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Arbeitslosigkeit weltweit: Uno kritisiert strikte Sparpakete der Regierungen

APEs ist eine Abrechnung mit der bisherigen Strategie der Euro-Retter: Die Sparpakte haben laut Uno-Organisation ILO "zerstörerische Auswirkungen" auf den Jobmarkt. Die Arbeitslosigkeit sei weltweit drastisch gestiegen, in manchen Regionen drohen Unruhen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830515,00.html
  1. #130

    Lösung nennt sich BGE

    Daher mache ich mein Kreuz bei den Piraten. Alles andere bedutet soziale Ungerechtigkeit - Stillstand und Rückschritt.
  2. #131

    Schutzzölle

    Zitat von gewgaw Beitrag anzeigen
    "Wachsen kann nur, was Grund und Wurzeln hat"
    Welches Geschäftsmodell hat Spanien, Portugal, Griechenland...?
    Schulden machen und nur darauf hoffen, dass andere dafür bürgen ist unredlich und führt schon mittelfristig zu nichts.

    In Portugal gab es mal eine bedeutende Textil- und Schuhproduktion, warum kann man die nicht wieder aufleben lassen, warum muß jeder Arbeitsplatz, der gen Asien verschwunden ist, auf ewig verloren sein? Die Löhne in den südeuropäischen Staaten sind überhaupt nicht hoch, werden aber belastet mit dem Durchfüttern von unnützen Beamten, daher muß an dieser Stelle entscheidend umgebaut werden.
    Auch Deutschland darf sich nicht zurücklehnen, denn es kommt ein Tsunami in Form von Beamtenpensionen auf uns zu, den noch zu wenige und vor allem die entscheidenden Personen nicht bemerken (wollen).
    Wenn Sie die Textil und Schuhproduktion in Portugal wieder ankurbeln wollen, brauchen Sie die Jahrhunderte bewährte Methode von Schutzzölle.

    Das hat nichts mit "unnützen Beamten" zu tun!
  3. #132

    Zitat von wolfgangotto Beitrag anzeigen
    Kann die Uno einen Euro, Dollar, Yen, Rubel zweimal ausgeben oder gibt es dort einen Goldesel besonderer Art?
    Aber nicht doch. Die Uno sorgt sich eben um die politischen Folgen dieser "Sparorgie". Ist eben alles gar nicht so neu:

    Heinrich Brüning erhob neue Steuern bei gleichzeitiger Senkung staatlicher Leistungen und er wirkte auf eine Absenkung von Löhnen und Gehältern hin. Damit hoffte er, den deutschen Export zu erhöhen, doch weil Deutschlands Handelspartner eine ähnliche Politik betrieben, musste diese prozyklische Politik scheitern; sie verschärfte letztlich nur die Wirtschaftskrise in Deutschland.

    Heinrich Brüning

    Ebensowenig sind diese Krisen Naturkatastrophen.
  4. #133

    Es sind..so konnte man in den letzten Jahren..

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    1. handelt es sich nicht um Sparen, sondern um weniger Schulden machen
    2. wissen die Experten möglicherweise nicht, wie man weitere rasche Verschuldung finanzieren soll. Wissen Sie, woher das Geld kommen soll? Es ist immer leichter, Geld auszugeben als zu beschaffen.
    Um so Kleinigkeiten wie "Woher kommt das Geld" kümmert man sich natürlich nicht, wenn man in großen Entwürfen denkt und die Lebensgrundlagen der gesamten Menschheit neu ordnet.
    hören und lesen, Abermilliarden von Euros und Dollars in der Finanz- und Bankenkrise "verbrannt". Das heißt nicht, das Geld ist weg, hat sich aufgelöst, sondern ist auf die Konten der Gewinner der Finanz- und Bankenkrise gewandert.
    Also plappern sie nicht etwas nach, was Ihnen die Mächtigen vorsagen, sondern denken sie selbstständig.
    Wir sind im Würgegriff der Finanz-, Banken-, und Wirtschaftsindustrie.
    Und diese diktieren die Richtung.
    So naiv kann man nicht sein.
  5. #134

