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Anwesenheitspflicht im Seminar: Mit Stechuhr studieren

DPASie rascheln und stören - viele würden am liebsten auf Anwesenheitslisten an der Uni verzichten. Mediziner dürfen das zwar nicht, haben altertümliche Papierlisten aber trotzdem oft abgeschafft, berichtet das Magazin "duz". Dafür ärgert sich manch ein Student jetzt über die Tücken der Technik.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...841561,00.html
  1. #1

    Stell dir vor, ein Professor hält eine Vorlesung, und keiner geht hin!

    Manche Vorlesungen sind so grottenschlecht, dass es sicher sinnvoller wäre, die Studenten würden den Stoff aus Büchern lernen.
  2. #2

    Kam mir früher auch so vor

    Zitat von eigene_meinung Beitrag anzeigen
    Manche Vorlesungen sind so grottenschlecht, dass es sicher sinnvoller wäre, die Studenten würden den Stoff aus Büchern lernen.
    Die Mehrzahl der Professoren war vor ca. 20 Jahren nicht daran interessiert zu lehren. Als anständiger Wissenschaftler macht man so etwas wohl nicht. Einige waren gegenüber Studierenden arrogant bis extrem unhöflich. Natürlich gab es auch eine Vielzahl rühmlicher Ausnahmen.
  3. #3

    beide Seiten sehen

    Zitat von eigene_meinung Beitrag anzeigen
    Manche Vorlesungen sind so grottenschlecht, dass es sicher sinnvoller wäre, die Studenten würden den Stoff aus Büchern lernen.
    Mag sein. Aber manche Studenten fläzen sich in absolut passiver Erwartungshaltung in ihre Bank und fordern dann, dass ihnen eine große Show geboten wird. Komplexeste Inhalte sollen mundgerecht und gleichzeitig eventmäßig-bespaßend und ohne jede Aktivierung eigener Anstrengung serviert werden. Dass das nicht immer klappen kann, ist auch klar. Man muss beide Seiten sehen.
  4. #4

    @mibarina

    Vorlesungen in den USA, aber auch Lehrbücher von dort, zeigen recht deutlich, wie einfach es zum Teil ist, auch komplexeste Inhalte relativ anschaulich und unterhaltsam zu vermitteln. Das Problem ist eher die Einstellung in Deutschland, akademische Themen müssten mit einer gewissen Seriosität und Gravitas präsentiert werden. Tatsächlich ist das dummes Zeug - sie müssen so präsentiert werden, dass man es versteht. Ansonsten kann man die Vorlesung in der Tat auch bleiben lassen. Und etliche deutsche Lehrbücher in allen möglichen Disziplinen taugen deutlich besser als Briefbeschwehrer oder Bücherstütze als als Lehr-Buch: Sie sind häufig schlicht nicht lesbar.
  5. #5

    Trauerspiel in 8 Akten/Semestern

    Zitat von eigene_meinung Beitrag anzeigen
    Stell dir vor, ein Professor hält eine Vorlesung, und keiner geht hin!
    .
    Den Professor kenn ich. Bei dem war ich auch ... nicht in der Vorlesung.

    Zitat von eigene_meinung Beitrag anzeigen
    Manche Vorlesungen sind so grottenschlecht, dass es sicher sinnvoller wäre, die Studenten würden den Stoff aus Büchern lernen..
    Das stimmt. Leider nimmt - zumindest in manchen Fächern - die Qualität der Bücher auch beständig ab.
  6. #6

    Alt Heidelberg

    Zitat von kh- Beitrag anzeigen
    Die Mehrzahl der Professoren war vor ca. 20 Jahren nicht daran interessiert zu lehren. .
    Und jetzt ist das anders?
    War und ist es tatsächlich die Mehrheit ?

    Zitat von kh- Beitrag anzeigen
    . Einige waren gegenüber Studierenden arrogant bis extrem unhöflich. Natürlich gab es auch eine Vielzahl rühmlicher Ausnahmen.
    Es gab immer solche und solche. Vermutlich hatten schon die ersten Studenten in Heidelberg um 14xx diesen Eindruck und haben sich darüber mokiert.
  7. #7

    Lehrbuch oder Leerbuch?

