Klein, billig, vertragsfrei: Angeblich informierte Personen orakeln wieder mal über ein neues Günstig-iPhone für den Massenmarkt. 200 Dollar soll es diesmal kosten. Solche Prognosen haben Tradition, aber bislang wenig Substanz.
http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...744944,00.html
SPON ist eine seit vielen Jahren profitable Webseite. Wer glaubt das dies nur durch, leicht blockierbare, Bannerwerbung funktioniert, glaubt wohl auch an den Weihnachtsmann.
Meiner Meinung nach sind wenigstens 60% aller Artikel auf SPON gekauft und somit einfach unter Werbung zu verbuchen.
Nebenbei bringen natürlich auch Klicks auf der Seite den Stellenwert nach oben. Sieht man sich die Foren zu den einzelnen Artikeln an, weis man auch das, Apple und Nokia gemeinsam genannt sofort das jeweilige Lager an die Tastaturen bannt um den Grabenkrieg aufs neue auszufechten. "Meins ist besser, du bist doof bzw. umgekehrt"
Also alles nicht so ernst nehmen...
Das ist gut überlegt. Ist auch gleichzeitg der Grund, weshalb ich nicht an eine solche Billigversion glaube, denn dazu würden dann eben wirklich einige Apps dran glauben müssen. Es würde auch der Apple-Produktpolitik der letzten Jahre widersprechen. Apple hätte ja längst ein Netbook rausbringen können. Hat es aber nicht. Statt dessen kam das iPad. Da könnte ich mir schon eher ein iPod mit (Video)Telefonie in der Größe das alten iPod nano vorstellen. Würde auch erklären, weshalb Apple das iPod nano in der neuen Version so verhackstückt hat, denn das war meiner Meinung nach eine richtige Verschlimmbesserung.
Als echtes Kind des Internets, sollte man glauben, dass Freie Software und seine kreative, engagierte, für jeden offene Community einen hohen Stellenwert in einer Rubrik "Netzwelt" hätte. Dies ist leider nicht der Fall. Es finden sich mittlerweile vornehmlich Werbemeldungen diverser Firmen (auffallend häufig Apple). Herausragend gute, recherchierte, hintergründige Artikel gibt es eher selten (aber es gibt sie) und gehen im täglichen Trash unter.
Schlimm ist, dass Spiegel Online, aufgrund des anerkannten Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", für einen seriösen Nachrichtenblog gehalten wird, der einen neutralen Querschnitt über verschiedene Themengebiete anbietet. Das trifft für die Rubrik "Netzwelt", meines Erachtens, nicht zu. Es wird nicht nur selten hintergründig informiert, sondern häufig parteiisch und verzerrend. Wichtige Themen, die die Netzwelt im allgemeinen betreffen werden sogar systematisch ausgespart.
So kommt es, dass der Leser der sich durch Spiegel Online - Netzwelt umfassend Informiert hält, eigentlich nur die neuesten Gerüchte über Apple kennt.
Ich halte die komplett fehlende Berichterstattung über Freie Softwarekultur für ein deutliches Symptom der unausgewogenen Berichterstattung. Es fehlen unabhängige Artikel von technisch versierten, Autoren im allgemeinen, in jenen komplexe Sachverhalte, dem durchschnittlichen Leser dargelegt werden. Also genau das, was man von einem guten Nachrichtenmagazin erwarten würde.