Die Beobachter der Arabischen Liga sollten das Töten in Syrien stoppen - und sind gescheitert. Das Regime sabotiere ihre Arbeit mit allen Mitteln, klagt ein zurückgetretener Emissär. Trotzdem wurden er und seine Kollegen Zeugen erschreckender Menschenrechtsverstöße.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...810077,00.html
Es gibt eine freie Berichterstattung. Lizzy Phelan ist gerade in Damaskus und Webster Tarpley war dort auch.
Das ist ieder so eine Medien Luege um die Bevoelkerung zu diesen ekelhaften Wahnsinnskriegen einzustimmen (die dann mit Atombombe ggefuehrt werden, sag ma wo sind wir denn hier, voellig durchgeknallte Hawks aus der Kommunisten Zeit planen dies seit Jahren, weil sie es nicht verkraften koennen nicht gegen Russland gekaempft zu haben - diese kranken Koepfe willen die Masse der Menschen durch Krieg verringern). Wir, die dumme Bevoelkerung gehen brav in den Krieg dann, ganz nach dem Motto, "ja, wir konnten doch nicht anders, wir mussten halt."
Dabei sind wir es die die De-Stabilisiering durch Snipers and Terroristen von aussen provoziert haben - genau wie beim Gaddafi Regime, welches unmoralischerweise gestuerzt wurde und zwar auf graausamste Weise (da kann man sich nicht freuen ueber diesen kranken Sieg). Naja, irgenwann wird das gleiche dann bei uns zuhause passieren, aber wir werden viel brutaler dann losschlagen als wir glauben. So menschlich sind wir nicht um uns Snipers ind Terroristen in Demos gefallen zu lassen.
Das ganze ist einfach pervers. Bei uns wurden solche Snipers sofort als Terroristen enttarnt n Syrien sind es die Befreier. Ich frage mich schon, "na wo leben wir den ueberhaupt?"
Lizzie Phelan
Webster Griffon Tarpley, and anderer Journalist und Autor bewegte sich auch ganz frei in Syrien.
Anwar Malek ist der einzige Beobachter der immer wieder genannt wird. Von allen anderen hört man nichts. Waren die zu teuer? Dazu soll er ja krank gewesen sein. Aber das er mit seiner Botschaft zuerst zu Al-Jazeera geht, dem Hofsender des Emir von Kuwait, um da seine frohe Botschaft loszuwerden, sagt eigentlich schon alles. Der Emir ist es ja auch, der den Einsatz jetzt militarisieren will, was er eigentlich schon längst mehr oder minder verdeckt macht.
Ich denke wer objektiv an die Sache herangeht, sieht ein Regime im Abwehrkampf, das sicher die Regeln schwer verletzt, aber das auch durch eine Intrige von außen gestürzt werden soll, von Leuten, die selber keine Regeln kennen. Und sicher viele ihrer eigenen Handlungen dem Regime unterschieben. Und erfinden, erfinden....
Ein von außen angefachter Bürgerkrieg, der einen Regime-Change herbeiführen soll, um Syrien dem Machteinfluss der sunnitischen Golfstaaten und ihrer islamistischen Vertreter zu unterwerfen. Und letztendlich dem Westen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob diese Rechnung auf Dauer aufgeht. Und bitte: hier geht es nicht darum, Demokratie einzuführen. Setzen sich nämlich radikale sunnitische Denkweisen durch, dann wird es vielleicht mal Wahlen geben, aber mit Sicherheit keine Grundrechte, wie es die Menschenrechtskonventionen vorsehen. Dafür gibt es dann spezielle Menschenrechte a la Islam.
Der in Paris im Exil lebende und von der obskuren Menschenrechtsgruppe aus London als Beobachter entsandte Algerier M., hat sich in einem gestrigen Interview dahingehend geäussert, dass er das Land verlassen habe, indem er von einem Freund aus Katar die Möglichkeit zur "Flucht" dorthin erhalten habe.
Ein Interview aus der "Basler
Zeitung" enthält u.a. folgende Sätze:
"Wurden Sie Zeuge von Gräueltaten?
Vor meinen Augen traf eine Kugel einen Fünfjährigen im Bauch. Ich sah eine Frau an einem Kopfschuss eines Scharfschützen sterben. Das waren Menschen, die auf der Strasse unterwegs waren. Ich habe auch Folteropfer gesehen. Da war die Leiche eines Mannes – den Namen habe ich vergessen –, der gehäutet worden war wie ein Schaf. Er war zusammen mit seinen Geschwistern von Leuten des Regimes festgenommen worden. Ich sah drei tote syrische Soldaten, mit Schusswunden im Rücken. Es hiess, sie seien Terroristen. Ich denke, es waren Befehlsverweigerer."
"Der Opposition wird vorgeworfen, sie entführe und foltere Angehörige der Assad-treuen Minderheiten.
Es gibt solche Entführungen. Ich glaube allerdings, dass auch dahinter das Regime steckt."
"Manchmal informierte uns die Opposition, wo Panzer stehen. Bis wir da waren, hatte die Armee sie weggefahren, kurz darauf waren sie wieder da."
Sofort nach seinen ersten Äusserungen zu angeblichen Beobachtungen in Al Djasira, erklärte der Emir von Katar die Mission für gescheitert und rief zur militärischen Intervention auf.