    Zitat von ohminus Beitrag anzeigen
    Und etliche deutsche Lehrbücher in allen möglichen Disziplinen taugen deutlich besser als Briefbeschwehrer oder Bücherstütze als als Lehr-Buch: Sie sind häufig schlicht nicht lesbar.
    Viele, vor allem us-amerik. Lehrbücher, die als Übersetzung kursieren, taugen aber kaum als Briefbeschwerer, weil sie inhaltiche Leichtgewichte sind.
    Originär dt. Lehrbücher sind vielfach schwieriger, aber dafür gehaltvoller. Ein Lehrbuch für den Hochschulunterricht ist aber auch kein Petzi-Malbuch. Mancher Student braucht das eine oder andere Semester für diese Einsicht.
  8. #8

    ...

    Zitat von cassandros Beitrag anzeigen
    Viele, vor allem us-amerik. Lehrbücher, die als Übersetzung kursieren, taugen aber kaum als Briefbeschwerer, weil sie inhaltiche Leichtgewichte sind.
    Originär dt. Lehrbücher sind vielfach schwieriger, aber dafür gehaltvoller. Ein Lehrbuch für den Hochschulunterricht ist aber auch kein Petzi-Malbuch. Mancher Student braucht das eine oder andere Semester für diese Einsicht.
    Das sehe ich anders meist sind keine dt Lehrbücher (z.b Biochemie)zu bekommen, sondern nur die Übersetzungen aus dem eng. die dann noch ein paar Jahre alt sind und daher an vielen stellen längst überholt. Es häng mehr vom Fachbereich ab ob eng. oder dt. Lehrbücher besser sind
  9. #9

    Anwesenheitspflicht nicht zielführend

    Bei uns Geisteswissenschaftlern soll es zwar formal eine Anwesenheitsliste geben, zumindest seit es den Bachelorstudiengang gibt. Praktisch verzichten aber die meisten Dozenten eh darauf und weisen auf die Eigenverantwortung der Studierenden hin.

    Wenn es mal eine Liste gibt, ist dies vor allem in großen Seminaren immer ein Ärgernis, weil die Liste verschwindet oder einfach bis zum Schluss nicht geschafft hat durchzulaufen. Auch kam es schon zu lustigen Ereignissen als der Prof die Liste anschaute und dann seine 20 Studenten im Seminar und dann feststellte das die Listenzahl von ca. 40 Einträgen irgendwie nicht mit der tatsächlichen Teilnehmerzahl übereinstimmen konnte^^

    Ich persönlich halte Anwesenheitspflicht für kontraproduktiv. Jeder Student ist selbst dafür verantwortlich wie er sich sein Wissen aneeignet, und wenn Leute zwanghaft in Seminaren und Vorlesungen sitzen, dann aber nur Stören und eh nichts beitragen, ausser vielleicht zur Lärmkulisse, dann ist es besser man verzichtet auf diese Leute.

    Zur mangelnden Qualität der Lehrveranstaltungen kann ich nur sagen, dass dies eigentlich eher selten der Fall ist. In meiner Studienzeit hatte ich vielleicht 3-5 Dozenten die didaktisch und von der Strukturierung des Stoffes wirklich sehr schlecht waren. Die überwiegende Anzahl ist motiviert und hält gute Veranstaltungen. Auch waren die meisten doch recht hilfsbereit und haben bei Fragen gerne weitergeholfen.

    Was leider stimmt, ist der Unterschied zwischen Deutscher und Englischer Literatur. Viele deutsche Akademiker meinen heute noch möglichst unverständlich und verschachtelt schreiben zu müssen, was es wirklich unerträglich macht dies zu entziffern.
    Englischsprachige Literatur ist in der Regel so gehalten das man die Grundzusammenhänge auch als Laie verstehen könnte. Auch gibt es dort keine nervigen Schachtelsätze und übermäßiges Nutzen von komplizierten Wörtern nur um noch elitärer zu erscheinen.








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