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Arbeiten in der Paketbranche: "Sklavenbedingungen wie im Mittelalter"

RTLSchuften bis zum Umfallen für einen Hungerlohn, so beschreibt Günter Wallraff die Arbeitsbedingungen beim Paketzusteller GLS. Gewerkschafter sind wenig überrascht: In der Paketbranche würden Mitarbeiter seit langem systematisch ausgebeutet. Mehr als die Hälfte der Zusteller arbeite zu Sklavenbedingungen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...836276,00.html
  1. #1

    Ja und das alles haben wir Hartz4 zu verdanken. Hat die SPD mal wieder super gemacht. Ich frag mich echt, wie die noch auf 27% kommen können, bei dem Bockmist den die immer machen. Union ist auch net viel besser aber so krass treiben sie es dann auch wieder nicht.
  2. #2

    schaut

    mal in die Türkei, dort arbeiten die Männer und Frauen 12-16 Stunden täglich - und das bei 400 €.
    Wenn es so weiter geht in Deutschland, sind wir auch bald auf diesem Niveau.Eins ist doch wohl klar, die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer,
    Wenn ich gelesen habe, dass eine Garage in New York für 1 Mio $ versteigert wird, dann ist doch was nicht in Ordnung.
  3. #3

    Kehrseite des Monopol Wegfalls

    Hallo,
    Das gefeierte Ende des Postmonolpols hat natürlich mehrere Schattenseiten.
    Abgesehen von Großkunden, hat der normale Kunde wenig Voreile, manchmal sogar, wie abgelegen wohnende sogar Nachteile.
    Okölogisch sogar der Supergau, den während früher ein Postauto alle Pakete brachte, kommen jetzt ev. 3-4 verschiedene Boten am selben Tag. Dies wird zum Glück durch vermehrte Zusammenarbeit der Dienste etwas entschärft.
    Hauptnachteil ergeben sich für die Boten selber. Klar, dass da, wo vorher einer gearbeitet hat, nicht vier zu selben Geld werkeln können.
    Das ganze geht nur mit Dumpinglohn.Denn schließlich muß mehr Sprit, mehr Material als bei zentraler Versorgung bezahlt werden, und die Anteilseigener wollen auch noch ein Stück vom Kuchen.
    Deutschland weit gesehen wahrscheinlich sehr unwirtschaftlich, allenfalls eine ABM.

    mfg Kioto
  4. #4

    Warum die ganze Aufregung?

    Zitat von ganta Beitrag anzeigen
    Ja und das alles haben wir Hartz4 zu verdanken. Hat die SPD mal wieder super gemacht. Ich frag mich echt, wie die noch auf 27% kommen können, bei dem Bockmist den die immer machen. Union ist auch net viel besser aber so krass treiben sie es dann auch wieder nicht.
    Sorry, aber gerade die Union war es, die im Vermittlungsausschuß das Hartz4-Gesetz verschlimmbessert hat.

    Aber, das ist jetzt schon der dritte oder vierte Artikel, der sich mit den Arbeitsbedigungen bei GLS beschäftigt. Ehrlich gesagt, ich verstehe die ganze Aufregung über GLS nicht. Das gab es doch schon alles bei Hermes, teilweise bei DHL, bei den Postagenturen oder bei PIN (dem Briefzustelldienst von Springer).

    Und, was hat sich geändert? PIN ist Pleite. Aber sonst?
  5. #5

    Die Paketzusteller machen einen tollen Job

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schuften bis zum Umfallen für einen Hungerlohn, so beschreibt Günter Wallraff die Arbeitsbedingungen beim Paketzusteller GLS. Gewerkschafter sind wenig überrascht: In der Paketbranche würden Mitarbeiter seit langem systematisch ausgebeutet. Mehr als die Hälfte der Zusteller arbeite zu Sklavenbedingungen.

