem Untergang geführt. Das ist aber gerade da tragische. Immer wieder verlieren wir in den Shlüssel- und Spitzenindustrien wenn wir erst einmal etwas entwickelt haben. Jedde Firma muss ja auch sofort auf den Aktienmarkt, hurra, da bekomme ich doch sofort viel Geld. Die Anschubfinanzierung war richtig, auch wenn wir eswegen etwas mehr für den Strom zahlen müssen. Schlimm ist es nur, dass China, der Drache, sehr viel scchneller und flexibler auf Veränderungen reagiert und dieses auch scchamlos ausnutzt, wobei versteckte Subventionen durch den Staat noch das ganze noch verschlimmern.

    Wir verlieren mal wieder eine weitere Supertecchnologie weil unser Wirtschaftsminister nicht die Möglichkeiten sieht, die sich sich Deutschland bieten. Ob es die CD war, der MP3 Player, die Mobilfunktechnoloie, oder sogar der Fusionsreaktor. Sobald etwas anfängt teurer zu werden als gedacht stellen wir die Sinnhaftigkeit sofort in Frage anstelle Weitsicht zu zeigen und dementsprechend zu reagieren. Sparen ist wichtig aber sparen bitte schön an den richtigen Stellschrauben. Solange ich das Kapital bedingungslos schütze, aber das Arbeitskapital nicht, fahre ich jede Wirtschaft früher oder später an die Wand.

    Der Bericht der UNO sollte uns eine Warnung sein, weil er ein Gefahrenpozential aufzeigt, was sehr leicht unterschätzt werden kann. Wenn die versteckte Gefahr real wird dann ist es zu spät und Al Quaida war nur ein leichhtes Lüftchen. Das Humankapital kann nämlich gebeugt werden bis zu einem bestimmten Punkt, aber wenn es dann bricht, dann wird es gefährlich. Der Staat selbst ist kaum noch handlungsfähig und jede weitere Sparmassnahme bedeutet dann dass an den Schlüsselstellen auch gespart wird mit katastrophalen Folgen.
  2. #51

    Zitat von pewode Beitrag anzeigen
    Meiner Meinung nach sind die Vermögensblasen das Problem.
    Begründung:
    - Es findet eine immer größere Vermögensanhäufung und Konzentration statt.
    In ihrer ganzen Aufzählung kommt überhaupt nicht vor dass die Staaten seit Jahrzehnten ohne Ausnahme jedes Jahr neue Schulden gemacht haben um ihre Ausgaben zu finanzieren. Das führt nicht nur zu immer mehr Schulden sondern auch zu ständig steigenden Zinslasten.

    Das war auch schon vor der fragwürdigen Bankenrettung so. Die hat das ganze nur beschleunigt.

    Die Politik muss lernen dass Politik nicht heisst überallhin Geld zu verteilen. Der Staat braucht erst mal Geld um seine originären Aufgaben zu erfüllen, und nicht um politische Interessen im In- und Ausland zu bedienen.
  3. #52

    Zitat von MütterchenMüh Beitrag anzeigen
    Man muss es leider hart sagen, Ihr konstruiertes Modell ist Müll.
    Die Geldmenge ist kein Selbstzweck, sie soll mit mit der zur Verfügung stehenden Gütermenge korrespondieren, ansonsten Inflation oder Deflation.
    Die durch ihr bevorzugtes Modell kreierten Blasen führen allerdings zu Verwerfungen auf den Realmärkten.
    Das ist vollkommener Käse. die vorhandene Geldmenge stimmt schon längst nicht mehr mit der produzierten Güttermenge über ein. Das muss doch längst ihnen aufgefallen sein. Im übrigen ist das nicht mein Modell, sondern beschreibt die Entstehung und die Wirkungsweise von Geld.
  4. #53

    Exporte

    werden mit Subventionen, Hermesbuergschaften unterstuetzt.
    Das kann auch die Dauer nicht gutgehen. Die heute ebenfalls exportierenden Billiglohnlaender z.B. China werden immer mehr exportieren. Sie koennen es ja, waehrend EU und speziell DE immer trotz allen Lohndumping nicht mithalten koennen.
    Die Asiaten muessen sich doch fast totlachen ueber solche Versager, in der europaeischen und deutschen Industrie.
    Die deutsche Autoindustrie setzt auf Wachstum in Asien!!!!
    Denkste! Die Asiaten kaufen doch gleich etwas mit, wenn sie in ihrem Laendern DB und VW produzieren duerfen.

