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Arbeitslosigkeit weltweit: Uno kritisiert strikte Sparpakete der Regierungen

APEs ist eine Abrechnung mit der bisherigen Strategie der Euro-Retter: Die Sparpakte haben laut Uno-Organisation ILO "zerstörerische Auswirkungen" auf den Jobmarkt. Die Arbeitslosigkeit sei weltweit drastisch gestiegen, in manchen Regionen drohen Unruhen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830515,00.html
  1. #20

    UNO und Spar-Pakete

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist eine Abrechnung mit der bisherigen Strategie der Euro-Retter: Die Sparpakte haben laut Uno-Organisation ILO "zerstörerische Auswirkungen" auf den Jobmarkt. Die Arbeitslosigkeit sei weltweit drastisch gestiegen, in manchen Regionen drohen Unruhen.

    Arbeitslosigkeit weltweit: Uno kritisiert strikte Sparpakete der Regierungen - SPIEGEL ONLINE
    Was soll man sich noch groß über die EU-"Führer" auslassen - wir müssen eine Massierung von Unfähigkeit zur Zersetzung ganz Europas ertragen.
    Was ich zusätzlich als unerträglich empfinde: Ein Großteil der Medien läßt sich devot missbrauchen und macht die zerstörerischen "Spielchen" mit.
    Und der ESM wird €uropa den Rest geben.
  2. #21

    ...

    Zitat von siegfriedderdrachentöter Beitrag anzeigen
    Einen Punkt verstehe ich nicht, denn für Deutschland wird die Anpassung der Reallöhne an die Produktivität gefordert. Das ist soweit in Ordnung, aber in den anderen Ländern in der EU geschieht dies auch, aber nach unten, denn die Produktivität stieg langsamer als die Löhne, dies wird nun korrigiert. Anpassungen über Währungen sind nicht mehr möglich, aber die Anpassung über Arbeitslosigkeit oder Löhne. Was wollen wir denn überhaupt? Wir haben in Deutschland Reformen vollzogen, dies dank Herr Schröder, und die anderen Ländern werden es auch tun müssen, aber nun gefallen uns nicht die Entwicklungen, die aber logisch sind.
    Während fast alle anderen (vor allem die PIIGS) ihre Löhne in den letzten 10 Jahren gesteigert haben (machne sogar um kanpp 40%), haben die Deutschen ihre Löhne um 0,4% gesenkt. Dadurch sind die Deutschen sehr billig geworden und die umliegenden Länder hatten in der Währungsunion keine Change mehr sich durch Abwertungen zu wehren. Auch dadurch entsteht der hohe Export. Wenn Sie jetzt fordern, dass die Länder ihre Löhne wieder zurückschrauben, werden die Deutschen in ein paar Jahren wieder folgen müssen, da sich sonst das produzieren im Europäischen Umland wieder mehr Lohnt. Verstehen Sie diesen Kreiselauf? Wollen wir eine Abwärtsspirale in Europa um den niedrigsten Lohn? Herr Schröder hat Deutschland mit dieser Taktik keinen großen Gefallen getan, werder im Inland noch im europäischen Ausland!
  3. #22

    Was ist denn eigentlich mit dem Persilscheinbegriff "Wachstum" gemeint ?

    Zitat von hubertrudnick1 Beitrag anzeigen
    Überall herrscht nur eine Konzeptlosigkeit, keiner weiß wie er mit den ständig wiederholenden Krisen im System des Kapitalismus umgehen sollte.
    Man könnte sagen, rein in die Kartoffeln und dann wieder heraus, so reden Politiker, Wirtschafts und Finanzfachleute.
    Es ist eben .....
    In D zweifellos das Paradies für die Industrie: Export Export Export.
    Wer das alles womit bezahlt spiielt offenbar garkeine Rolle.
    Bisher haben wir die Kredite zur Bezahlung unserer Exporte durch die Kunden mitgeliefert. China fährt auf der gleichen Schiene.
    Wie weit wir damit gekommen sind ist klar.
    Mehr als 2 BIO Schulden und ein desolater Binnenmarkt weil die Lohnrealität, um international konkurrenzfähig zu bleiben, bei den Unternehmen die Geiz-ist-geil-Mentalität hervorgebracht hat:
    Lohndrückerei und Aufstockerei, die den Unternehmen satte Gewinne auf Kosten des deutschen Michel verschafft. Zahlungsunfähigkeit vieler Schuldner die wir dann auch noch finanzieren müssen, damit unsere Export-Märkte nicht völlig zusammenbrechen.
    Da fasst man sich mal an den Kopf.
  4. #23

    Zusammenhänge

    WENN es wirklich wahr ist dass durch staatliche Sparmaßnahmen Arbeitsplätze in großem Stil wegfallen, dann zeigt das nur wie sehr gewisse Arbeitsplätze in großem Stil bereits vollständig vom Staat abhängen.

    Eine durch und durch ungesunde Situation - die einer Planwirtschaft nahe kommt.