Das Denken und Glauben eines Beobachters von 165 ist also Vorwand
genug, einen Krieg zu beginnen.
Leider, auch wenn "freie" Berichterstattung möglich wäre, die Leute sehen meistens nur das, was sie sehen wollen oder dürfen. Und wenn dann da drei tote Soldaten in ihrem Blut liegen: ganz eindeutig, das war die Armee, die haben die erschossen, weil sie desertieren wollten. Gibt es überhaupt eine andere Möglichkeit? Und die Scharfschützen: ganz eindeutig, das müssen Assads Leute sein. Da gibt es gar keine Zweifel.
Hören Sie eigentlich noch was von Libyen? Da sitzen mindestens 7000 Menschen in provisorischen Gefängnissen, ohne Anklage und ohne Zugang zu Rechtsanwälten, einzig allein dem Mutwillen ihrer Bewacher ausgeliefert. Viele von ihnen ohne Grund oder nur aufgrund ihrer Loyalität zum alten Regime. Was glauben Sie, was mit denen da gemacht wird? Und berichten die freien Medien darüber?
Soweit ich weiß haben die ja dort freien Zugang, oder?
diese Frage stelle ich mir auch
Über 100 Medien bekamen Einreisegenehmigung für Syrien
passen die Berichte nicht?
Beide Seiten begehen Menschenrechtsverstösse. Das syrische Militär und die Aufständischen. Kein Krieg war jemals sauber! Die Ammenmär von einem sauberen Krieg können wir uns getrost von der Backe putzen.
Laut den über Wikileaks veröffentlichten Botschafterdepeschen finanzieren die USA seit 2006 die syrische Oppositionsbewegung. Auch in der Oppositionsbewegung gibt es islamistische Söldner und wenn ein Abdelhakim Belhadj wirklich in Syrien ist, und das mit Hilfe von CIA und MI6, dann steckt hier eine ganz andere Agenda dahinter.
Meiner Meinung nach geht es hier nur um die Ausschaltung potentieller Verbündeter des Mullahregimes im Vorfeld eines geplanten Militärschlags auf den Iran. Das gilt für Syrien und für Libyen. Ich möchte hier auch noch einmal auf die Spiegelberichte Ende 2011 verweisen, in denen über die Diskussion in Israel und den warscheinlichen Angriff auf den Iran berichtet wurde. Benjamin Netanjahu suchte seinerzeit nach weiteren Unterstützern für einen möglichen Angriff. Zusätzlich über die Berichte, dass sich Royal Navy + Airforce beeits Positionen im Indischen Ozean ansehen, von denen aus sie optimal einen US Angriff auf den Iran unterstützen können.
Ich würde die Frage gerne einmal umdrehen: Wer profitiert denn von einer Ausschaltung Assads? Sowohl die sunnitischen Despoten (Saudi, Katar, Emirate) profitieren von einer Ausschaltung Assads, als auch diejenigen Mächte, die sich immer wieder einen Militärschlag gegen den Iran offen halten.
Aber Vorsicht! Man sehe sich bitte die statements von Lawrow, Rogosin, Wen Jibao und Hu Jintao an. Weder Russen noch Chinesen werden stillhalten. Egal bei welcher Intervention. Aber vielleicht ist es ja nützlich einen sunnitischen Despoten vorzuschicken. Siehe Al Thani. Der lauthals nach einer Arabischen Intervention ruft. Wenn dann die Russen sich einer arbischen Intervention in den Weg stellen, passt zumindest wieder das Bild der Deutschen vom "bösen" Russen oder dem "bösen" Putin.
Französischer Journalist in Syrien getötet, andere verletzt - letzte Woche.
"Unterdessen sollen syrische Behörden damit begonnen haben, einheimischen und ausländischen Medien Genehmigungen für die Arbeit in Syrien auszustellen."
Basler Ztg, 15.1.12
Es nützt nur nichts, weil wir trotzdem keine objektive Berichterstattung bekommen werden. Nur mehr Propaganda.
Herr Malek ist offensichtlich algerischer Staatsbürger. SPON z.B. könnte doch wohl ohne Weiteres recherchieren, wer Herr Anwar Malek ist, welchen Zivilberuf er ausübt, ob er ein Amt in der algerischen Öffentlichkeit innehat (oder bis dato hatte??), warum man ihn als Emissär der LAS auserkor. Außerdem wäre interessant, zu wievielt die Emissäre ihrer Aufgabe in Syrien i.d.R. nachgegangen sind: er spricht von einem Menschen in einem Begleitfahrzeug, der verletzt worden sei, also scheint er nicht mutterseelenallein gewesen zu sein.
Mit diesen Zusatz-Infos würde aus "Anwar Malek" eine reale Person,
glaubwürdig - oder unglaubwürdig.
Es ist doch ziemlich unwahrscheinlich, daß jemand für eine Falschaussage (aus welchem Grund auch immer) seine Reputation in seiner heimischen Umgebung aufs Spiel setzt.
Daß der sudanesische General, der sich offensichtlich in der Darfur-Region nicht gerade durch Heldentaten hervorgetan haben soll, nicht unbedingt der große Integere ist, scheint eher fest zu stehen.