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Arbeitslosigkeit und Bleibezwang: Wie Ungarns Rechte die Elite verjagt
Kata KottraUngarn bietet ihnen keine Jobs, sie müssen aber im Land bleiben: Mit einer umstrittenen Bildungsreform verpflichtet die Orbán-Regierung Studenten, nach ihrem Abschluss in Ungarn zu bleiben. Fünf Abiturienten erklären, warum sie nach ihrem Abschluss ins Ausland gehen.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...834190,00.html
- #1 22.05.2012 13:41 von
top!
Yo napot / Guten Tag!
Stimme ihrem Bericht 105% zu in Ungarn ist die berufliche sowie finanzielle Situation beschämend.
Komme aus Berlin und habe bereits in Budapest gearbeitet, jetzt in Wien.
Wohne grenznah in Sopron und fahre jeden Tag 150km.
Lohnt sich aber, gute Arbeit/Geld in Österreich verdienen und Eigentumswohnung günstig in HU. - #2 22.05.2012 13:42 von
Im Artikel wird vieles durcheinandergeworfen!
Erstens sind es ja relativ wenige, die von der "Bindung an die Scholle" betroffen sind (100 in Jura, etc.). Also nicht gerade die Mehrheit.
Zweitens wird die Abwanderung wg. Studiengebühren gleich noch mit in den Topf geworfen, sind aber doch seit dem 01.04.08 abgeschafft für ungarische Staatsbürger.
Ich könnte noch mehr aufzählen, aber dieser Artikel ist mMn. ungenügend. - #3 22.05.2012 13:45 von
optional
Sehr interessanter und informativer Artikel!
Aber sollte man in der Überschrift nicht vielleicht zwischen Schul- und Hochschulabschlüssen differenzieren? Die Orbán-Regierung möchte ja die Studenten nach ihrem Hochschulabschluss ans Land binden, während die vorgestellten Schüler bereits nach ihrem Schulabschluss das Land verlassen wollen, um im Ausland zu studieren. - #4 22.05.2012 13:49 von
Einfach legitim
Was soll daran umstritten sein? Eher völlig normal und von vielen anderen Ländern so oder so ähnlich praktiziert.
Außerdem sollte man bedenken, wer Bildung, Ausbildung und/oder Studium ermöglicht und finanziert. Dass ein Staat dann auch eine Art Gegenleistung erwartet, ist doch legitim. Ein Unternehmen bildet auch nicht für lau Fachkräfte aus und gibt ihnen dann noch Unterstützung mit dem erworbenen Wissen und Fachhandwerk zum Mitbewerber zu wechseln.
Wo ist der Wille, die Einsicht, das Verständnis, das Verantwortungsbewußtsein seinem Land, seiner Kultur, den Menschen zu dienen und die Zukunft seiner Heimat, der man seine Existenz zu verdanken hat, zu sichern?! - #5 22.05.2012 14:04 von
Verständlich
Aber das ist doch logisch! Die Abiturienten können der "Bindung an die Scholle" entkommen, indem sie von vornherein im Ausland studieren. Wer schon mitten im Studium (in Ungarn) ist, sitzt in der Falle, und wer jetzt sein Studium dort beginnt, begibt sich freiwillig rein. Wer weggeht hält sich dagegen alle Optionen offen, auch die, eventuell wiederzukommen, wenn es Jobs gibt. Verständlich.
- #6 22.05.2012 14:05 von
Wenn es im eigenen Land keine Jobs gibt, die Leute aber bleiben, dürfte das dazu führen, dass die Sozialsysteme stärker belastet werden. Da tun die Leute ja ihrem Land einen Gefallen, indem sie zunächst im Ausland arbeiten und nach einigen Jahren - wenn es wieder Jobs gibt - vielleicht wieder zurückkehren.
Aber es hat nichts mit Verständnis, Einsicht oder Verantwortung zu tun, in einem Land zu bleiben, dass einem im Zweifelsfall keine Zukunft bietet. Da kann ich jeden Spanier, Griechen oder Ungarn verstehen. - #7 22.05.2012 14:07 von
Welche Staaten praktizieren so etwas? Ein Staat ist keine Firma.
Ungarn ist ein autoritäres Land geworden, und Leute die etwas in der Birne haben, und die Möglichkeit haben, gehen auf Distanz zum Orbanstaat - eine Abstimmung mit den Füßen ist im Gange.Wo ist der Wille, die Einsicht, das Verständnis, das Verantwortungsbewußtsein seinem Land, seiner Kultur, den Menschen zu dienen und die Zukunft seiner Heimat, der man seine Existenz zu verdanken hat, zu sichern?!
Im Übrigen, verdankt jeder seine Existenz Vater und Mutter, sonst niemanden. - #8 22.05.2012 14:08 von
Nur mal so als Denkanstoß
Dass aus der DDR keiner ausreisen durfte, auch damit begründet wurde, schließlich sind sie hier aufgewachsen, haben hier kostenlose Bildung etc. genossen, war der Aufschrei (zurecht) groß.
Wenn das nun Ungarn so macht, soll das ihrer Meinung nach unumstritten sein bzw. gängige Praxis? - #9 22.05.2012 14:10 von
Das zeigt einmal mehr,was diese euphorische EU-Erweiterungsorgie gebracht hat.
Die EU-Mitgliedsstaaten sollten endlich entschlossen diesem Trend der Orbán-Regierung nach Rechts entgegentreten.
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