    Zitat von anderton Beitrag anzeigen
    Während fast alle anderen (vor allem die PIIGS) ihre Löhne in den letzten 10 Jahren gesteigert haben (machne sogar um kanpp 40%), haben die Deutschen ihre Löhne um 0,4% gesenkt. Dadurch sind die Deutschen sehr billig geworden und die umliegenden Länder hatten in.....
    Das begreifen viele einfach nicht, weil sie im Moment noch einen gut bezahlten Job haben und sich gleichzeitig von den marktradikalen neolibs mit dummen Sprüchen einfangen lassen. Mal einen Tick weiter zu denken als nur von der Tapete bis zur Wand, ist bei vielen einfach nicht drin.
  6. #135

    Zitat von derknecht Beitrag anzeigen
    die frage ist einfach. Haben sich die Regierungen verschuldet oder wurden sie gezwungen sich zu verschulden.
    Nein - aber wenn die anderen Staaten nicht mehr bei uns einkaufen haben wir in Deutschland ein Problem.
    Da wir uns nicht darauf verlassen können, dass das Ausland sich bei uns unbegrenzt verschuldet - sollten wir vielleicht darüber nachdenken, ob die Strategie das Wachstum immer allein über den Export zu generieren sinnvoll ist.

    Zitat von derknecht Beitrag anzeigen
    Dass sie Kredite aufnehmen müssen kann man nicht vermeiden.
    Man kann auch über Steuereinnahmen die öffentlichen Aufgaben finanzieren. Das bedeudet aber dass die Länder zusammenarbeiten anstatt von der Steuerflucht anderer Länder profitieren.

    Zitat von derknecht Beitrag anzeigen
    Aber muss denn darauf noch ein Zins erhoben werden, welcher dann zu der jetzigen Situation geführt hat.
    Ganz ohne Zinzen werden sie auf dem Kapitalmarkt sehr wenig Geld bekommen.
    Zitat von derknecht Beitrag anzeigen
    Wenn hier jemand Schuld hat sind es doch die Bankensyndikate welche mit ihren Zinsen und Zinseszinsen die Wirtschaft in die Enge treiben.
    Das Problem ist dass wenn sich die Staaten nicht verschulden, die Banken pleite gehen und damit auch das Vermögen der Kleinsparer.

    Die einzigste akzeptable Lösung die ich mir denken kann, ist ein Lastenausgleich. Das ist ein Vermögensverlust aller Sparer über mehrere Jahrzehnte hinweg. Die anderen Alternativen die ich zu dem kontrollierten Vermögensverlust stehe, ist ein unkontrollierter der sich dann über den Markt ergibt. z.B. durch sehr starke Inflation oder extrem starkes Wirtschaftswachstum wie es nur nach einem Krieg geben kann, wenn vorher alles zerstört wurde.
  7. #136

    Hallo munkelt,so haette es sein sollen.Korruption und Fehlkalkulationen fuehrten aber zu meiner beschriebenen Situation der Verschuldung.Es gab ,ich weiss nicht wieviele Unterfirmen.Der Grossteil der Arbeiter waren Nord- u d Suedafrikaner.Arbeiter durch die Leiharbeitsfirmen nach Portugal gebracht.Ich kann mich erinnern,dass vom Sommer 2003 ,bis zum Fruehjahr 2004,die Nationalstrasse 125 auf einer Strecke von 40 km,so oft geteert wurde,weil Material. 'uebrig war,dass das Strassenniveau auf 80cm angehoben wurde u,und es somit unmoeglich war auf eine Nebenstrasse abzubiegen.Zwischen jeder neuen Teerdecke wurden brav Mittelstreifen und sonstige Markierungen gepinselt.
  8. #137

