es gibt keine Sparpakete nur Kostenreduzierungspakete...wann verstehen die Politiker das endlich und wann beginnen die Journalisten das so zu formulieren
APEs ist eine Abrechnung mit der bisherigen Strategie der Euro-Retter: Die Sparpakte haben laut Uno-Organisation ILO "zerstörerische Auswirkungen" auf den Jobmarkt. Die Arbeitslosigkeit sei weltweit drastisch gestiegen, in manchen Regionen drohen Unruhen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830515,00.html
es gibt keine Sparpakete nur Kostenreduzierungspakete...wann verstehen die Politiker das endlich und wann beginnen die Journalisten das so zu formulieren
Sprechen die wirklich von "Sparen / Sparpakete" ? Gemeint ist wahrscheinlich "weniger Schuldenmachen", oder?
Sparen wäre ja, Geld auf die "hohe Kante" zu legen. Welcher relevante westliche Industriestaat spart denn im Moment, so dass er Adressat dieser Uno-Meldung wäre?
Selbst Staaten, die ihre Schulden netto zurückführen / tilgen, würden ja nicht sparen, sondern nur ihre Schulden reduzieren. Aber selbst solche Staaten fallen mir momentan nicht ein.
Ich denke, diese Differenzierung hilft schonmal bei der Bewertung diverser verbreiteter, interessegetriebener Erklärungen dieser Tage.
Lediglich die Neuverschuldungen werden begrenzt, es werden aber weiterhin Kredite aufgenommen.
Das Problem der Industrieländer liegt in der Demokratie.
Um Gottes willen, bitte nicht falsch verstehen, es gibt keine bessere Regierungsform!
Das was wirklich erforderlich ist, sind Strukturanpassungen.
Die Wirtschaftswissenschaftler bieten in dieser Hinsicht eine Menge Lösungen an, werden im gleichen Augenblick aber sofort verteufelt, weil dann natürlich das Totschlagsargument "soziale Kälte" unmittelbar aus der Tasche gezaubert wird.
Tatsächlich werden die Wissenschaftler nur missverstanden, denn sie bieten rein wirtschaftliche Lösungen an.
Für ein sozialverträgliches Konzept bei der Umsetzung ist die Politik verantwortlich und niemand sonst.
Aber es hilft alles nichts, die Strukturanpassungen müssen her, sonst wirds nichts mit der wirtschaftlichen Erholung und der finanziellen als Folge.
Altkanzler Schröder wusste, dass ihn seine Agenda 2010 mit großer Wahrscheinlichkeit das Amt kosten würde, hatte aber genug Arsch in der Hose, um die Anpassungen trotzdem durchzusetzen!
Und niemand hat damals behauptet, es täte niemandem weh!
Strukturanpassungen sind meist schmerzhafte Einschnitt in das gesamte, liebgewordene aber eben auch nicht mehr bezahlbare System.
Und sie haben zu allem Unglück auch noch ein zweites Bocksbein, es dauert, bis sie beginnen zu wirken, mehrere Jahre meist.
Wie man deutlich erkennen kann, profitieren die Regierungen nach Schröder von den Maßnahmen.
Das ist natürlich ungerecht, aber so isses nun mal in der Demokratie.
Aufrechte Demokraten müssen damit leben können!
Nun wollen Regierungen aber wiedergewählt werden, menschlich durchaus verständlich.
Aber unpopuläre Maßnahmen, so wirksam sie letztendlich auch sein mögen, führen meist zur Abwahl, im Süden Europas sicher noch schneller als in Deutschland, wo Regierungshandeln nicht ganz so kritisch betrachtet wird.
Deshalb versuchen sich die Regierungen zunächst in der Quadratur des Kreises, um die wirtschaftliche Situation ins Positive zu drehen.
Fleißiges Gelddrucken mit den dabei einhergehenden Abwertungen sind ein gern genutztes Instrument.
Aber so manche Regierung scheitert schon dort, wo eigentlich noch garnichts passiert ist.
Erich Kästner hat es schon Anfang des letzten Jahrhunderts auf den Punkt gebracht:
"Es gibt nichts Gutes, es sei denn man tut es"!
Also um bei Zitaten zu bleiben, liebe Regierungen, fragt nicht, was euer Land für euch tun kann, sondern fragt was ihr für euer Land tun könnt!
Setzt die notwendigen Reformen um und vergesst mal die nächsten Wahlen.
Nicht das ihr damit alle glücklich macht, sowas gibts nicht, einer hat immer was zu meckern!
Aber vielleicht reisst ihr das Ruder damit rum.