    Nach Wallraff-Reportage: Gewerkschaft Ver.di kritisiert Paketbranche - SPIEGEL ONLINE
    Online-Bestellungen sind ein Megatrend, und das bedeutet auch, dass Pakete zugestellt werden müssen. Dass es junge Leute gibt, die diese schwere Knochenarbeit machen und mit einem freundlichen Lächeln ein sperriges 22-kg-Packstück bis in den zweiten Stock bringen (ohne Aufzug), finde ich großartig. Das ist (auch) praktizierte Nächstenliebe. Eine bessere, staatlich und gewerkschaftlich überwachte Entlohnung ist aber dringend geboten. Den Paketzustellern ist deshalb zu raten, sich zu organisieren. Mit Trinkgeld allein kann man das nicht entgelten.
  6. #6

    Wir haben...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schuften bis zum Umfallen für einen Hungerlohn, so beschreibt Günter Wallraff die Arbeitsbedingungen beim Paketzusteller GLS. Gewerkschafter sind wenig überrascht: In der Paketbranche würden Mitarbeiter seit langem systematisch ausgebeutet. Mehr als die Hälfte der Zusteller arbeite zu Sklavenbedingungen.

    Nach Wallraff-Reportage: Gewerkschaft Ver.di kritisiert Paketbranche - SPIEGEL ONLINE
    .. nach Kenntnis des Beitrags unsere Lieferanten, die per GLS Ware an uns liefern, eindringlich gebeten, künftig keinen Versand per G(anz)L(umpige)S(klaventreiber) an uns vorzunehmen!
  7. #7

    Zitat von crocodil Beitrag anzeigen
    Wenn ich gelesen habe, dass eine Garage in New York für 1 Mio $ versteigert wird, dann ist doch was nicht in Ordnung.
    Wieviel hatten Sie für diese Garage geboten?
  8. #8

    Theorie

    "Auch der Verbraucher ist gefragt, meint Wallraff: Wer dem europäischen GLS-Konzern Einhalt gebieten wolle, solle nicht unbedacht 'online, schnell und billigst' bestellen, denn: 'Den Preis zahlt der Paketbote.' Gerd Billen, Chef der Verbraucherzentrale, fordert überprüfbare Infos darüber, wie Unternehmen mit ihren Mitarbeitern umgehen. 'Hierzu muss der Gesetzgeber eine Informationspflicht für Unternehmen festlegen.' Und Verdi-Mann Abel betont: 'Die Macht der Konsumenten ist nicht zu unterschätzen.'"

    Auf der einen Seite wäre es das Beste, wenn man gar nichts Billiges mehr oder noch besser: gar nichts mehr einkauft.
    Aber das klingt doch ein bißchen theoretisch.
    Ja, um die hochwertigen Leistungen bezahlen zu können, müsste ich mich vielleicht auch noch um einen Billig-Job prügeln mit Leuten, die es wirklich nötig haben, um dabei gerade soviel Geld verdienen zu können, wie ich brauche, um die Kosten rund um den Job zu bestreiten.
    Wenn das alle so tun würden, würden einige Unternehmen vermutlich auch sofort meckern, weil sie auf ihrer Billig-Massenware sitzen bleiben und wären deshalb wiederum gezwungen, Leute zu entlassen.

    Allgemein wird der Weg in Richtung mehr Qualität schon richtig sein, das haben auch schon große Philosophen prophezeit. Also besser etwas mehr bezahlten und dann über Ware verfügen, die hält, was die Werbung verspricht. Und damit über ein Stückchen Lebensqualität. - Das ist leider etwas, worauf man sich heute auch bei höheren Kosten nicht mehr verlassen kann. Ín diesen Unternehmen arbeiten auch gestresste Angestellte, das ist auch für Kunden erkennbar.

    Um die Richtung Tagelöhnerei bis Sklaverei zu vermeiden, unter der ganz unterschiedliche Bereiche zu leiden hätten, könnte man zunächst dieses miese Wort "Job" wieder abschaffen. Das klingt nämlich schon nach Husch-Husch, keinesfalls nach deutscher Qualitätsarbeit. Außerdem könnten diejenigen, die die Leute ständig belehren wollen, prüfen, ob ihre eigenen Einkommen denn so realistisch sind, wenn ihr Unternehmen nicht anders funktioniert als durch immer mehr Druck auf die Kleinen.
  9. #9

    Das

    kann ich bestätigen. Andererseits is man mit 1100 netto (incl. Spesen) der König im Osten D.
    Ein noch viel prekärerer Job ist der des Taxifahrers. Statt über diesen nur zu meckern, sollten mal seine Arbeitsbedingungen genauer unter die Lupe genommen werden. Da ist der Job als Paketfahrer mit nem regelmäßigen Gehalt über dem als Taxifahrer echt ne Alternative.








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