    Denn wenn die Arbeitsplätze - wie es sein sollte - von dem Wirtschaften eines gesunden Betriebs abhängt, dann können diesem staatliche Sparmaßnahmen rein gar nichts anhaben.
  5. #24

    Zitat von AlbertGeorg Beitrag anzeigen

    Erinnert euch bitte daran
    - Ihr seid ein Nachrichtenmagazin, kein Agitationsblatt der Linken Internationalen
    Das ist der neoliberale Spiegel tatsächlich nicht.
  6. #25

    Meiner Meinung nach sind die Vermögensblasen das Problem.
    Begründung:
    - Es findet eine immer größere Vermögensanhäufung und Konzentration statt.
    - Die Vermögen werden angelegt, wodurch sie sich die Situation weiter verschärft. Vielfach wird sogar davon gesprochen, das dieser Vorgang exponeziell verläuft.
    - Die Realwirtschaft kann mit diesem Wachstum längst nicht mehr schritthalten.
    - Es fehlen ausreichend Anlagemöglichkeiten in der Realwirtschaft.
    - Da die Vermögen trotzdem nach Anlagemöglichkeiten suchen werden virtuelle Anlageformen geschaffen.
    - Die virtuellen Anlageformen führen zu Blasen.
    - Es wird immer schwieriger neue Anlagen zu finden.
    - Die Staaten müssen einspringen.
    - Es werden Steuern gesenkt, damit Schulden gemacht werden müssen.
    - Diese Schulden sind Staatsanleihen. Es sind also Anlagemöglichkeiten.
    - Die Anleihen werden ständig fällig und so können ständig neue Anleihen herausgegeben werde.
    - Parallel dazu haben die Südeuropäischen Länder ihre Wettbewerbsfähigkeit verloren. Die kam daher, weil sie ihr Inflationsziel überschritten haben, während Deutschland seines unterschritten hat.
    - Die Folge ist, das sie nicht mehr vertrauenswürdig sind und ihre Staatsanleihen nicht mehr auf dem freien Kapitalmarkt loswerden.
    - Die anderen Staaten müssen über EZB und Rettungsfonds einspringen.
    - Durch die damit verbundene Austeritätspolitik verschärft sich die Lage weiter.
    - Ein Teufelskreislauf ist in Gang gesetzt der nur durchbrochen werden kann, wenn die Vermögensblasen abgebaut werden.
  7. #26

    Keine Ueberraschung hier

    Von einer parasitaeren Organisation wie der UNO, deren einzige Einnahmequelle die Steuern der anderen sind, habe ich nichts anderes erwartet.
  8. #27

    Ein Währungsraum - verschiedene Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeiten!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist eine Abrechnung mit der bisherigen Strategie der Euro-Retter: Die Sparpakte haben laut Uno-Organisation ILO "zerstörerische Auswirkungen" auf den Jobmarkt. Die Arbeitslosigkeit sei weltweit drastisch gestiegen, in manchen Regionen drohen Unruhen.

    Arbeitslosigkeit weltweit: Uno kritisiert strikte Sparpakete der Regierungen - SPIEGEL ONLINE
    Die mangelnde preisliche und technologische Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der heutigen Europroblemvolkswirtschaften können einfach nicht mehr wie früher durch einen marktkonformen und zeitnahen flexiblen Wechselkurs ausgeglichen werden.

    Da der Abwertungsmechanismus als Ausgleichventil für diese südlichen Euroländer fehlt, sollen die realen Lohnstückkosten abgesenkt werden. Dies wiederum beeinflußt deren binnenkonjunkturelle Erholung negativ und führt zu weiteren Steuer- und auch Kreditausfällen. Die staatliche Verschuldung steigt infolge von weiteren notwendigen Stützungsmaßnahmen der dortigen Banken sowie durch Steuermindereinnahmen. Diese wurden bisher von der EZB über den Target 2 Mechanismus und über die Bereitstellung riesiger Liquiditätstender zu Niedrigzinsen abgefedert. Hinzu kommen die aufgekauften Staatsanleihen durch die EZB.

    Um die dortige Arbeitslosigkeiten wirksam und nachhaltig zu bekämpfen, bedürfte es einer eigenständigen Währungs-, Budget- und Investitionspolitik. Über die Abwertung einer eigenen Währung mit einer dazu abgestimmten Budget-, Währungs- und Notenbankpolitik kann mittelfristig eine Perspektive geschaffen werden, die auch langfristig tragfähig ist.

    Für uns selbst entfallen alle Aufwertungsgewinne einer eigenen Währung als volkswirtschaftliche Sozial- und Wohlfahrtsdividende. Die Realentgeltfindungen in Deutschland seit der Euroeinführung zeigen dies überdeutlich. Gerade dadurch geraten unsere eigene binnenkonjunkturelle Wachstumsdynamiken unter Druck. Ebenso die finanzielle Situation vieler Kommunen. Die zusätzlichen Belastungen, die sich aus den bisherigen Eurorettungsmaßnahmen ergeben haben, kommen noch belastend hinzu.

    Wilhelm Nölling - Auswirkungen der Euro-Währungsunion - YouTube
    http://www.cesifo-group.de/portal/pl.../1/1209769.PDF
    http://www.boeckler.de/pdf/p_imk_report_60_2011.pdf
    Professor Dr. Wilhelm Hankel: Es war einmal... der €uro
  9. #28

    Zitat von dionysos91 Beitrag anzeigen
    I
    Vertraue ich der schwäbischen Hausfrau oder einem Zauberlehrling.
    Gemäß der schwäbischen Hausfrau sollen also alle - Privathaushalte, Unternehmen und Staaten - sparen. Wie soll das funktionieren? Die Guthaben des Einen sind immer die Verbindlichkeiten eines Anderen.
  10. #29

    das ist aber was neues, Endlich wir mussen von diese Finanzmärkte trennen, wenn wir für Menschen was erreichen wollen. Wenn überhaupt jemand des Geld verdient sind die Handwerker nicht die funktionäre.


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