Klappts, kann man später sicher gut schlafen! ;o)
Um über gewisse Probleme mitreden zukönnen, bedarf es der Kenntnis über die handelnden Institutionen. Leider wird die Existenz der ILO in der Regel totgeschwiegen oder geringgeschätzt. Dabei ist es eine der wichtigsten Organisationen der UNO.
Gegründet wurde die ILO bereits 1919 als Gegenentwurf kapitalistischer Staaten zur Kommunitischen Internationale. Seither gab es - der jeweiligen historischen Situation angepasst - mehrere Häutungen.
Schwerpunkte der Arbeit der ILO sind die Formulierung und Durchsetzung internationaler Arbeits- und Sozialnormen, insbesondere der Kernarbeitsnormen, die soziale und faire Gestaltung der Globalisierung sowie die Schaffung von menschenwürdiger Arbeit als einer zentralen Voraussetzung für die Armutsbekämpfung.
Die ILO wird drittelparitätisch von Regierungen, Arbeitgeberorganisationen und Gewerkschaften finanziert und so sind auch die Gremien drittelparitätisch besetzt.
Die Formulierung der Kernarbeitsnormen halte ich eine der wichtigsten zivilisatorischen Errungenschaften der jüngeren Geschichte.
Die weltweite Durchsetzung der Kernarbeitsnormen z.B. auf Blumen-, Obst- und Gemüsefarmen, Textilunternehmen oder Elektronikzulieferern ist m.E. eine der dringensten Aufgaben unserer Zeit. Wir Verbraucher hätten da jede Macht der Welt, die Unternehmer zur Einhaltung der Normen zu zwingen.
Mehr Infos erhalten Sie hier:
ILO-Berlin
dass sie sich jetzt zu Wort meldet, aber das hätte sie viel früher machen müssen, nach der Hinrichtung ist es immer wohlfeil zu sagen, es war ein Fehler dies zu tun.
Und Alibiaussagen brauchen die Menschen nicht.
In vielen Ländern sind die Spaßmaßnahmen längst umgesetzt mit ihren dramatischen Folgen, wo war da die UNO? Wußten ihre hochbezahlten Experten nicht vorher, wohin dieser Sparwahn führt?
Das er das Geld dorthin verlagert, wo es ohnehin schon ist und die beutelt, die teilweise schuldlos längst die Gebeutelten sind....?
Dies ist eine Welt der Heuchelei. Wohin man sieht. Die wahrheit steht Pate und schaut hilflos zu.
Meine Meinung. Schönen Maifeiertag. Tag der Arbeit. Passt. Randolf
Die Verschuldung in Portugal verursachte der Staat,durch die Ausbauung der Infrastruktur,der Bruecke 25 abril,dem Stadienbau fuer die Europameisterschaften und die Expo.Das alles wurde von Subventionen und vom portugiesischen Steuerzahler bezahlt.Als Gewinner gehen die Firmen hervor,die diese Arbeiten durchgefuehrt haben mit falschen Kostenvoranschlaegen!Das Sparpaket trifft wieder die arbeitende Bevoelkerung.
Erstmal ist mit "Wachstumsprogramm" die Einführung der Agenda 2010 in ganz Europa gemeint - hatte SPON schon berichtet:
Vorstoß von EZB-Chef Draghi: Wundertüte Wachstumspakt - SPIEGEL ONLINE
Alles Nebelkerzen ...
Die Spirale nach unten würde es nicht geben können, wenn sich die Staaten des Währungsraumes endlich an das vereinbarte Inflationsziel von 2% halten würden. Das bedeutet eben auch eine Lohnentwicklung entlang der Produktivität. Die GIIPS-Staaten lagen weit über, die BRD weit unter diesem Wert - DAS GEHT NICHT! Die 2% wurden eben nur als Durchschnittswert erreicht und die EZB klopft sich deshalb selbst auf die Schulter. Hier ein Beitrag der das sehr gut darlegt:
Wege aus der Euro-Krise - Prof. Dr. H. Flassbeck - YouTube
Jeder weiss doch von Klein auf, wenn ich dauerhaft mehr ausgebe,
als ich einnehme, habe ich ein Problem.
Folglich muss ich meine Ausgaben den Einnahmen anpassen.
Offensichtlich hat sich das bei den Politikern noch nicht
rumgesprochen. Schuldenpolitik auf Kosten der Bürger
endet irgendwann im Bankrott.
Apropos, wusste gar nicht, das die UNO jetzt auch
Kernkompetenzen in Sachen Wirtschaft und Finanzen
besitzt.