Kata KottraUngarn bietet ihnen keine Jobs, sie müssen aber im Land bleiben: Mit einer umstrittenen Bildungsreform verpflichtet die Orbán-Regierung Studenten, nach ihrem Abschluss in Ungarn zu bleiben. Fünf Abiturienten erklären, warum sie nach ihrem Abschluss ins Ausland gehen.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...834190,00.html
Zur korrekten Information gehört auch folgendes zu wissen. Nur wer staatlich finanziertes Studium absolviert, soll einige Jahre in Ungarn tätig sein. Das gilt nicht für Studenten, die
Studiengebühren bezahlen. Warum denn das? Viele junge
Fachärzte z.B. nach 11-12 Jahren Studium in Ungarn (mindestens.25.OOO Euro zur Last des Staaten) ziehen ins
Ausland um bessere Chancen zu finden. In anderen
EU-Staaten ist das Studium nicht gebührenfrei. So kann eine Nachricht beliebig manipuliert werden.
Steuern-ja, sicher.Aber wenn alle nur Steuern zahlen, damit ausgebildete Experten im Ausland arbeiten und DORT ihre Steuern dann zahlen bricht doch irgendwann mal das System zusammen,oder?
....was diese Rechten da treiben. Im sozialistischen Arbeiterparadies Nordkorea hat jeder nicht nur das uneingeschränkte Recht auf einen Verbleib in seinem Heimatland samt einer - seiner politischen Zuverlässigkeit entsprechenden - Ausbildung und Arbeitsstelle, er wird auch perfekt vor solch faschistischen Tendenzen geschützt.
Ganz klar, Europa muss einfach mehr Sozialismus wagen!
Oder was sonst soll mir dieser Artikel sagen?
Seit dem Beitritt zur EU hat Ungarn mehrere Milliarden Euro an Zahlungen von der EU erhalten. Im Verhältnis dazu sind das doch Peanuts, was man durch diese Gängelung der jungen Menschen einsparen kann - wenn man nicht sowieso am Ende draufzahlt. Da Ungarn ein Empfängerland ist, also reichlich Zuwendungen aus Steuergeldern anderer Staaten bekommt, könnte es hier ruhig ein bisschen großzügiger sei. Es wird an anderer Stelle ausgeglichen. Der Gedanke liegt aber außerhalb der gegenwärtigen Agitprop-Kultur.
Der Beitrag geht nicht auf die Verteilung der Jugendarbeitslosigkeit ein, sondern impliziert dass 26% der Hochschulabgänger keine Arbeit finden werden. Das ist so sicher falsch, da Arbeitslosigkeit vor allem die ungebildeten trifft. Aber wenn man eine Regierung schlecht reden will, ist jedes Mittel recht. Warum kritisiert man Indien und China nicht für ähnliche Regelungen?
Ich würde gerne wissen, warum in einer deutschen Zeitung so ein Artikel erscheint? Wenn man sowas liest, kann man die Hintergrundgeschichte nicht verstehen, und bildet eine falsche Meinung. Vielleicht war das gerade das Ziel.