    Und der BIP kommt total in DE zum Erliegen, d.h. von dort sind kaum noch Steuern zu erwarten. Und was macht Schaeuble, nichts, er verschont die Reichen.
    Immer mehr Einzelhandelsgeschaefte schliessen, nein nicht nur in Griechenland. Kneipen machen dicht, der deutsche Arbeiter hat nicht einmal mehr Geld fuer ein oder zwei Bier.
    Je hoeher eine Behoerde angesiedelt ist, desto entfernter ist sie von der Realitaet!! Das Volk wird nur noch verarscht. Ukraineboykott lenkt doch schoen von der Unfaehigkeit unserer "ELITE" ab, oder?
  5. #54

    Zitat von cancun771 Beitrag anzeigen
    Die logische Konsequenz ist, dass endlich die Finanzinstitute unter die Schwelle der "Systemrelevanz" gebracht werden müssen. Und sei es mit (politischer) Gewalt. Wenn die Investmentbaner dann weiter herumzocken wollen, gerne, aber nicht mehr auf Kosten und Risiko des Steuerzahlers, sondern auf ihr eigenes.
    ein schritt dahin könnte sein, daß staaten wieder anfangen, sich über steuern zu finanzieren. fair und gerecht für alle. das schließen sämtlicher schlupflöcher (z.b. länderübegreifende hin- und herverrechnerei von gewinnen und verlusten).

    das könnte ohne jegliche bankenregulierung geschehen in dem man einfach die banken ein stück weit "links" liegen ließe. damit bekommt man auch die "systemrelevanz" ohne jede weitere bürokratie in den griff.

    und wenn dann das durch steuern eingenommene geld dazu verwendet würde, kaputte straßen, marode schulen und kitas, lehrer- und erziehermangel in den griff zu bekommen, hat man 2 fliegen mit einer klappe. neue straßen, ordentlich ausgestattet schulen und fehlende kitas, und neu eingestelltes personal (nicht nur in schulen und kitas), das einmal über steuern und sozialabgaben und zum zweiten durch eigene konsumausgaben erneut geld (MWST) in die kassen spült.
  6. #55

    Naja, Kriege führen ist halt teuer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist eine Abrechnung mit der bisherigen Strategie der Euro-Retter: Die Sparpakte haben laut Uno-Organisation ILO "zerstörerische Auswirkungen" auf den Jobmarkt. Die Arbeitslosigkeit sei weltweit drastisch gestiegen, in manchen Regionen drohen Unruhen.

    Arbeitslosigkeit weltweit: Uno kritisiert strikte Sparpakete der Regierungen - SPIEGEL ONLINE
    und die Aufrüstung frisst die Ressourcen auf. Solange das nicht erkannt wird, solange wird sich nichts ändern
  7. #56

    !

    Zitat von recardo Beitrag anzeigen
    Was sind das für Leute von der ILO? Ich habe noch nie von denen gehört. Sitzen da mehr als drei , die solch Studien - oder was auch immer - erarbeiten? Sind sie vertrauenswürdig??(schätze nicht!!) ILO von der UNO? Hört sich an wie Schimpfbegriffe.
    UNO (UN) = United Nothing.
    Die 'Fachleute' da stehen wahrscheinlich den USA nahe und haben den Auftrag, den Euro 'runterzuschreiben', und sei es auch nur durch die Hintertür.
  8. #57

    Boah eh...:!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist eine Abrechnung mit der bisherigen Strategie der Euro-Retter: Die Sparpakte haben laut Uno-Organisation ILO "zerstörerische Auswirkungen" auf den Jobmarkt. Die Arbeitslosigkeit sei weltweit drastisch gestiegen, in manchen Regionen drohen Unruhen.

