Zitat von
V.n.
Ich möchte SPON zugute halten, dass man sich bei diesem Artikel offenbar um eine ausgewogene und faktenorientierte Berichterstattung bemüht hat. Geklappt hat das aber dennoch nicht so ganz!
SPON schreibt in Bezug auf die Feststellung, "dass E-Zigaretten weitaus weniger schädlich sind als herkömmliche Tabakwaren" folgendes:
Vorsicht, Denkfehler!
Dass Medizinern vor den Gesundheitsgefahren der E-Zigarette warnen bedeutet NICHT, dass E-Zigaretten genauso schädlich seien wie Tabakzigaretten! Es bedeutet "nur", dass die E-Zigarette eben auch gewisse Risikien birgt. Über die Qualität dieser Gefahren wird dabei erstmal nichts gesagt.
Allerdings braucht es gerade mal Grundkenntnisse in Biologie und Chemie sowie etwas gesunden Menschenverstand, um sich selber auszurechnen, dass die nikotinhaltigen Liquids von E-Zigaretten weniger gesundheitsschädlich sind als der inhalierte Rauch von Tabakzigaretten.
In den genanten Liquids befindet sich Propylenglykol, Glycerin, Wasser, zugelassene Lebensmittelaromen und eben halt Nikotin. das einzig giftige an dieser Mischung ist das Nikotin!
Propylenglykol und Glycerin finden in zahlreichen Alltagsdingen Anwendung. Von Lebensmitteln, Kosmetika, Industrieprodukten bis hin zu Medikamenten und dem vielzitierten "Disko-Nebel". Letzterer ist TÜV-geprüft und daher wohl ausreichend auf sein Gefährdungspotential untersucht, und bei den Medikamenten wird gerne erwähnt, dass Propylenglykol auch in Nasen- und Asthamsprays als Trägerstoff verwendet wird - was absolut zutreffend ist!
Dagegen stehen die mehreren Tausend(!) chemischen Stoffe im Tabakrauch, inklusive mehrerer Dutzend nachweislich krebserregender Stoffe!
Man muss dazu sagen, dass bei der E-Zigarette aufgrund der vergleichsweise geringen Temperaturen KEINE chemische Reaktion stattfindet, im Gegensatz zur Tabakzigarette. Bei der E-Zigarette kommt also heraus, was man rein tut - nur in einem anderen Aggregatzustand. Das ist Physik, nicht Chemie.
Dass Gysi als Anwalt eine E-Zigarettenfirma vertritt regt mich übrigens genauso auf wie ein Unionspolitiker, der sich für Agrarpolitik einsetzt und selber Landwirt ist - nämlich gar nicht!!
Ach ja: Die NRW-Gesundheitsministerin Barabara Steffens ist von den Grünen, nicht von der SPD!
Dass diese realitätsferne Dame auch Kartuschen *ohne* Liquid verbieten will, ist mir übrigens neu. Wie sollte das gehen? Wenn sich mein Nachbar etwa Vanillearoma per Vaporisierer reinziehen will weil er es lecker findet, dann kann ihn doch kein Gesetz dieser Welt dieses Genussmittel verbieten, oder? Frau Steffens lehnt sich deutlich zu weit aus dem Fenster, und hat dieses schon mit dem "Verbot" der nikotinhaltigen Kartuschen getan! Bereits hierfür musste sie das Arzneimittelgesetz überinterpretieren und dabei sowohl EU-Rechtsprechung als auch ihrem Standpunkt entgegen laufende wissenschaftliche Untersuchungen in englischer Sprache ignorieren. Eine ziemlich peinliche Nummer!