    Zitat von Traumschau Beitrag anzeigen
    Die an sich notwendigen Anpassungen erfolgen viel zu schnell und ruinieren die Volkswirtschaften. Die Arbeitslosigkeit steigt, die Steuereinnahmen sinken und die Schulden steigen. Das ist ein einziges Desaster.
    In Griechenland, Irland oder Spanien sind Schuldenblasen bzw. Immobilienblasen geplatzt. Wenn eine Blase platzt, ist das kein Anpassungsproblem. Entsprechend kann man zwar kritisieren, aber wo ist eine Lösung?
    Eine Lösung sehe ich allenfalls darin, dass es in den einzelnen Staaten zu einer starken Umverteilung von oben nach unten kommt, die Vermögen der Reichen mit den Schulden des Staates verrechnet werden. Aber dazu fehlen die Machtverhältnisse. Außerdem würde diese Umverteilung auch weit in die Mittelschicht reichen, die sich die Illusion macht, dass das Geld, das in die Lebensversicherung eingezahlt wurde, immer noch vorhanden ist.

    Zitat von Traumschau Beitrag anzeigen
    Und unserer Regierung sieht nicht die Notwendigkeit, hier bei uns Anpassungen vorzunehmen. Das Lohnniveau muss steigen, und zwar pronto.
    Richtig, während die Löhne in den Problemländern sinken müssen. Alternative wäre die Abschaffung des Euro in seiner jetzigen Form, dann könnte der Anpassungsprozess sozial abgefedert erfolgen ohne so dramatische Folgen für die Menschen. Aber dafür fehlt der politische Wille, ökonomische Vernunft über politische Ideologie siegen zu lassen
    Zitat von Traumschau Beitrag anzeigen
    DAS VEREINBARTE INFLATIONSZIEL LIEGT BEI 2%!!!
    Hat sich aber keiner dran gehalten - wir eben auch nicht. Das ist eines der Kernprobleme!
    Sehe ich nicht so
    Inflation in Deutschland 2008: Voraussichtlich +2,6%* &bull ;* Börsennotizbuch
    Wir liegen etwas darüber, aber eine Punktlandung ist natürlich auch nicht möglich.
    Allerdings muss man sagen, Inflation bedeutet immer Umverteilung von unten nach oben. Jede Inflation, auch "Zielinflation" ist gegen die kleinen Leute gerichtet, die dadurch um ihre Sparvermögen betrogen werden. Inflation ist immer asozial.
  9. #138

    @herr_kowalski

    Zitat von herr_kowalski Beitrag anzeigen
    Mehr als 2 BIO Schulden und ein desolater Binnenmarkt weil die Lohnrealität, um international konkurrenzfähig zu bleiben, bei den Unternehmen die Geiz-ist-geil-Mentalität hervorgebracht hat:
    Lohndrückerei und Aufstockerei, die den Unternehmen satte Gewinne auf Kosten des deutschen Michel verschafft...
    Grundfalsch! Facharbeiter in den Exportbranchen(Fahrzeugbau, Maschinenbau, Investitionsgüter, Chemie, Hig-Tech jedweder Art), die leiden nun an allem, nur gewiss nicht an der "Geiz_ist_Geil"-Mentalität ihrer Unternehmen/Unternehmer. Dafür sorgt allein schon der quasi leergefegte Facharbeiter- und Hochqualifiziertenarbeitsmarkt und die an diesen Branchen besonders interessierten(da viele gut zahlende Mitglieder) und spezialisierten Gewerkschaften. Wer hingegen ernsthaft knapsen muss, dass sind die Niedrigqualifizierten in dieser Republik. Also die Helfer jedweder Art, die McBurger-Brater, die Lidl-KassiererInnen, die Wachschutzleute oder auch die FensterputzerInnen, usw. Nur bitte Herr Kowalski, was haben diese, zugegebenenmaßen bedauernswerten Menschen mit den deutschen EXPORTEN! zu tun?
  10. #139

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    ... wandert es auf wundersame Weise und viele Umwege letztednlich in die Hände privater Investoren, die dann so gnädig sind es dem Staat zurückzuleihen und dafür auch noch frech Zinsen verlangen...
    Sie können selbstverständlich Ihre eigene Ersparnis an jemanden verleihen, der Ihnen keine Zinsen zahlt. Oder haben Sie nichts zu verleihen? Na dann...


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