    Arbeitslosigkeit weltweit: Uno kritisiert strikte Sparpakete der Regierungen - SPIEGEL ONLINE
    Und um das festzustellen, was wir ja alle schon wissen, brauchen wir einen Verein wie die ILO (Sitz in Genf, mit eines der teuersten Pflaster auf Gottes Erden!) neben 100 weiteren Organisationen - nationale wie internationale!
    Vielleicht sollte man den Verein, einige der andern auch, einfach dicht machen oder in ein Niedriglohnland verlagern! Das würde unserem Steuersäckel sicher die eine oder andere Million an Mitgliedsbeiträgen einsparen und den Schweizern - besonders der Blonden mit der großen Klappe - den Mund ein wenig stopfen, da dann mal schnell ein paar tausend, gut verdienende Konsumenten wegfallen würden ;-)
  9. #58

    Schuldenmachen zur Strukturerhaltung

    Zitat von Dramidoc Beitrag anzeigen
    Die ILO hat doch vollkommen Recht. Mit dem regiden Sparkurs in Europa berauben wir diesen Krisenstaaten die Möglichkeit wieder auf die Beine zu kommen....
    Es gibt keine rigiden Sparkurs! Was in den PIIGS, und bald auch in F abgehen sollte ist NUR eine Reduzierung der Defizite.

    Das ist der hohe Preis, der "bezahlt" werden muss für eine ungesunde Wachstumspolitik auf Pump und nicht auf Leistung.

    Was geschieht bei einer "Abkehr" vom Merkel'schen Kurs? Man würde einfach mit dem bisherigen Schlendrian fortfahren. Strukturen würden nicht angepasst, Steuern weiterhin bloss large eingezogen und die Armen mit etwas mehr Almosen abgespiesen.
  10. #59

    Was jahrzehntelang gut ging funktioniert nicht mehr

    Zitat von siegfriedderdrachentöter Beitrag anzeigen
    Einen Punkt verstehe ich nicht, denn für Deutschland wird die Anpassung der Reallöhne an die Produktivität gefordert. Das ist soweit in Ordnung, aber in den anderen Ländern in der EU geschieht dies auch, aber nach unten, denn die Produktivität stieg langsamer als die Löhne, dies wird nun korrigiert. Anpassungen über Währungen sind nicht mehr möglich, aber die Anpassung über Arbeitslosigkeit oder Löhne. Was wollen wir denn überhaupt? Wir haben in Deutschland Reformen vollzogen, dies dank Herr Schröder, und die anderen Ländern werden es auch tun müssen, aber nun gefallen uns nicht die Entwicklungen, die aber logisch sind.
    Es ist richtig, dass Arbeitsmarktreformen auch in den südlichen Ländern erfolgen müssen. Allerdings haben wir den riesigen Vorsprung der uns das Wirtschaftswachstum absichert. Die südlichen Länder haben kaum Schwerindustrie deshalb exportiert ja auch Deutschland massenhaft in diese Staaten. Wir haben ausgenutzt und nutzen auch heute noch dieses Manko dieser Staaten schamlos aus zu unserem eigenen Vorteil. Folge ist wir wachsen, die anderen nicht. Solange wir aber die anderen nicht fördern um wieder selbst auf die Beine zu kommen, solange wird es dort auch nicht aufwärts gehen. Die Milliarden die wir in die Länder schiessen sind nur die absolute Minimalsumme, die die Länder brauchen um gerade nicht unterzugehen. Was diese Länder brauchen ist neben der Unterstützung der Schulden auch die Unterstützung beim wirtschaftlichen Umbau. Deutschland ist auf Gedeih und Verderb an diese Länder gekettet. Das sollte sie Politik dem Menschen klar machen. Deutschland hat enorm von der gemeinschaftlichen Währung profitiert, da durch die Währungsschwankungen in diese Länder wegfallen und damit das Währungsrisiko bei unseren Exporten nicht mehr existiert. Gleichzeitig haben wir die Reformen dank der SPD dermassen extrem durchgesetzt, dass wir den Turnaround damals geschafft haben. Die anderen Staaten haben sich damals ausgeruht und auch keine zaghaften Versuche unternommen, das rächt sich jetzt. Wenn aber jetzt die wirtschaftstarken Länder keine Aufbauhilfe leisten, dann werden auch wir in ein abgrundtiefes Tal stürzen.








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