Forum


 

Arbeitslosigkeit weltweit: Uno kritisiert strikte Sparpakete der Regierungen

APEs ist eine Abrechnung mit der bisherigen Strategie der Euro-Retter: Die Sparpakte haben laut Uno-Organisation ILO "zerstörerische Auswirkungen" auf den Jobmarkt. Die Arbeitslosigkeit sei weltweit drastisch gestiegen, in manchen Regionen drohen Unruhen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830515,00.html
  1. #40

    Ilo

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen

    Das Argument ergibt m.E. keinen Sinn. Weshalb ist es unseriös, die Südeuropäer zu nennen (und vermutlich nicht nur die, SpOn wird die herausgepickt haben)?
    Wenn Sie den Artike gelesen hätten wüssten Sie, dass der ILO Bericht sich auf Spanien konzentriert hat.
    Ein Staat, in dem, wie in den anderen PIGS-Staaten auch, der öffentliche Arbeitssektor eklatant überbesetzt ist.
    Ich unterstelle der ILO mal handfeste Meinungsmache.
    Leider geht der ILO, wie ich bereits sagte, der Frage aus dem Weg, bzw. lässt diese unbeantwortet, wie man ohne neue Schuldenmacherei zu neuen Arbeitsplätzen kommt.

    Der ILO-Bericht impliziert die These, dass dies wohl nur mit Schuldenmacherei geht.

    Dem muss man bei Zeiten ein Verbotsschild vorhalten.
    Zumal die Krisenstaaten alle noch einen aufgeblähten staatlichen Arbietssekor vorweisen.
  2. #41

    Die logische Konsequenz ist, dass endlich die Finanzinstitute unter die Schwelle der "Systemrelevanz" gebracht werden müssen. Und sei es mit (politischer) Gewalt. Wenn die Investmentbaner dann weiter herumzocken wollen, gerne, aber nicht mehr auf Kosten und Risiko des Steuerzahlers, sondern auf ihr eigenes.
  3. #42

    !

    Zitat von hubertrudnick1 Beitrag anzeigen
    …aber wenn man den Kapitalismus in gewissen Grenzen hält, dann ließe sich daraus auch viel mehr machen.
    Leider will man nur den schnellen Maximalprofit und das bitte sofort und das ist das Übel was alles zerstört.
    Da ist wohl der Wusch der Vater des Gedanken.

    Leider ist das eine naive und falsche Sicht auf den Kapitalismus. Es gibt keinen guten Kapitalismus im schlechten Kapitalismus, das ist eine gefährliche weil hemmende Illusion. Nur durch die Ereignisse des 2. Weltkrieges, das vollständige Versagen der bürgerlichen Eliten im 3. Reich und die europäische Teilung bzw. den real existierenden "Sozialismus" gab es in Deutschland mal 20 Jahre nach dem Krieg ganz gute Zeiten in denen das Wirtschaftssystem so funktionierte wie es sich alle immer erträumen aber das hatte mit realem Kapitalismus nichts zu tun, denn den gab im 19. Jahrhundert, bei der Weltwirtschaftskrise und seit den 90ern ist er auch wieder hier im Vormarsch.
  4. #43

    Zerstörerisch ist vor allem eine Politik die über Jahrzehnte über neue Schulden finanziert wurden.

    Wie sollen denn die Staaten wieder auf Haushalte zurückfinden bei denen keine neuen Schulden aufgenommen werden. Zusätzlich muss zur Senkung der Zinslasten dringend getilgt werden.

    Ausserdem ist die Aussage dass solide Haushaltspolitik zu mehr Arbeitslosigkeit führt schon deshalb bedenklich weil offenbar der Staat als Arbeitgeber und Auftraggeber und über Subventionen zu dominant in der Wirtschaft eines Landes ist.
    Die Staaten sind Geldjunkies geworden, da hilft nur noch Entzug. Dass der wehtut ist nicht zu vermeiden.
  5. #44

    Zitat von nixkapital Beitrag anzeigen
    ...das wird Frau Merkel nicht weiter irritieren. Erst wenn Deutschland wg. mangelnder Nachfrage nicht mehr exportieren kann kommt vielleicht das Aufwachen aus der "Alternativlosigkeit".
    Was macht ein Export für Sinn wenn er in Länder geht die die Waren auf Pump kaufen, für deren Schulden wir bürgen obwohl klar ist dass sie nicht kreditwürdig sind.

    Ein solcher Export ist gefährlicher Selbstbetrug.
  6. #45

    ixquick hilft !

    Zitat von recardo Beitrag anzeigen
    Was sind das für Leute von der ILO? Ich habe noch nie von denen gehört. Sitzen da mehr als drei , die solch Studien - oder was auch immer - erarbeiten? Sind sie vertrauenswürdig??(schätze nicht!!) ILO von der UNO? Hört sich an wie Schimpfbegriffe.
    Die ILO gibt es bereits seit 1919.
    Gegründet nach dem verheerenden ersten Weltkrieg.
    Es ist eine seriöse Organisation.
    Auch wenn ich die augenblicklichen Forderungen für falsch halte.
    Ewiges Wachstum und Jobs für alle geht nicht, es sei denn man baut wieder "Pyramiden".
    Wie ein anderer Forist schon klug erklärte, auch das globale Bevölkerungswachstum spielt seine zentrale Rolle bei den wirtschaftlichen Ungleichgewichten.....und davon lese ich im ILO Bericht nichts.
  7. #46

    linkes Agitationsblatt ??

