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Arbeitslosigkeit weltweit: Uno kritisiert strikte Sparpakete der Regierungen

APEs ist eine Abrechnung mit der bisherigen Strategie der Euro-Retter: Die Sparpakte haben laut Uno-Organisation ILO "zerstörerische Auswirkungen" auf den Jobmarkt. Die Arbeitslosigkeit sei weltweit drastisch gestiegen, in manchen Regionen drohen Unruhen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830515,00.html
  1. #10

    da wird

    ja wiedermal alles in einen Topf geworfen, einmal umgerührt und dann bewertet. Was haben bitte soziale Unruhen in Afrika oder im Nahen Osten mit den Sparplänen europäischer Regierungen zu tun ?

    Wachstumsprogramme hören sich toll an, aber wer soll die bezahlen wenn eigentlich gespart werden muss ? Das Hollande bei den europäischen Krisenländern mit seinen Wunsch nach einem europäischen Wachstumspaket offene Türen einrennt war klar.

    Sollte er der neue Präsident werden wird Frankreichs Bonität wohl ein weiteres Mal herrabgestuft.
  2. #11

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist eine Abrechnung mit der bisherigen Strategie der Euro-Retter: Die Sparpakte haben laut Uno-Organisation ILO "zerstörerische Auswirkungen" auf den Jobmarkt. Die Arbeitslosigkeit sei weltweit drastisch gestiegen, in manchen Regionen drohen Unruhen.

    Arbeitslosigkeit weltweit: Uno kritisiert strikte Sparpakete der Regierungen - SPIEGEL ONLINE
    Dieses elendige Wachstumsgeplapper ist wirklich unerträglich! Wissen doch alle Beteiligten, dass die letzten Wachstumsraten auch vor der Finanzkrise ebenfalls nur auf Pump möglich waren. Jetzt sind alle Länder bis über den Kopf verschuldet und alle rufen "weiter so". Bin mal gespannt, womit die Südländer wachsen wollen, nachdem die Billig-Konkurrenz aus Deutschland unter dem Euro die letzten (profitablen) Produktionsbetriebe platt gemacht hat. Des Weiteren müssen meiner Meinung nach die Südländer wieder da hin, wo sie vor der Einführung des Euros waren. Da waren Arbeitslosenraten von 20% auch schon da! Nur der Euro gab ihnen die historisch einmalige Chance aufgrund des Kapitalimports aus dem Norden sowie der billigen Zinsen schwachsinnige Immobilien- und Beamten-Blasen aufzubauen.
  3. #12

    Auch ILO kann nicht vertuschen

    das wir mittlerweile an einer Trendwende sind.
    Staaten erkennen das Wohlstand auf Pump nicht mehr machbar und nicht mehr bezahlbar ist. Die alten Rezepte, mit mehr Krediten Wohlstand zu finanzieren, funktionieren nicht mehr.

    Arbeit gibt es natürlich aber die ist auf der Welt ungleichmäßig verteilt und sie reicht nicht mehr aus jedem Arbeitsfähigen auch einen Job zu geben der es ihm ermöglicht davon zu leben.
    Hierzu trägt neben der Bevölkerungsexplosion auch die Globalisierung stark bei. Waren werden heutzutage dort produziert wo es am günstigsten ist (s. z.B. das Billig-Lohnland-Hopping von nokia) und nicht mehr dort wo Arbeitskräfteüberschuß herrscht. Allerdings werden diese Waren dann in alle Welt exportiert und können nur dann gekauft werden wenn in den Importländern genügend Arbeit haben und damit ein Arbeitseinkommen existiert das es ermöglicht diese Waren auch zu kaufen.

    Steigen z.B. die Lebenshaltungskosten wie bei uns unverhältnismäßig stark an dann bleibt für den Konsum weniger übrig. Weniger Konsum bedeutet auch geringere Produktion wegen geringerer Nachfrage. Damit fallen letztendlich weltweit Arbeitsplätze flach.
    ILO versucht diesen Kreis zu durchbrechen indem einfach mehr Geld für den Konsum gefordert wird. Das bedeutet aber auch gleichzeitig das die Waren des betroffenen Import-Landes teurer werden und sich nur noch schwer exportieren lassen, mit nachteiligen Folgen für die betreffende Volkswirtschaft.
  4. #13

    Eine erstaunliche Logik

    Die Logik des Spiegels ist schon erstaunlich
    - Einerseits zitiert Ihr stolz die UNO, die die Sparpakete der Regierung kritisiert
    - zitiert ihr voller Inbrunst die SPD, die die Sparpakete der Region kritisiert
    - seid Ihr glücklich, dass in vielen Ländern gefordert wird von dem Sparkurs abzuweichen
    - Andererseits erwähnt Ihr nebenbei, dass die UNO Deutschland als einziges Land heraushebt, dass im Prinzip richtig gehandelt hat

    Erinnert euch bitte daran
    - Ihr seid ein Nachrichtenmagazin, kein Agitationsblatt der Linken Internationalen
  5. #14

    ILO von der UNO

    Was sind das für Leute von der ILO? Ich habe noch nie von denen gehört. Sitzen da mehr als drei , die solch Studien - oder was auch immer - erarbeiten? Sind sie vertrauenswürdig??(schätze nicht!!) ILO von der UNO? Hört sich an wie Schimpfbegriffe.
  6. #15

    Seit 2008

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist eine Abrechnung mit der bisherigen Strategie der Euro-Retter: Die Sparpakte haben laut Uno-Organisation ILO "zerstörerische Auswirkungen" auf den Jobmarkt. Die Arbeitslosigkeit sei weltweit drastisch gestiegen, in manchen Regionen drohen Unruhen.

    Arbeitslosigkeit weltweit: Uno kritisiert strikte Sparpakete der Regierungen - SPIEGEL ONLINE
    wurden Unmengen von Geld aufgewendet, umd auf der ganzen Welt die Konjunktur anzuschieben. Es wurde zwar ein Wirtschaftswachstum erreicht, aber das war nicht selbsttragend, wie denn auch, die privaten Schuldner sind immer noch überschuldet und jetzt sind auch noch viele Staaten Pleite, die versucht haben, die Wirtschaft durch weitere Verschuldung aus dem Sumpf zu ziehen. Aber egal, die ILO will noch ein paar Billionen Dollar oder Euro ausgeben, macht ja nichts, wenn der Geldwert dabei endgültig zerstört wird und es trotzdem keinen richtigen Wirtschaftsaufschwung geben wird. Welche Unruhen entstehen werden, wenn Arbeitslosigkeit und Geldentwertung gleichzeitig zuschlagen werden, erklären uns diese schlauen Jungs von der UNo nicht.
  7. #16

    So langsam dämmert es einigen, dass das Sparren einzig und allein in eine Rezession und eine nachfolgende Depression führt. Die VWL- resisten Gehirnakrobaten meinen immer noch, dass das drastische Reduzieren der Haushalte und gleichzeitige Steuererhöhungen zur Wachstum und Vollbeschäftigung führen. Schade nur, dass die Realität partu nicht mitspielen will...
  8. #17

    Zitat von brido Beitrag anzeigen
    Es wäre das erste Mal, dass ein Schuldenabbau (als letztes Ziel) kurzfristig nicht schlimm wäre.
    Solange die Löhne in den Problemstaaten höher sind als vor dem Euro wird es so weiterghen. In GR haben sie sich verdoppelt!
    Wenn Sie tatsächlich glauben die Löhne seien das PRoblem haben sei gar nichts verstanden!

    Vielleicht sollten sie sich mal mit dem Vermögen, den Zisen und damit beschäftigen wo in den letzten Jahren das Geld hin ist.. nur ein Tip wir haben mehr vermögen als Staatsschulden..
  9. #18

    Oje...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist eine Abrechnung mit der bisherigen Strategie der Euro-Retter: Die Sparpakte haben laut Uno-Organisation ILO "zerstörerische Auswirkungen" auf den Jobmarkt. Die Arbeitslosigkeit sei weltweit drastisch gestiegen, in manchen Regionen drohen Unruhen.

    Arbeitslosigkeit weltweit: Uno kritisiert strikte Sparpakete der Regierungen - SPIEGEL ONLINE
    "Die Stimme der Finanzwirtschaft sollte nicht den politischen Entscheidungsprozess bestimmen" steht also in dem Bericht. Natuerlich sind es "die Spekulanten", die jetzt die Politiker vor sich hertreiben. Das klingt so wie zur Zeit der Asienkrise, als Mohamed Mahatir seinerzeit George Soros beschuldigte, den Crash verursacht zu haben. Nein, damals wie heute haben sich die "Problemlaender" der Eurozone selber die Konkurrenzfaehigkeit genommen. Und es waren die gleichen Politiker, die heute gegen die verhassten "Maerkte" lamentieren, die jahrelang auf diesen Maerkten billiges Geld zu uebermaessigem Schuldenaufbau verwendet haben.

    Manche Kommentare aus der Politik lesen sich wirklich wie geistige Erguesse aus der Sowjetunion aus den 20er jahren des vorigen Jahrhunderts.
    Schoene Gruesse
  10. #19

    Ich finde das es gerade weltweit einen Konflikt zwischen zwei wirtschaftlichen Orientierungen gibt. Vieleicht kann man das schon einen Wirtschaftskrieg nennen.
    Es stehen sich auf der einen Seite mit der Sozialen Marktwirtschaft mit den Hauptvertretern in Europa und der deregulierten, hochspekulativen monopolisierenden Wirtschaftsordnung ala USA und Großbritanien zwei unversöhnliche Systeme gegenüber. Dieser Artikel beschreibt nun UNO-Positionen die klar Methoden der Deregulierung beziehen. Wachstum auf Pump und Deregulierung der Arbeitsverhältnisse bzw. Arbeitsverträge. Die meisten Staaten sind so hoch verschuldet das Konjunkturprogramme ohne neue Schulden gar nicht finanziert werden können.
    Ganz vereinfacht ausgedrückt:
    Vertraue ich der schwäbischen Hausfrau oder einem Zauberlehrling.

    Mit einem freundlichen Arbeitergruss zum 1. Mai


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