    Zitat von AlbertGeorg Beitrag anzeigen
    Die Logik des Spiegels ist schon erstaunlich
    - Einerseits zitiert Ihr stolz die UNO, die die Sparpakete der Regierung kritisiert
    - zitiert ihr voller Inbrunst die SPD, die die Sparpakete der Region kritisiert
    - seid Ihr glücklich, dass in vielen Ländern gefordert wird von dem Sparkurs abzuweichen
    - Andererseits erwähnt Ihr nebenbei, dass die UNO Deutschland als einziges Land heraushebt, dass im Prinzip richtig gehandelt hat

    Erinnert euch bitte daran
    - Ihr seid ein Nachrichtenmagazin, kein Agitationsblatt der Linken Internationalen


    sie scheinen sich nicht recht erinnern zu können.
    1. spd kritisiert sparpakete.
    richtig, aber damit widerspricht sich die spd selbst (siehe
    exkanzler schröder mit seinen grünen erfüllungsgehilfen).
    2. wer ist glücklich ??
    3. deutschland hat nicht richtig gehandelt. in deutschland wurde
    ausgerechnet unter einem spd-kanzler und seinem grünen vize
    der raubtierkapitalismus ohne wenn und aber ermöglicht und die
    spaltung der gesellschaft eingeleitet.

    was bitte hat das mit linker agitation zu tun ??
    richtig lesen will gelernt sein.
  8. #47

    Es gibt doch gar keine Sparpakete

    Zitat von dummerjunge Beitrag anzeigen
    Wo wird denn gespart? Offenbar kennt die UNO den Unterschied zwischen einer sinkenden Neuverschuldung und Sparen nicht.
    Sehr richtig!
    Ich dachte auch immer sparen hieße weniger auszugeben als man einnimmt. Davon sind die deutschen Forderungen weit entfernt. Die Deutsche Regierung fordert lediglich, dass das Defizit reduziert wird, wenn es schon im Ernstfall mit Deutschen Hilfgeldern finanziert werden soll. Aber wenn die Uno der Meinung ist, dass man noch mehr Geld in die Krisenländern pumpen muss, dann sollen sie sich doch bei anderen Länderen dafür stark machen, dass die mehr Geld bereitstellen. Vor dem Hintergrund, dass Deutschland einen großen Teil der über ein Jahrzehnt angehäuften privaten und öffentlichen Kredite an diese Länder direkt (durch Restrukturierung) und indirekt (durch höhere Inflation) wird abschreiben müssen, ist der darüberhinaus zugesagte Beitrag zu den Rettungspaketen schon mehr als irgendjemand verlangen kann.
    Interessantererweise "kritisiert" die Uno auch die USA, die bisher nicht mal versucht hat das Defizit zu reduzieren, für ihre Stagnation auf dem Arbeitsmarkt. Jetzt bin ich wirklich verwirrt. Das ist so,wie wenn man einen Patieten dafür kritisiert, dass er nicht gesund geworden ist, obwohl er die verordnete Medizin genommen hat.
  9. #48

    Geldmenge

    Zitat von Dramidoc Beitrag anzeigen


    Wie erhöht man die Geldmenge? Da bei jedem Kredit neues Geld geschaffen wird ist es logisch, dass Wachstum durch mehr Kredite d.h. durch Schulden entstehen kann. Man kann es auch kürzer fassen: Ohne Schulden kein Geld.
    t.
    Man muss es leider hart sagen, Ihr konstruiertes Modell ist Müll.
    Die Geldmenge ist kein Selbstzweck, sie soll mit mit der zur Verfügung stehenden Gütermenge korrespondieren, ansonsten Inflation oder Deflation.
    Die durch ihr bevorzugtes Modell kreierten Blasen führen allerdings zu Verwerfungen auf den Realmärkten.
  10. #49

    Sorry stimmt so nicht

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Gemäß der schwäbischen Hausfrau sollen also alle - Privathaushalte, Unternehmen und Staaten - sparen. Wie soll das funktionieren? Die Guthaben des Einen sind immer die Verbindlichkeiten eines Anderen.
    Seit wir den Goldstandart der Weltwährung Dollar abgeschaft haben ist Geld nur bedrucktes Papier. So lange Schulden in Geld ausgedrückt werden das keinen Gegenwert hat werden die Druckerschulden nicht meine Verluste sein und bestimmt nicht die virtuellen Devisen der Chinesen.

    Sobald die Währung "Nachhaltigkeit" Weltstandart wird können wir uns auf Bezeichnungen wie Guthaben und Schulden einigen.








TOP



TOP